


Ruben Apressyan:
Access to Cultural Goods in UNESCO Normative Documents
ISBN: 978-3-69012-004-3
ISBN der Druckausgabe: 978-3-69012-504-8
DOI: 10.17879/21928647883
URN: urn:nbn:de:hbz:6-21928648252
ISSN: 3054-4092
Abstract (Deutsch)
Diese Studie rekonstruiert erstmals die Entwicklung des menschenrechtlich und völkerrechtlich verbrieften Anspruchs auf Zugang zu kulturellen Gütern anhand der maßgeblichen normativen Dokumente der UNESCO. Die internationalen Übereinkommen und Empfehlungen der UNESCO wurden über einen Zeitraum von mehr als siebzig Jahren jeweils im Hinblick auf anstehende gesellschaftliche und kulturpolitische Herausforderungen erarbeitet. Gleichwohl müssen sie als begrifflich, politisch und nicht zuletzt ethisch kohärente Einheit verstanden werden. Zum Verständnis dessen, was alles als „kulturelle Güter“ und als Gegenstand von Ansprüchen auf Zugang zu kulturellen Gütern in Betracht kommt, sowie zu den kulturpolitischen Fragen, die sich auf die Gestaltung von Zugängen zu kulturellen Gütern stellen, muss das Korpus der einschlägigen UNESCO-Dokumente in seinem Zusammenhang beachtet werden. Im Einzelnen untersucht die Studie die Entwicklung des Anspruchs auf Zugang zu kulturellen Gütern, die in den UNESCO-Dokumenten zugrundegelegten Begriffe der ‚Kultur‘, des ‚Kulturguts‘, des materiellen oder immateriellen ‚Kulturerbes‘ sowie die Bedingungen legitimer Einschränkungen des Zugangs zu kulturellen Gütern in einer entwicklungsgeschichtlichen Perspektive, die besonderes Augenmerk auf Globalisierungsprozesse und die fortschreitende Digitalisierung der Informationsverarbeitung wie auch der Produktion und Rezeption kultureller Güter legt.
Abstract (English)
For the first time, this study presents a comprehensive reconstruction of UNESCO’s normative documents in which the issue of access to cultural goods was developed. Over more than seventy years, these documents were elaborated in response to challenges of current socio-political practice. Taken as a whole, they form a conceptual, political, and ethical unity. The context they create must be taken fully into account when discussing cultural policy, the understanding of cultural goods, and access to them. The study traces the development within UNESCO’s documents of conceptions of the principle of access to cultural goods, of the notions of culture and cultural goods, of potential restrictions on access to cultural goods, and of the specific features of such access under the conditions of globalisation and the digitalisation of informational and cultural processes.