Neue Veröffentlichungen

2017

Acquiring Sociolinguistic Variation
© John Benjamins

G. De Vogelaer, M. Katerbow (Hrsg.). Acquiring Sociolinguistic Variation. Amsterdam/Philadelphia: John Benjamins 2017.

The study of how linguistic variation is acquired is considered a nascent field in both psycho- and sociolinguistics. Within that research context, this books aims at two objectives. First, it wants to help bridging the gap between researchers working on acquisition from different theoretical backgrounds. The book therefore includes contributions by both psycho- and sociolinguists, and by representatives of further relevant sub-disciplines of linguistics, including historical linguistics and dialectology. Second, in order to enable cross-linguistic comparison, the book brings together research carried out in different sociolinguistic constellations, as most obviously found in different language areas or different countries.

 

 

 

 


Gulden legende
© Brepols

G. Claassens, W. Kuiper, A. Berteloot (Hrsg.). Gulden legende. De Middelnederlandse vertaling van de Legenda aurea door Petrus Naghel. Deel I. Turnhout: Brepols 2017.

The importance of the Legenda aurea for the Late Middle Ages can hardly be overestimated, as witness the impressive manuscript tradition of the original Latin text as well the different vernacular versions. This huge hagiographic collection, organised per circulum anni, can be considered as a compendium of the medieval religious worldview: it offers insights into the (deuterocanonic) tradition of the New Testament, the lives and deaths of the most important saints, the history of the church of Rome, and it can be read as a catechism in narrative form. But the Legenda aurea is also a treasure-trove of stories, motifs and themes splendidly reflecting medieval mentality in its entirety. The influence of the Legenda aurea on literature and iconography is so far-reaching, that the book is an indispensable aid for the ‘reading’ of countless medieval texts, paintings and sculptures.
The text was translated several times into Middle Dutch and of the first southern Dutch translation (ca. 1357), made by Petrus Naghel († 1395) in the Charterhouse of Herne, a modern edition is now available.
This is the first volume of a two-volume work (volume II appeared in 2011). The text edition in the present volume begins with Advent and ends with the legend of Saint Pancras, thus comprising the legends pertaining to the three great feasts: Christmas, Easter and Pentecost. The volume further contains a comprehensive introduction, which opens on a succinct presentation of the Latin Legenda aurea, its author and its transmission. The principal focus is on the Middle Dutch text, its translator and his source, and its transmission in manuscript and print. A number of concordances and an index of names offer keys to the text of the legends and facilitate parallel consultation of the Gulden Legende and contemporary editions of the Latin text.


Kultur ist Politik ist Kultur
© Praesens

F. Zindler. Kultur ist Politik ist Kultur. Der Emigrant und „Holländer“ H. Wielek (1912-1988) als Mittler im deutsch-niederländischen Raum. Wien: Praesens Verlag 2017.


Der in Deutschland geborene (jüdische) Wilhelm Kweksilber floh 1933 aufgrund seines politischen Engagements nach Amsterdam, wo er als Publizist, Rezensent und Leiter des Gemeindedienstes für sozial-kulturelle Arbeit tätig war. Sein Pseudonym H. Wielek verwendete er nach Ende des Zweiten Weltkriegs weiter für sein freies Engagement, das in dieser Mittlerstudie belichtet wird. Mit zahllosen Publikationen und Auftritten trug er zur Verbreitung deutscher Filme und Bücher in den Niederlanden bei. Kultur war für den Sozialdemokraten immer ein Mittel zur Volkserziehung. So war es nur eine logische Konsequenz, dass er ab Mitte der sechziger Jahre immer stärker die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen Deutschlands reflektierte. Zunehmend sah er einen neuen „Faschismus“ in seiner alten Heimat keimen und warnte die Niederländer vor ihrem östlichen Nachbarn. Diese Fallstudie zeichnet erstmals ein Bild eines politisch aktiven Mittlers, der in deutsch-niederländischen Kulturtransferprozessen des 20. Jahrhunderts wichtige Rollen für die politische Linke einnahm.


Travel Writing
© Routledge

A. E. Martin, L. Missinne, B. van Dam (Hrsg.). Travel Writing in Dutch and German, 1790–1930. Modernity, Regionality, Mobility. New York a.o.: Routledge 2017.

This volume focuses on how travel writing contributed to cultural and intellectual exchange in and between the Dutch- and German-speaking regions from the 1790s to the twentieth-century interwar period. Drawing on a hitherto largely overlooked body of travelers whose work ranges across what is now Germany and Austria, the Netherlands and Dutch-speaking Belgium, the Dutch East Indies and Suriname, the contributors highlight the interrelations between the regional and the global and the role alterity plays in both spheres. They therefore offer a transnational and transcultural perspective on the ways in which the foreign was mediated to audiences back home. By combining a narrative perspective on travel writing with a socio-historically contextualized approach, essays emphasize the importance of textuality in travel literature as well as the self-positioning of such accounts in their individual historical and political environments. The first sustained analysis to focus specifically on these neighboring cultural and linguistic areas, this collection demonstrates how topographies of knowledge were forged across these regions by an astonishingly diverse range of travelling individuals from professional scholars and writers to art dealers, soldiers, (female) explorers, and scientific collectors. The contributors address cultural, aesthetic, political, and gendered aspects of travel writing, drawing productively on other disciplines and areas of scholarly research that encompass German Studies, Low Countries Studies, comparative literature, aesthetics, the history of science, literary geography, and the history of publishing.


2016

Geschichten erzählen
© De Gruyter

B. Van Dam. Geschichte erzählen. Repräsentation von Vergangenheit in deutschen und niederländischen Texten der Gegenwart Dissertation, Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Berlin: De Gruyter 2016.

Das theoretische Feld zu fiktionalem und faktualem Erzählen ist in den letzten Jahren unübersichtlich geworden. Die Studie bietet eine kritische Analyse der wichtigsten Positionen. Historisches Erzählen diente im Zuge postmoderner Sprachzweifel oft als Beispiel für den prekären Wirklichkeitsbezug faktualer Erzählungen. Mit Blick auf das fiktionale Erzählen wurden anhand des postmodernen historischen Romans mit Metafiktion und Metahistoriografie Erzählverfahren betont, die sich von einem verlässlichen Wirklichkeitsbezug distanzieren. Die vorliegende Studie rückt neben diesen distanzierenden, illusionsstörenden Techniken wieder solche Erzählverfahren in den Blick, die Geschichte als ‚Ereignis‘ inszenieren. Historisches Erzählen kombiniert den Bezug auf eine vergangene Wirklichkeit immer mit dem Anspruch, eine in sich schlüssige Erzählung zu bilden. Anhand deutschsprachiger und niederländischsprachiger Geschichtserzählungen wird nachgezeichnet, wie sich diese grundlegende Dynamik zwischen glaubwürdigem Wirklichkeitsbezug und glaubwürdiger Erzählwirklichkeit im fiktionalen und im faktualen Zusammenhang je unterschiedlich entfaltet.


De Borggravinne
© Agenda

A. Berteloot, G. Claassens, J. Hlatky (Hrsg.). De Borggravinne van Vergi. Mittelniederländisch – Neuhochdeutsch. Münster: Agenda 2016.


In der kleinen französischen Versnovelle La châtelaine de Vergi geht es um die Pflicht zur Verschwiegenheit in Angelegenheiten der höfischen Minne. Die geheime Liebesbeziehung eines jungen Ritters mit einer verheirateten adligen Dame wird durch die Neugier und die Eifersucht einer Rivalin auf hinterhältige Weise aufgedeckt und der Öffentlichkeit preisgegeben, was unweigerlich das dramatische Ende der Liebenden und der Verräterin nach sich zieht. Der vermutlich um die Mitte des 13. Jahrhunderts entstandene Text erlangte auch außerhalb Frankreichs Bekanntheit, unter anderem in Italien und in den Niederlanden, wo La châtelaine de Vergi gleich zweimal ins Mittelniederländische übertragen wurde. Eine der Übersetzungen, die beide unter dem Titel De borchgravinne van Vergi bekannt sind, entstand nach Aussage ihres Autors im Mai 1315 und ist lediglich in einer einzigen Abschrift überliefert, in der sog. Handschrift-Van Hulthem, einer Textsammlung aus dem frühen 15. Jahrhundert. Von der zweiten Übersetzung sind nur Fragmente erhalten geblieben. Sie stammen aus einer flämischen Handschrift aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Beide niederländischen Versionen werden hier herausgegeben und erstmals mit einer deutschen Parallelübersetzung versehen.
Die Bibliothek mittelniederländischer Literatur (BIMILI) ist auf zwölf Bände angelegt. Niederländische, belgische und deutsche Mediävisten arbeiten zusammen, um die bekanntesten mittelalterlichen Texte aus dem niederländischen Sprachraum zu edieren, ins Neuhochdeutsche zu übertragen und zu kommentieren. Die zweisprachigen Ausgaben wenden sich an interkulturell Interessierte ebenso wie an Studierende und Wissenschaftler.


2014

Grundkurs Literatur 1
© Lit
Grundkurs Literatur 2
© Lit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

J. Bundschuh-van Duikeren, L. Missinne, J. Konst (Hrsg.). Grundkurs Literatur aus Flandern und den Niederlanden I. 12 Texte - 12 Zugänge. 1. Aufl. Münster: LIT Verlag 2014.
 
J. Bundschuh-van Duikeren, L. Missinne, J. Konst (Hrsg.). Grundkurs Literatur aus Flandern und den Niederlanden II. Primärtexte in Auswahl und deutscher Übersetzung. 1. Aufl. Münster: LIT Verlag 2014.

Zwölf Schlüsseltexte aus der niederländischsprachigen Literatur und zwölf literaturwissenschaftliche Zugänge – das bieten die zwei Bände dieses Grundkurses. Sie vermitteln einen exemplarischen Überblick über die niederländische und flämische Literaturgeschichte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert und zeigen anhand von Modellanalysen, wie ein wissenschaftlicher Umgang mit Literatur möglich ist.

Zu dem zweibändigen "Grundkurs Literatur" ist im Juni 2018 eine Rezension von Rob van de Schoor in der Zeitschrift Internationale Neerlandistiek erschienen, welche unter dem Link eingesehen werden kann. Zusammenfassend wird festgestellt: "Deze Grundkurs verschaft Duitse studenten Nederlands een prachtige inleiding in de literatuur- en vertaalwetenschap en een grondige kennismaking met enkele hoofdwerken uit de Nederlandse literatuur. Samen met de literatuurgeschiedenis van Ralf Grüttemeier en Maria-Theresia Leuker, Niederländische Literatuurgeschichte, voorziet de tweedelige Grundkurs in een behoefte van de Duitse extramurale neerlandistiek en stelt zij studenten in staat op hoog niveau te reflecteren over de Nederlandse literatuurgeschiedenis, problemen en mogelijkheden van tekstanalyse en vertaaltheoretische vraagstukken." (Rob van de Schoor)


Fachdidaktik Niederländisch
© Lit

V. Wenzel (Hrsg.). Fachdidaktik Niederländisch. Münster: LIT Verlag 2014.

Die Fachdidaktik Niederländisch führt allgemein-fremdsprachendidaktische Grundlagen sowie fachdidaktische Besonderheiten des Niederländischunterrichts auf und richtet sich an angehende und praktizierende Lehrerinnen und Lehrer, die das Fach Niederländisch unterrichten oder unterrichten möchten.

 

   

 

 

 

 

 


2013

Niederländische Sprachwissenschaften
© Narr

U. Boonen, I. Harmes (Hrsg.). Einführung in die niederländische Sprachwissenschaft. Tübingen: Narr Verlag 2013.

Dieser Band führt kompakt und umfassend in die Sprachwissenschaft und Geschichte des Niederländischen ein. Zehn Kapitel bieten eine Übersicht über die wichtigsten Teilgebiete der niederländischen Sprachwissenschaft, unter anderem Semantik, Morphologie und Pragmatik. Die Autoren, die aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland stammen, thematisieren auch die nahe Verwandtschaft zwischen der deutschen und niederländischen Sprache sowie die Unterschiede zwischen den verschiedenen Varietäten des Niederländischen. Die Einführung ist für die Verwendung im universitären Unterricht durch Lehrende und Studierende – auch mit nur geringen Niederländischkenntnissen – gleichermaßen geeignet. Übungen und kleinere Arbeitsaufträge jeweils am Kapitelende regen die Studierenden zur weiteren Beschäftigung an und machen mit den verschiedenen sprachwissenschaftlichen Methoden bekannt. Zahlreiche Beispiele und Abbildungen sorgen für eine anschauliche und ansprechende Vermittlung der Inhalte.

 

 


Muziek in Streektaal
© Kleine Uil

G. De Vogelaer, A. Bartelds, H. Bloemhoff. Muziek in Streektaal. Groningen: Uitgeverij kleine Uil i.s.m. Stichting Nederlandse Dialecten 2013.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Oprecht gelogen
© Vantilt

L. Missinne. Oprecht gelogen. Autobiografische romans en autofictie in de Nederlandse literatuur na 1985. Nijmegen: Vantilt 2013.

Oprecht gelogen handelt von jenen Formen autobiografischen Schreibens, die im Grenzgebiet zwischen Fakt und Fiktion liegen, von Büchern die Autobiografie und zugleich Roman, sprich Autofiktion sind. Es geht um Bücher, die den Leser in Verwirrung bringen, da sie widersprüchliche Signale geben. Nicht der Autor steht im Mittelpunkt, sondern der Text, seine rhetorischen Strategien und der Effekt, den diese auf den Leser haben. Die Fragen zu autobiografischen Erzählungen sind oft Kernfragen, die wir an literarische Texte stellen: Wie können wir die Wirklichkeit in einer erzählenden Form wiedergeben? Wie wichtig ist dabei der Stil? Worin genau liegen die Überzeugungskraft und die Glaubwürdigkeit einer Erzählung? Wie kommt es, dass persönliche Erfahrungen, die in eine literarische Form gegossen wurden, eine universale Dimension erhalten können? Wie tragen Erinnerungen und das Schreiben über diese Erinnerungen zur Formung unserer Identität bei? Wie reflektieren Autoren in ihrer Arbeit das, was sie gerade tun? Neue literaturhistorische Erkenntnisse werden eingeführt und auf Texte von neueren niederländischsprachigen Autorinnen und Autoren angewendet. Somit stellt das Buch eine Einleitung in die unterschiedlichsten Aspekte der heutigen Literatur dar, das für jeden interessant ist, der sich schon einmal gefragt hat, warum der Leser das, was erzählt wird, als echt und authentisch empfindet.
Rezensionen finden Sie hier:
"De pen van Pinocchio" Internationale Neerlandistiek
"Oprecht gelogen" Spiegel der Letteren


2012

The Dialect Laboratory
© John Benjamins

G. De Vogelaer, G. Seiler (Hrsg.). The Dialect Laboratory. Dialects as a testing ground for theories of language change. Amsterdam/Philadelphia: John Benjamins 2012.

Much theorizing in language change research is made without taking into account dialect data. Yet, dialects seem to be superior data to build a theory of linguistic change on, since dialects are relatively free of standardization and therefore more tolerant of variant competition in grammar. In addition, as compared to most cross-linguistic and diachronic data, dialect data are unusually high in resolution. This book shows that the study of dialect variation has indeed the potential, perhaps even the duty, to play a central role in the process of finding answers to fundamental questions of theoretical historical linguistics. It includes contributions which relate a clearly formulated theoretical question of historical linguistic interest with a well-defined, solid empirical base. The volume discusses phenomena from different domains of grammar (phonology, morphology and syntax) and a wide variety of languages and language varieties in the light of several current theoretical frameworks.