Podiumsdiskussion
13. Mai 2026

Deutscher Kolonialismus in Ausstellungen – Perspektiven, Herausforderungen und Verantwortung

mit Barbara Romme, Johannes Jansen und Sarah Albiez-Wieck
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Wie wird deutscher Kolonialismus heute in Ausstellungen dargestellt? Welche Geschichten werden erzählt, welche bleiben unsichtbar? Das Haus der Niederlande widmet sich diesen Fragen mit einer Kunstinstallation „De Parade“ zum Völkermord an den Herero und Nama im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika. Einige historische Objekte, Leihgaben aus dem Museum Huis Doorn, dem Exilort des letzten deutschen Kaisers, illustrieren dabei die europäische koloniale Weltsicht.

Museen und Ausstellungshäuser stehen zunehmend im Fokus, wenn es darum geht, koloniale Vergangenheit kritisch aufzuarbeiten und zeitgemäß zu vermitteln. Dabei geht es nicht nur um historische Fakten, sondern auch um Perspektiven, Machtverhältnisse, Sprache und Verantwortung. Ebenso stellt sich die Frage, welche Vorkenntnisse Besucher:innen mitbringen und wie Ausstellungen darauf reagieren können.

Mit drei Expert*innen aus der Museumswelt – Barbara Rommé, Stadtmuseum Münster – und der Geschichtswissenschaft – Johannes Jansen und Sarah Albiez-Wieck, Universität Münster – diskutieren wir, wie deutscher Kolonialismus präsentiert wird und welche Herausforderungen damit verbunden sind. Auch die koloniale Vergangenheit Lateinamerikas und der Niederlande werden Gegenstand der Lesung. Im Zentrum stehen die Auswahl und Kontextualisierung von Objekten, der Umgang mit sensiblen Sammlungen sowie die Einbindung des Publikums. Ziel ist es, neue Ansätze für einen verantwortungsvollen Umgang mit kolonialer Geschichte zu entwickeln.

Die Veranstaltung wird von Jacco Pekelder (Zentrum für Niederlande-Studien) moderiert. Vorab gibt es die Möglichkeit, die Ausstellung „De Parade“ zu besichtigen.

Eintritt
frei
Zeit
Mittwoch, 13. Mai 2026, 16.30 Uhr
Ort
Kaminzimmer im Haus der Niederlande, Alter Steinweg 6-7, 48143 Münster
Organisation
Kontakt
Zentrum für Niederlande-Studien
Alter Steinweg 6/7
48143 Münster
zns@uni-muenster.de
0251/83-28511