Die vom DAAD geförderte Germanistische Institutspartnerschaft mit den germanistischen Abteilungen der Universität Genua und der Shenzhen Technology University (SZTU) besteht seit 2024. Sie hat an der TU Dortmund begonnen, seit 2026 liegt die Projektverantwortung an der Universität Münster.
Mit dem thematischen Schwerpunkt „Mehrsprachigkeit in (post-)industriellen Metropolregionen“ verfolgen Wissenschaftler:innen und Studierende der drei Partnerinstitutionen Forschungsvorhaben und Lehrprojekte. Zentrale Ziele der Institutspartnerschaft sind dabei auch die Weiterentwicklung und Internationalisierung der Lehre sowie die Förderung von Studien-, Forschungs- und Lehraufenthalten von Studierenden und Forschenden/Lehrenden an den Partneruniversitäten.
Gefördert durch Mobilitätsstipendien können italienische und chinesische BA/MA-Studierende einen Studienaufenthalt in Münster verbringen und MA-Studierende aus Münster können während DaF-Praktika in Genua und Shenzhen Lehrerfahrung sammeln. Für Promovierende gibt es im Rahmen der Förderung die Möglichkeit, für einen einmonatigen Forschungsaufenthalt an eine der jeweils anderen Universitäten zu gehen.
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Das übergeordnete Thema der Institutspartnerschaft umfasst die Frage, wie Mehrsprachigkeit in alten und neuen hoch diversen Industrieregionen die dort lebenden Menschen und die Gesellschaft prägt. Auf der einen Seite stehen zwei ehemalige europäische Zentren der Kohle- und Stahlindustrie, das Ruhrgebiet und die Hafenstadt Genua, die sich heute in der Phase des Strukturwandels und der Deindustrialisierung befinden. Auf der anderen Seite steht die junge und außerordentlich schnell wachsende südchinesische Metropole Shenzhen, die erst seit wenigen Jahrzehnten eine rasante High-Tech-Industrialisierung durchläuft und damit – wie die europäischen Ballungsräume während der Industrialisierung im frühen 20. Jahrhundert – auch komplexe gesellschaftliche Entwicklungen.
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Mit ihren Forschungs-, Lehr- und Austauschaktivitäten stärkt die Institutspartnerschaft die Beziehungen zur italienischen und chinesischen Germanistik und fördert damit den Wissenschaftsdialog innerhalb Europas sowie zwischen Europa und China. Sowohl Genua als auch die gesamte Region Ostasien sind Teil bereits bestehender strategischer Netzwerke der Universität Münster. Die GIP hat somit eine Verankerung in der Internationalisierungsinfrastruktur der Universität Münster und trägt zugleich zur Intensivierung und Erweiterung dieser Vernetzungsbestrebungen bei.
Universitätsweite bzw. universitätsübergreifende Netzwerke mit Relation zu den Partnerinstitutionen in Genua und Shenzhen:
- Asienzentrum der Universität Münster
- European University Network Ulysseus
- China-NRW University Alliance
Personen (verantwortliche Projektbeteiligte):
- Deutschland:
Prof. Dr. Ulrike Freywald (Universität Münster)
Dr. Monika Riedel (TU Dortmund) - Italien:
Prof. Dr. Joachim Gerdes, Prof. Dr. Simona Leonardi, Dariah Bergemann (Università di Genova) - VR China: Dr. Qiqi Li, Asst. Prof. Dr. Siyu Liu, Samuel Sadiq, Asst. Prof. Dr. Shaohang Wang (Shenzhen Technology University)
Prof. Dr. Peixin Xian (Nankai University Tianjin)
Die GIP wird im Rahmen des Programms „Germanistische Institutspartnerschaften weltweit“ vom DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amts gefördert.
