Diegetische Nobilitierung: das kritische Potential von ästhetischen Texten der Gegenwart – literatur-/medienwissenschaftliche und literatur-/mediendidaktische Perspektiven

Münster, 09.03.-11.03.2026

Auf der Tagung geht es um den Umgang mit Literatur und Medien, die als genderreflexiv, anti-rassistisch, anti-diskriminierend, anti-patriarchal oder allgemein gesellschaftskritisch gelten. Hierbei, so der Ausgangspunkt der Tagung, gibt es oftmals vorschnelle Urteile, die Texte als kritisch, fortschrittlich oder diversitätssensibel ausweisen, obwohl sich eigentlich bei genauer Betrachtung doch traditionelle Wertungen antreffen lassen. Eine analytische Klarheit in die Analyse und Bewertung derartiger Gegenstände zu bringen, stellt sich als eine zentrale Aufgabe für die akademische Ausbildung im Allgemeinen und die Lehrkräftebildung im Speziellen dar, weil Lehrkräften ein Handwerkszeug vermittelt werden muss, um Texte eigenständig zu bewerten und didaktische Anschlussüberlegungen anzustellen. Dabei geht es darum, nicht auf Labels, Marketingstrategien oder oberflächliche Fortschrittlichkeit hereinzufallen, sondern lieber in die Tiefe zu schauen und Texte in einem kritischen Sinne zu bewerten.

Das Ziel besteht darin, Themen wie Genderreflexion und Machtkritik in Literatur und Medien so aufzubereiten, dass die Überlegungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. Entsprechend soll es darum gehen, den Diskurs um Fragen nach Geschlecht, Macht, Sichtbarkeit verständlich aufzubereiten. Kernanliegen ist es, einen Schulterschluss von Wissenschaft, Didaktik und Schulpraxis zu ermöglichen und so Beiträge dafür zu leisten, gesamtgesellschaftliche Reflexionen anzustoßen.

 

Interessierte sind herzlich eingeladen, vor Ort oder via Zoom teilzunehmen.

Anmeldung an sebastian.bernhardt@uni-muenster.de