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Forschungstag des FB 06: KI in Forschung, Studium und Lehre

Wie verändern sich Forschung, Studium und Lehre unter dem Einfluss generativer KI?

Dieser Frage widmete sich der fachbereichsweite Forschungstag am 8. Oktober 2026. Auf dem Programm standen ein Forschungs- und ein Lehrpanel mit insgesamt vier Impulsen, eine Postersession, eine Fishbowl sowie ein Überblick über Einsatzgebiete verschiedener KI-Tools der Universität Münster.

Den Auftakt machten Prof. Dr. Vera Busse, Prof. Dr. Claudia Equit, Katharina Stein und Dr. Raphael Fehrmann mit dem Impuls „Potenziale von KI in Forschung und Lehre”. Es folgten Prof. Dr. Nicolas Legewie mit „LLMs beforschen: Warum und Wie und der ganze Rest” sowie Saïd Unger und Prof. Dr. Thorsten Quandt mit einem Impuls zum „Einsatz von KI bei der Auswertung großer Text- und Bildmengen”. Deutlich wurde dabei, wie sehr der Fachbereich vom institutsübergreifenden Austausch profitiert: Forschende nutzen KI bereits auf vielfältige Weise – in qualitativen wie quantitativen Forschungsprojekten, zur Entwicklung theoretischer Überlegungen im Wechselspiel mit der KI oder zur Auswertung großer Datenmengen.

In der anschließenden Postersession präsentierten Dr. Katrin Späte, David Bardiau, Dr. Raphael Fehrmann sowie Dr. Marcus Kindlinger und Prof. Dr. Katrin Hahn-Laudenberg aktuelle Forschungsprojekte aus dem Fachbereich 06 und geben Einblicke darin, wie KI in Schulen eingesetzt wird und welche Bedeutung sie für die Zukunft moderner Gesellschaften hat.

Danach rückten Prof. Dr. Matthias Freise und Christian Weyer mit ihrem Impuls „Prüfungen im Wandel – anpassen oder neu denken?” Studium und Lehre in den Mittelpunkt. Weitgehend einig waren sich die Teilnehmenden in der Ausgangsdiagnose: Viele Studierende nutzen inzwischen KI, die bisherige Praxis der Hausarbeit befindet sich in einem grundlegenden Wandel, und die bestehenden Prüfungsformate halten mit dem Tempo dieser Entwicklung nicht mehr Schritt. Zugleich stehen Lehrende vor der Aufgabe, wissenschaftliches Denken und Schreiben weiterhin als Basiskompetenzen akademischer Ausbildung zu vermitteln. Dieses Spannungsfeld auszuloten und nach neuen Wegen zu suchen, war ein zentrales Anliegen des Tages.

Diskutiert wurden dabei zahlreiche Vorschläge, darunter:

  • die Begleitung schriftlicher Arbeiten über das Semester hinweg,
  • eine stärkere Ausrichtung auf empirische Arbeiten,
  • die ausdrückliche Freigabe der KI-Nutzung, verbunden mit der klaren Verantwortung der Studierenden für ihre Ergebnisse,
  • gleichwertige, über das Semester verteilte Leistungen anstelle einer einzigen abschließenden Hausarbeit,
  • von Studierenden entwickelte didaktische Impulse samt Materialien, die im Seminar erprobt und schriftlich reflektiert werden,
  • sowie die Einführung kritischer KI-Protokolle, die den Erkenntnisweg im Wechselspiel mit der KI Schritt für Schritt nachvollziehbar dokumentieren.

Auf besonders breite Zustimmung stieß der Vorschlag, Seminare zukünftig grundsätzlich mit einer Anwesenheitspflicht zu verbinden. Ohne Präsenz, so die Begründung, lasse sich unter den Bedingungen von KI weder in der Sitzung noch anhand schriftlicher Leistungen nachvollziehen, was Studierende eigenständig erbringen.

Zum Abschluss führte Dr. Dr. Martin Korth, wissenschaftlicher Leiter der IVV-Naturwissenschaften, in UniGPT und weitere Angebote der Universität Münster ein. Damit schlug der Forschungstag den Bogen von der grundsätzlichen Diskussion zur Praxis: zu Werkzeugen, die an der Universität bereits zur Verfügung stehen.

© Uni MS

LEHR-REICH – Einblicke in die 16 Fachbereiche

Mit dieser Publikation bietet die Universität Münster erstmals einen Einblick in die Vielfalt der Lehre als das Fundament eines jeden Studiums. Die Fachbereichsportäts sind eine Einladung an alle, unsere Universität als einen Ort guter Lehre zu erleben und gemeinsam zu gestalten. Hier finden Sie das Porträt des Fachbereichs 06.

Die Ausgabe der Publikation zum Download.

© Dekanat FB06

Forschungsdialog im SoSe 2026: Rückblick

"Controversial Topics in (Digital) Public Spheres – What is fueling debates today, and what role does academia play in this?"

Am Donnerstag, den 25. Juni 2026, fand am Fachbereich 06 der Forschungsdialog „Controversial Topics in (Digital) Public Spheres – What is fueling debates today, and what role does academia play in this?" statt.

Moderiert von Prof. Dr. Julia Metag und Dr. Florian Wintterlin diskutierten Prof. Dr. Ana Larissa Oliveira (Gastprofessur Brazil Chair in Münster), Prof. Dr. Helena Stehle (Institut für Kommunikationswissenschaft) und Dr. Tobias Albrecht (Institut für Politikwissenschaft) darüber, wie sich Entstehung und Transformation kontroverser Themen als diskursive Muster beschreiben lassen, wie Organisationen mit sensiblen Themen umgehen und wie sie sich politisch wie philosophisch einordnen lassen.

Trotz hochsommerlicher Temperaturen war der Forschungsdialog sehr gut besucht und bot viel Stoff zum Weiterdenken.

Zum Archiv der institutsübergreifenden Forschungsdialogen

Wahlen zum Senat und zu den Fachbereichsräten

Die Ergebnisse der Wahlen zum Senat und zu den Fachbereichsräten finden Sie auf der Seite des Wahlamtes.

Wahlen zu den Institutsvorständen im FB 06

Bekanntmachung der Ergebnisse (Amtszeit 01.10.2026 bis 30.09.2028, Studierende bis 30.09.2027)

Mit der heutigen Bekannmachung beginnt nach §15 1,2 der Wahlordnung die 10-tägige Einspruchsfrist gegen das Wahlergebnis. 

Jede(r) Wahlberechtigte kann binnen einer Frist von 10 Tagen vom Tage der Bekanntgabe des Wahlergebnisses an, die Wahl durch schriftlichen Einspruch bei dem Vorsitzenden des Wahlausschusses anfechten. Der Einspruch ist begründet, wenn wesentliche Vorschriften über die Ermittlung der Mandate, die Wahlberechtigung, die Wählbarkeit oder das Wahlverfahren verletzt worden sind und durch den Verstoß das Wahlergebnis beeinflusst worden sein könnte.

Nicht-Annahme unterdrückter Telefonnummern

Wichtiger Hinweis: Zum Schutz der Mitarbeiter*innen werden im FB 06 Anrufe mit unterdrückter Rufnummer nicht angenommen. Sollte es aus technischen Gründen für Sie nicht möglich sein, Ihre Nummer zu übermitteln, nehmen Sie bitte im Vorfeld per E-Mail Kontakt mit der*dem gewünschten Gesprächspartner*in auf.