Kooperation mit Theologischer Fakultät in Armenien bekräftigt

Am 24. und 25. März besuchte eine Delegation der Theologischen Fakultät der Yerevan State University in Armenien die Katholisch-Theologische Fakultät in Münster. Beide Fakultäten verbindet eine langjährige Kooperation, die nun mit neuem Leben gefüllt werden soll. Der Besuch hatte zwei thematische Schwerpunkte: Einerseits diskutierten die Kolleg:innen aus Armenien mit Prof. Dr. Regina Elsner die Fortschritte und Perspektiven im gemeinsame Projekt Distinctiveness of migrants' religious life in current Armenia. Das Projekt wird durch das armenische Wissenschaftsministerium finanziert und untersucht die wachsende Zahl von Migrant: innen in Armenien im Bezug auf ihre religiösen Praktiken, Räume und Herausforderungen der Gemeinschaften. Das Projekt korrespondiert mit einem neuen Projekt am Lehrstuhl für Ostkirchenkunde und Ökumenik, das sich den Veränderungen der Religiosität und Landschaft orthodoxer Gemeinden in Deutschland im Kontext der Migration aus der Ukraine, Russland und Belarus widmen wird.
Zweiter Schwerpunkt des Besuchs waren die Pläne für die zukünftige Kooperation im Bereich des Lehrenden- und Studierendenaustauschs, die bei einem Treffen mit dem Dekan der Fakultät Prof. Dr. Oliver Dyma, und mit weiteren Mitgliedern der Fakultät besprochen wurden. Mariam Abrahamyan stellte in einer kurzen Präsentation die aktuelle Situation der Theologie an der Yerevan State University vor, anschließend diskutierten die Teilnehmenden mit dem Dekan der armenischen Fakultät, Pargev Barseghyan, aktuelle Herausforderungen für Theologie und Kirche in Armenien. Gemeinsame Interessen für die zukünftige Zusammenarbeit zeigten sich etwa im Bereich der Bewahrung des kulturellen Erbes und von Phänomenen von Wallfahrten und Pilgertum, sowie zu Themen der Analyse armenischer Bibelmanuskripte. Zukünftige Studierendenaustausche sollen durch die Intensivierung der Erasmus+ Partnerschaft ermöglicht werden.

Beide Dekane betonten den Wunsch, die Kooperation zu vertiefen und den jeweiligen Studierenden die Möglichkeit zu bieten, Theologie, Kirchen und Kulturen der jeweils anderen Region besser kennenzulernen. Als nächste Möglichkeiten werden Gastvorlesungen geplant, darüber hinaus soll voraussichtlich im Herbst 2027 eine Fortsetzung der Sommerakademie in Armenien in Kooperation mit der Theologischen Fakultät der Universität Halle stattfinden, zu der auch Münsteraner Studierende eingeladen sind.

