


Lara Hörnemann, studentische Mitarbeiterin in der AG Allgemeine Didaktik und Unterrichtsforschung, hatte am 4. September die Möglichkeit am ersten nationalen Wettbewerb für Niederlandistik in Düsseldorf teilzunehmen und ihr Drittfach im Lehramtsstudium zu repräsentieren. Während des Wettbewerbs erläuterte Sie die Bedeutung des Studiums des Unterrichtsfaches Niederländisch für die Lehrer:innenbildung in Deutschland. Durch den Sieg des nationalen Finales erhielt Sie die Möglichkeit, zusammen mit Mitstreiter:innen aus China, Südafrika, Frankreich, Indonesien und Namibia an einer Reise durch Belgien und die Niederlande teilzunehmen. Diese führte von Brüssel über Den Haag bis nach Utrecht und bot zahlreiche spannende Stationen rund um die niederländische Sprache und Kultur. Nach inspirierenden Besuchen und Vorträgen folgte als Höhepunkt das internationale Finale in Leiden, das sie gewinnen durfte. Als Auszeichnung erhielt sie das Zertifikat "Winnaar van Redenaarscompetitie voor studenten uit de internationale neerlandistiek", das von der Taalunie und der Internationalen Vereniging voor Neerlandistiek überreicht wurde. Zum Abschluss der Woche war Lara live im Radio bei „De Taalstaat“ (NPO1) zu hören, und nahm an einem Panelgespräch über das Niederländische in der Welt teil, moderiert von dem Sprachwissenschaftler Marc van Oostendorp.
Beiträge der Arbeitseinheit Allgemeine Didaktik und Unterrichtsforschung im Rahmen der AEPF 2025

- Berufsziel Sek I-Lehrkraft!? Erste quantitative und qualitative Ergebnisse eines Längsschnitts (P. Schultes, J. Holle & P. Gollub) (Vortrag im Symposium organisiert von P. Gollub, J. Holle & P. Schultes)
- Ausschreibungen von Lehrkräftestellen in NRW – Statistische Analysen zur (räumlichen) Verteilung der Stellen und zur Bewerber:innenlage (P. Schultes) (Vortrag)
- Der Zusammenhang von Unterrichtsausfall und sozialer Lage der Schule - Eine explorative Studie mit Daten aus NRW (P. Schultes) (Poster)
- Ausstiege aus dem Lehramt als Faktor des Lehrkräftemangels (K.-S. Besa) (Diskussion)
- „Vermeide das Lehrkräfte-Echo" - Entmystifizierung eines Praxistipps (K.-S. Besa, J. Haurand, V. Bernhart, P. Schalldach & M. Wilde) (Vortrag)
- Beyond The Binary – Herausforderungen nicht-binärer Personen im Studienalltag (A. Biehl & K.-S. Besa) (Poster)



Mit der Disputation hat Christoph Kruse sein Promotionsverfahren am 21.05.2025 sehr erfolgreich abgeschlossen. In seiner Dissertation untersucht Christoph die Beurteilung von Lehrer:innen im Vorbereitungsdienst. Dazu nutzt er schriftliche Gutachten aus dem Referendariat als bislang unerforschtes Datenmaterial und fragt danach, wie und anhand welcher Kriterien Fach- und Schulleitungen den (Miss-)Erfolg von Lehrer:innen im Vorbereitungsdienst beurteilen. Eingebettet in den Kontext der Professionsforschung werden mittels (konstruktivistischer) Grounded Theory Methodologie Einsichten in die Beurteilungspraxis im Vorbereitungsdienst und den hier relevanten Erwartungen, Bewertungs- und Legitimierungsmustern generiert. In der Studie kann gezeigt werden, wie die Verwobenheit dieser Phänomene dazu dient, die Beurteilung kontingenter Situationen in eine eindeutige und justiziable Beurteilung von Personen zu transformieren. Dabei können problembehaftete Aspekte der Beurteilung – wie etwa die „Lehrerpersönlichkeit“ oder die Vorstellung der Kontrollierbarkeit von Schüler:innenverhalten – als funktional für die Legitimierung der Bewertung von Referendar:innen erklärt werden. Somit werden „durch“ Gutachten forschungsbasierte Einblicke in den Vorbereitungsdienst eröffnet, die über die Beurteilungspraxis hinausgehen.


Dr. Patrick Gollub wurde im Rahmen des 6. IGSP-Kongresses vom 24.-26.03.2025 in Heidelberg erneut in den Vorstand der Internationalen Gesellschaft für schulpraktische Studien und Professionalisierung gewählt und ist zeitgleich mit Kolleg:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Co-Sprecher der Arbeitsgruppe der „Emerging Researchers“.





