© Freuynde + Gaesdte/Zeha Schröder

Der lange Fall des liederlichen Mönchs

Gemeinsam mit dem Theater-Ensemble Freuynde + Gaesdte entwickelte das Käte Hamburger Kolleg „Einheit und Vielfalt im Recht“ das Stück Der lange Fall des liederlichen Mönchs. Es führte Wissenschaft und darstellende Kunst zusammen, indem ein quellenmäßig gut dokumentierter Rechtsfall in Spielszenen zum Leben erweckt und von Forschenden des Kollegs in eingestreuten Vortragsteilen in den (rechts-)historischen Kontext einordnet wurde. Zwischen Oktober 2025 und Januar 2026 sahen über 900 Zuschauer:innen die neun Aufführungen im Landgericht Münster.

Vorrangiges Ziel war es, auf eine Epoche neugierig zu machen, deren Recht und Rechtsprechung nach völlig anderen Prinzipien funktionierten als heute. Gleichzeitig sollte es auf unterhaltsame Weise Wissen über die Rechtsgeschichte der Frühen Neuzeit vermitteln und das zunächst abstrakt anmutende Phänomen der Rechtsvielfalt für Laien anschaulich machen. Am Beispiel eines verwickelten Justizfalls um einen Mönch, der des Ehebruchs bezichtigt wurde, zeigte das Stück, wie kompliziert und fragmentiert die herrschaftlich durchdrungene Jurisdiktion im 16. Jahrhundert war.

Mitwirkende

Stücktext und Regie: Zeha Schröder
Wiss. Vortragstext: Vera Teske
Darstellende: Gabriele Brüning, Andreas Ladwig, Johan Schüling 
Vortragende (wechselnd): Vera Teske, Ulrike Ludwig, Peter Oestmann, Lennart Pieper

Aufführungsort: Landgericht (Am Stadtgraben 10, 48143 Münster)
Premiere: 15. Oktober 2025

Weitere Informationen

Das Stück auf der Website der Freuynde + Gaesdte

Lennart Pieper: Wie Wissenschaft und Theater zusammenfinden (EViR Blog)

Fotos

© KHK EViR
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