• Vita

    Seit 10/2025
    Junior Fellow am Käte Hamburger Kolleg für Einheit und Vielfalt im Recht

    10/2024 – 09/2025
    Wissenschaftliche Hilfskraft am Exzellenzcluster „Religion und Politik“, Universität Münster

    04/2020 – 05/2025
    Studium der Rechtswissenschaften, Universität Münster

    04/2020 – 09/2024
    Wissenschaftliche und studentische Hilfskraft am Seminar für Dogmatik und Dogmengeschichte (Prof. Dr. Michael Seewald), Universität Münster

    03/2019 – 12/2019
    Visiting Student in Theology and Philosophy, Blackfriars Hall and Studium, Oxford (UK)

    04/2017 – 05/2022
    Studium der Katholischen Theologie und Philosophie, Universität Münster

  • Forschungsschwerpunkte

    Verfassungstheorie

    Recht und Religion

    Internationaler Menschenrechtsschutz

    (Kritische) Rechtstheorie und Rechtsphilosophie

  • Forschungsprojekt

    Legitimation durch Urteilskritik. Prozedurale Kriterien für die legitime Reichweite bundesverfassungsgerichtlicher Judikate

    Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts prägt die politische Ordnung der Bundesrepublik in erheblichem Maße. Während die demokratische Legitimation der Verfassungsgerichtsbarkeit in der deutschen Staatsrechtslehre wenn überhaupt vor allem auf der Ebene der Institution und ihrer verfassungsrechtlichen Funktion diskutiert worden ist, fehlt ein theoretisch fundierter Maßstab zur Bewertung der Legitimation konkreter Entscheidungen. An dieser Forschungslücke setzt das Dissertationsvorhaben an. Es verbindet die deutsche legitimationstheoretische und funktionell-rechtliche Diskussion mit den neueren Erkenntnissen der internationalen (Comparative) Political Process Theory, um einen operationalisierbaren Maßstab legitimationstheoretisch geleiteter Urteilskritik zu entwickeln. Ziel ist es, die Grenzen verfassungsgerichtlichen Entscheidens zu bestimmen und zugleich den funktionalen Ort der Verfassungsgerichtsbarkeit im demokratischen Verfassungsstaat des Grundgesetzes näher zu konturieren. Ausgangspunkt ist die These, dass sich die demokratische Legitimation verfassungsgerichtlicher Praxis nicht allein aus institutionellen Voraussetzungen, sondern aus der Funktion konkreter Entscheidungen im demokratischen Prozess erschließt. Der entwickelte Maßstab wird auf ausgewählte Entscheidungen der jüngeren Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts angewandt und soll zu einer output- bzw. entscheidungsbezogenen Theorie demokratischer Legitimation der Verfassungsgerichtsbarkeit beitragen.

  • Veröffentlichungen

    Beiträge in Sammelbänden/Zeitschriften

    Expansive Freiheit. Zum subversiven Potential der Erklärung über die Religionsfreiheit für Dogma und Recht der Kirche, in: Zeitschrift für Theologie und Philosophie 148 (2026), 260–285. DOI: 10.35070/ztp.v148i2.4324.

    Inszenierte Autorität. Notwendigkeit und Praxis informeller Legitimation höchstrichterlicher Entscheidungen über Grund- und Menschenrechte, in: Arnold, Stefan/Wilhelms, Kerstin (Hg.): Gerichtsinszenierungen. Praktiken des In-Szene-Setzens in Theater und Recht (Literatur und Recht 18), Berlin: J.B. Metzler 2025, 41–69.

    Der Raum des Denkbaren. Kirchenrechtliche und dogmatische Überlegungen zu den Voraussetzungen eines Lehrbeanstandungsverfahrens durch den Heiligen Stuhl, in: Kirche und Recht 29 (2023), 43–59.

    Rezensionen

    Elke Mack/Ulrich Rommelfanger, Sexkauf. Eine rechtliche und rechtsethische Untersuchung der Prostitution, Baden-Baden: Nomos 2023; rezensiert in: Zeitschrift für Evangelische Ethik 70 (2026), 177–181. DOI: 10.1515/zee-2025-2017.

    Stefan Seidel, Grenzgänge. Gespräche über das Gottsuchen, München: Claudius Verlag 2022; rezensiert in: feinschwarz. Theologisches Feuilleton (2023), online abrufbar unter: https://www.feinschwarz.net/grenzgaenge- von-stefan-seidel/.