Kommunikation im Fokus: UFV und UM tauschen sich im dritten Besuch des Jahres aus

Wie kommuniziert eine große deutsche Universität nach innen und außen? Welche Strukturen und Kanäle nutzt sie, um ihre unterschiedlichen Zielgruppen effektiv zu erreichen, und wie werden diese Kommunikationsstrategien wahrgenommen? Diesen Fragen ging Frau Monique Bertto, Direktorin für Institutionelle Kommunikation der Bundesuniversität von Viçosa (UFV), bei ihrem Besuch an der Universität Münster am 24. September 2026 nach. Ziel des eintägigen Austauschs war es, die Kommunikationsarbeit der Partneruniversität kennenzulernen, bewährte Strategien zu teilen und neue Impulse für die eigene Arbeit in Viçosa sowie für die zukünftige Zusammenarbeit zu gewinnen.

Den Auftakt bildete ein Besuch bei der Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Universität Münster. Im Gespräch mit Norbert Robers, Leiter der Stabsstelle und Pressesprecher, und Dr. Kathrin Kottke, Stellvertretende Leitung und Wissenschaftsredakteurin, konnten die Vertreter*innen beider Universitäten einen gegenseitigen Einblick in die Kommunikationsstrategien und -strukturen gewinnen. Dabei wurde deutlich, wie breit das Aufgabenfeld ist und welche Parallelen sowie Unterschiede die Kommunikationsarbeit der beiden Partneruniversitäten aufweist, obwohl sie tausende Kilometer voneinander entfernt liegen. In einem lebendigen Austausch wurden Themen wie die tägliche Organisation, die Nutzung verschiedener Medien und Kanäle sowie die Ansprache spezifischer Zielgruppen besprochen. Dieser Austausch diente insbesondere dazu, den internationalen fachlichen Dialog zu fördern, die institutionellen Beziehungen zu stärken und Brücken zwischen akademischer und operativer Zusammenarbeit zu schlagen.
Während ihres Besuchs erhielt die Vertreterin aus Viçosa einen tieferen Einblick darin, warum Münster als anerkannte Wissenschaftsstadt gilt. Dr. Erik Tolen vom Wissenschaftsbüro der Stadt Münster (Münster Marketing) zeigte auf, wie die Kooperation zwischen Stadt und Universität durch Formate wie ‚Kneipenscience‘ und ‚SchlauRaum‘ lebendig wird. Mit seinem Beitrag unterstrich Dr. Tolen, dass die Stadt und die Universität einen fruchtbaren Boden für die Wissenschaftskommunikation zusammenlegen.

Frau Bertto konnte zudem die Kommunikationsarbeit des Brasilien-Zentrums kennenlernen und sich mit dem Team darüber austauschen, wie sich die bilaterale Zusammenarbeit auch in der Kommunikation weiter stärken lässt. Wertvolle Hinweise lieferte zudem ein Gespräch mit Nachwuchsforschenden der UFV und der USP, die 2026 in Münster für einen Forschungsaufenthalt waren oder noch sind. Aus ihrer Perspektive berichteten sie, auf welche Weise sie Informationen über die verschiedenen Kommunikationskanäle der Universitäten erhalten. Eine Stadtführung bei sehr schönem Wetter rundete den Tag ab.
Dieser dritte Besuch der UFV hob die Zusammenarbeit auf eine neue und komplementäre Ebene. Der Austausch im Jahr 2026 stützte sich auf grundlegende Säulen der Kooperation und diente deren weiterer Vertiefung: Von der Verwaltung über die Forschung bis hin zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Kommunikationsarbeit. Insgesamt wurde deutlich, dass sich die Partnerschaft deutlich weiterentwickelt hat. Frau Bertto hinterlässt wertvolle Impulse an der Universität und in der Stadt Münster und nimmt zugleich neue Ideen mit nach Viçosa. Diese werden nicht nur ihre eigene Arbeit bereichern, sondern auch zur weiteren Stärkung der Partnerschaft im Bereich Kommunikation beitragen.
Der Besuch ist das Ergebnis eines intensiven Austauschprozesses zwischen den beiden Universitäten im Jahr 2026: Zunächst empfing die Universität im Februar drei Mitarbeiterinnen der UFV-Verwaltung im Rahmen eines Staff Mobility-Aufenthalts, im Mai folgte ein Besuch des Prorektors für Forschung und Graduiertenstudien, Prof. Dr. Raul Narciso Guedes, und des Direktors des International Office, Prof. Dr. Vladimir di Iorio. Mit dem Fokus auf die Kommunikationsebene rückte nun ein weiterer potenziell entscheidender Bereich für diese lebendige Partnerschaft in den Blick.
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