2. Modul: Biologiedidaktik I a: Grundlagen


Modulverantwortlicher: Prof. Dr. Benedikt Heuckmann

Modulbezogene Teilnahmevoraussetzungen: keine


Veranstaltungen und Leistungen:

Semester Titel Unterrichts-form Arbeits-last (h)/LP Noten-punkte (*Gewichtungs-faktor) Prüfung
2.

Bioethik

Vorlesung 60/2 50 (*0,7) 60 minütige Klausur
2.

Bioethik

Seminar 60/2 100 (*0,35) Seminarbeitrag, ca. 90 min
3.

Kompetenzorientierter Biologieunterricht

Seminar 60/2   Studienleistung: z.B. Referat
4.

Biologiedidaktik I

Vorlesung 60/2 100 (*1,3) 60 minütige Klausur zu Biologiedidaktik I und Aktuelle Entwicklungen im Biologieunterricht
4.

Aktuelle Entwicklungen im Biologieunterricht

Seminar 60/2

Klausur siehe Biologiedidaktik I

und

Studienleistung: Antestate und Referat/schriftliche Ausarbeitung

Summe     330/11 200  

Zielsetzung des Moduls / Einbindung in das Curriculum

Das Modul legt die Grundlagen zur Vermittlung von theoriegeleitetem biologiedidaktischem Basiswissen grundlegender analytischer Kompetenzen zur Planung, Durchführung und Auswertung von Biologieunterricht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der gesellschaftlichen und ethischen Einordnung biowissenschaftlicher Fragestellungen. Das Modul bezieht sich dabei auf das in den vorangegangenen Veranstaltungen erlangte biologische Fachwissen und liefert eine Grundlage für die Vertiefung biologiedidaktischer Inhalte im Modul Biologiedidaktik I b: Schulische und außerschulische Praxisfelder sowie im Master of Education.


Lehrinhalte des Moduls

Das Modul dient der Vermittlung von theoriegeleitetem biologiedidaktischem Basiswissen und der Entwicklung grundlegender analytischer Kompetenzen zur Planung, Durchführung und Auswertung von Biologieunterricht in der Schule, unter Berücksichtigung neuer Möglichkeiten durch digitale Medien und Werkzeuge. Ein besonderes Schwergewicht liegt dabei auf der Fähigkeit, fachdidaktische Theorien und Konzeptionen zu rezipieren, zu reflektieren und auf schulische und außerschulische Praxisfelder zu beziehen. Bezugspunkt sind biologiedidaktische Unterrichtskonzeptionen zur Förderung von Kompetenzen im Sinne der KMK-Bildungsstandards sowie des Lehrens und Lernens in einer digitalen Welt. Ergebnisse der biologiedidaktischen Forschung finden dabei ebenso Berücksichtigung wie erstens zeitgemäße Bildungskonzeptionen (wie z.B. Scientific Literacy), zweitens aktuelle Weiterentwicklungen des Biologieunterrichts (z.B. Aufgabenkultur, innovative Ansätze des Experimentierens, Einsatz digitaler Werkzeuge, künstliche Intelligenz) und drittens spezifische Anforderungen (z.B. sprachsensibler Fachunterricht, Inklusion, geschlechtersensible Bildung). Dabei steht die Frage im Vordergrund, welche Lernschwierigkei-
ten und Barrieren im Fach Biologie v. a. in heterogenen Lerngruppen bestehen können und wie diesen aufgrund aktueller Theorien und empirischer Erkenntnisse effektiv begegnet werden kann. Hierfür erwerben die Studierenden Fachkompetenz (z.B. Wissen über Heterogenitätsdimensionen und deren schulische Relevanz), Methodenkompetenz (z.B. Individualisierung, Differenzierung), Sozialkompetenz (z.B. Erkennen von Differenzkonstruktionen) und Selbstkompetenz (z.B. Reflexion der Diversitätsaspekte des
eigenen professionellen Handelns). Die Vorlesung Bioethik vermittelt eine Einführung in die Bioethik anhand exemplarischer Themen wie Medizinethik, Genethik, Tierethik, Naturethik und Forschungsethik. Im Seminar werden die Vorlesungsinhalte in Gruppen von Studierenden vertieft, die ein Thema erarbeiten und vorstellen, so dass die Studierenden aus der reinen Rezipient*innenrolle in die Rolle des aktiven, kritischen Gestaltens wechseln. Hierbei soll auch der Umgang mit heterogenen Gruppen sowie die Bewertungskompetenz und Urteilsfähigkeit trainiert werden.


Lernergebnisse (Wissen und Kompetenzen) des Moduls

Die Studierenden können ausgewählte biologiedidaktische Theorien und fachdidaktische Konzeptionen strukturiert und systematisch darstellen und erläutern (theoriegeleitete fachdidaktische Reflektion). Dabei werden die Theorien und Konzeptionen von den Studierenden sowohl auf den schulischen Biologieunterricht als auch auf außerschulische Lernorte bezogen. Die Studierenden erwerben zudem Fähigkeiten, Biologieunterricht in seinen vielen verschiedenen Formen kompetenzorientiert für heterogene Lern-
gruppen zu planen und Planungsentscheidungen zu begründen. Ein Schwergewicht liegt dabei auf der Kompetenz, fachliche Lehr-/Lernprozesse für eine zunehmend heterogene Schülerschaft zu planen und aufzubereiten. Speziell können die Studierenden unterschiedliche Lernvoraussetzungen diagnostizieren, Fachunterricht adressatenorientiert gestalten und fachspezifische Lehr-Lernprozesse planen, die die Vielfalt der Lernenden anerkennen und konstruktiv nutzen. In der Vorlesung Bioethik erlangen die Studierenden eine vertiefte Erkenntnis in exemplarisch ausgewählten Gebieten der Bioethik. Sie werden in die Lage versetzt, anhand exemplarisch ausgewählter Gebiete der Bioethik Prinzipien des bioethischen Diskurses anzuwenden und dabei auf Lehrmethoden zurückzugreifen, die den Kriterien des Kooperativen Lernens entsprechen. Darüber hinaus erwerben die
Studierenden Kompetenzen, um den Umgang mit heterogenen Gruppen zu reflektieren. Speziell erwerben die Studierenden durch den Einsatz von Methoden kooperativen Lernens Bewertungskompetenz, Urteilsfähigkeit und Kompetenzen zur diversitätssensiblen Gestaltung von Biologieunterricht.


Materialien zu diesen Veranstaltungen finden Sie im LearnWeb!