Aktuelles aus der Forschung

22. Oktober 2026

DFG fördert neue Untersuchungen zu "Münster-Mumie"

Facettenreiches Gesamtbild durch moderne Methoden

Wer war der Mann, dessen Mumie im Untergeschoss des Archäologischen Museums der Universität Münster ausgestellt ist? Wieso wurde er in einem Sarg, der einige Jahrhunderte älter ist als er selbst, bestattet? Und wie kamen Mumie und Sarg in den Besitz des Kaufmanns Wilhelm Schmitz-Scholl, einem Spross der Tengelmann-Gründerfamilie? Wahrscheinlich werden diese spezifischen Fragen für immer ungeklärt bleiben. Doch Ägyptologin Prof. Dr. Angelika Lohwasser und Projektmitarbeiter Dr. Marc Loth sowie das Team des Archäologischen Museums hoffen, dass sich durch das neue, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt "Geschichte(n) in einem "dichten Befund" - eine multidisziplinäre Untersuchung des ägyptischen Sarges mit Mumie in Münster" zahlreiche neue Erkenntnisse zum Alltag in Ägypten vor 3.000 Jahren ergeben.

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9. Juli 2010

UKM-Radiologen untersuchen Münster-Mumie: Zum Todeszeitpunkt ca. 30 Jahre alt und 1,65 Meter groß

Wurde der Kopf geraubt? Todesursache bleibt unbekannt / Computertomographie liefert exakte 3D-Aufnahmen: Keine Hinweise auf Arthrose

1,65 Meter groß, zum Todeszeitpunkt ca. 30 Jahre alt, gestorben wahrscheinlich vor fast 3.000 Jahren, eindeutig männlich, Kopf und Teile der Wirbelsäule fehlen: Das sind die ersten Ergebnisse aus medizinischer Sicht der Computertomographie-Untersuchung einer komplett einbandagierten Mumie im Institut für Klinische Radiologie am Universitätsklinikum Münster (UKM). Die Mumie zählt zum Bestand des Archäologischen Museums der Universität Münster. Auch nach der gründlichen Untersuchung im UKM gibt die Mumie nicht all ihre Geheimnisse preis: Die Todesursache bleibt bislang unbekannt.

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