Der Zeustempel

Der Zeustempel von Olympia wurde etwa 480/470 bis 456 vor Christus errichtet. Er war etwa 64 Meter lang, 28 Meter breit und 20 Meter hoch und damit zur Zeit seiner Entstehung der größte Tempel des griechischen Mutterlands. Weltberühmt wurde er vor allem durch die – nach antiken Quellen - zwölf Meter hohe Statue des Zeus aus Gold und Elfenbein im Inneren. Sie wurde von dem berühmten Bildhauer Phidias geschaffen und zählte wegen ihrer Größe und Schönheit zu den sieben Weltwundern der Antike.
Im Jahr 391 nach Christus wurde die Schließung aller heidnischen Kultplätze angeordnet, man nimmt jedoch an, dass der Kultbetrieb in Olympia wohl bis zum Anfang des 5. Jahrhunderts nach Christus weitergeführt wurde. 522 und 551 zerstörten zwei Erdbeben den Tempel. Bis zu seiner Ausgrabung zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Ruinen teilweise überbaut und Steine für den Bau neuer Gebäude abgetragen.
Systematisch wurde der Zeustempel erst ab dem Jahr 1875 durch deutsche Ausgräber untersucht. Bis heute betreut das Deutsche Archäologische Institut die archäologischen Arbeiten in Olympia. Von dem Tempel ist eine ausreichende Anzahl an Baugliedern erhalten, um sein einstiges Aussehen weitgehend rekonstruieren zu können.
