Zeitfenster-Modell zum Praxissemester

Zeitfenster
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Die Studierenden im Praxissemester belegen gemäß Praxissemester-Ordnung drei Projektseminare, jeweils eines in ihren beiden studierten Fächern sowie ein weiteres in den Bildungswissenschaften.

Bei der Vielzahl der angebotenen Projektseminare für –  in Vollauslastung – rund 800 Studierende je Semester bleiben zeitliche Überschneidungen zwischen den Projektseminaren nicht aus.
Dies bringt Studierende in eine schwierige Situation, wenn die verpflichtenden Veranstaltungen nicht überschneidungsfrei studierbar sind. Auch für die Fächer bedeutet es im Vorfeld einen hohen Planungsaufwand, wenn sie mit zahlreichen bilateralen Absprachen oder nach Veröffentlichung der Veranstaltungen in LSF einen hohen Verwaltungsaufwand und Zeitverzögerungen im gesamten Planungsprozess haben.

Um eine Überschneidungsfreiheit systematisch, effektiv und mit geringem Aufwand zu gewährleisten, sprachen zunächst die Steuergruppe Praxissemester sowie des Weiteren der ZfL-Rat in seiner Sitzung am 29.01.2015 die Empfehlung aus ein Planungsmodell einzuführen („Zeitfenster-Modell“). Dieses wurde im Sommersemester 2015 in Abstimmung mit den Fächern entwickelt und wird seit Oktober 2015 als Grundlage für die Projektseminarplanung genutzt.

  • Grundlagen der Modellierung

    Ziel ist es, eine möglichst geringe Überschneidung von Lehrveranstaltungen zum Praxissemester zu erreichen. Dafür ist es notwendig, folgende grundlegende Planungsparameter zu berücksichtigen:  

    • Studierendenstatistik nach gewählten Fächerverbindungen (Auswertung auf der Basis der Studierendenzahlen von vier Immatrikulationszeitpunkten)
    • Einschätzungen zum konkret benötigten Lehrveranstaltungsangebot
    • Fachspezifische Planungsparameter

    Damit werden sowohl statistische Daten als auch die Selbsteinschätzungen der Fächerberücksichtigt, so dass das Modell die Anforderungen an eine grundsätzliche Standardisierung über Fächer hinweg und an eine fachbezogene Individualisierung gleichermaßen erfüllt.

    Auf der Basis dieser Informationen wurden den Fächern bzw. Fächergruppen Zeiten zugewiesen, deren Einhaltung ein für die Studierenden zeitlich disjunktes Lehrangebot zur Folge hat. Dabei gibt es regelhafte Gruppenzeiten („Regelzeiten“), für einzelne Fächer besonders ausgewiesene Zeiten („Geschützte Zeiten“) sowie „Ergänzungszeiten“, in denen parallele Wahlveranstaltungen unter Beachtung bestimmtere Vorgaben platziert werden können. Diese Ergänzungszeiten bilden in Kombination eine neue Regelzeit.  

    Das Modell ist dynamisch:
    Zur weiteren Optimierung des Modells wird der Kommunikationsprozess zwischen dem ZfL und den Fächern der Lehramtsstudiengänge regelhaft zu ausgewiesenen Zeitpunkten so fortgeführt, dass Anpassungen für die künftige Planung vorgenommen werden können.

    Außerdem erfolgt immer dann eine Modifikation des Modells, wenn auf veränderte äußere Rahmenbedingungen, wie z.B. eine Erweiterung der zulässigen Fächerverbindung oder des Studienangebots durch neue Studienfächer, reagiert werden muss.

  • Vorteile des Modells

    Durch Prüfung der Studierendenstatistik in den einzelnen Fächerverbindungen der vergangenen Erstimmatrikulationen konnte das Überschneidungsrisiko bestimmt werden. Durch eine datenbasierte Einteilung der Fächer in Gruppen mit möglichst geringen Überschneidungsrisiko konnte in einem ersten Schritt bereits eine Überschneidungsfreiheit von im Durchschnitt 96% (fachspezifische Unterschiede von mindestens 91% bis zu 100%) erzielt werden.

  • Benutzungshinweise

    Um nicht jedem Fach eine eigene Zeit zuweisen zu müssen, werden die Fächer, die nicht miteinander studiert werden oder werden können in Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe teilt sich somit die zugewiesenen Zeiten. Mögliche verbliebene Überschneidungen zwischen Fächern innerhalb einer Gruppe, die sich aufgrund der zahlreichen zulässigen Fächerverbindungen dennoch ergeben könnten, werden durch besondere Zeiten („Geschützte Zeiten“) verhindert.

    Gruppeneinteilugn Hp Modell Zeitfenster Zeitlos Praxissemester Zfl Wwu Modell Stand Mai2016
    © ZfL

    Das Modell ist auf Dauer, d.h. zeit- und terminunabhängig angelegt, um den Aufwand für semesterweise Anpassungen oder Aktualisierungen möglichst gering halten zu können. Damit trotz der Schematisierung eine verlässliche Planungsgrundlage besteht, werden bestimmte Termine für jedes Studienjahr, beginnend mit einem Wintersemester, an dieser Stelle ausgewiesen.

    Wie Sie mit dem Modell arbeiten und nach den einzelnen Bausteinen Ihre Veranstaltungen im Praxissemester planen können, entnehmen Sie bitte den hier zum Download angebotenen Materialien. Dazu stehen zunächst das Modell selbst bereit sowie ergänzend dazu ausführliche Erläuterungen und Planungshilfen.

    Terminübersicht: Studienjahr 2017/2018
    Zeitfenster-Manual (Modell und Erläuterungen)

  • Support

    Sie …
    … haben Fragen bzgl. der Anwendung des Modells?
    … benötigen Unterstützung bei der Nutzung der angeboten Zeiten?
    … suchen nach individuellen Lösungen?

    Wir …
    … unterstützen beim Finden zusätzlicher Lösungen.
    … geben Anleitung zur Nutzung des Modells.
    … beraten bei kurzfristigen Terminverschiebungen.

    Das Zeitfenster-Modell entlastet Sie davon, nach für die Studierenden geeigneten Terminen für Ihr Projektseminar zu suchen, in denen sie keine Überschneidungen mit den Projektseminaren ihrer anderen beiden Fächer erleben. Nicht immer aber gelingt dies auf Anhieb. Je größer ein Fach ist und je mehr Veranstaltungen es anbietet, desto mehr Flexibilität ist gegeben. Und wenn die Gruppe der Lehrenden sehr heterogen ist, sind auch umso mehr individuelle Bedarfslagen zu berücksichtigen.

    Dies kann ein zentrales und hochgradig schematisiertes Instrument nicht leisten, selbst wenn es regelmäßig evaluiert, optimiert und an sich verändernde äußere Rahmenbedingungen angepasst wird.

    Hier ist persönlicher Support gefragt, der sich auf Ihre Interessen als Lehrende einstellt, ohne die vorrangigen Interessen der Studierenden aus dem Blick zu verlieren. Das Modell bietet viele Lösungen für alle – wo es an die Grenzen individueller Bedarfe gerät, hilft Ihnen der persönliche Support weiter.

    Wir nehmen uns für Sie Zeit!
    Kontaktieren Sie uns gerne - Sie erreichen uns unter zeitfenster.zfl@uni-muenster.de .

    Simone Mattstedt
    Abteilung Praxisphasen
    Hammer Str. 95
    48153 Münster
    Zimmer 205
    Tel.: +49 251 83-32519

  • Evaluation

    Das Zeitfenster-Modell wird im Wintersemester 2016-17 und im Sommersemester 2017 durch das ZfL evaluiert. Dabei handelt es sich um eine interne Evaluation. Das Ziel der Evaluation ist es zu ermitteln, inwiefern durch das Zeitfenster-Modell Überschneidungen von Begleitveranstaltungen reduziert bzw. eliminiert werden und ein Beitrag zur Studierbarkeit des Moduls Praxissemester geleistet wird.
    Befragt werden neben dem Leitungspersonal der Fachdidaktiken auch die Modulbeauftragten und Lehrenden im Praxissemester sowie die Studierende zweier Praxissemester-Kohorten zu folgenden Fragestellungen:

    • Wie gut funktioniert die Implementation des Zeitfenster-Modells?
    • In welchem Maße wird die Studierbarkeit der Begleitveranstaltungen zum Praxissemester durch eine Planung gemäß des Zeitfenster-Modells gewährleistet?

    Die Evaluation startet im Oktober 2016 und wird im Juli 2017 abgeschlossen.

    Falls Sie Detailinformationen zur Evaluation wünschen haben, wenden Sie sich bitte gerne an:

    Corinna Schopphoff
    Abteilung Praxisphasen
    Hammer Str. 95
    48153 Münster
    Zimmer 211
    Tel.: +49 251 83-32515
    corinna.schopphoff@uni-muenster.de