Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen einerseits im Bereich der Geschichte des frühen und hohen Mittelalters, andererseits auf dem Gebiet der transkulturellen Geschichte. Hierzu zählen die Erforschung von Prozessen der Interaktion von Juden, Christen und Muslimen im Mittelalter, Konzeptualisierungen vormoderner Globalgeschichten sowie Transfer-, Austausch- und Verflechtungsprozesse zwischen Europa und seinen nordafrikanischen, nahöstlichen und asiatischen Nachbarn während des gesamten Mittelalters.

Aktuelle Forschungsvorhaben widmen sich vormodernen monarchischen Herrschaftsformen im transkulturellen Vergleich, Verflechtungsprozessen zwischen Akteuren aus unterschiedlichen Christentümern (aus dem lateinischen, griechischen und orientalischen Raum) sowie aus verschiedenen jüdischen und islamischen Gemeinschaften, unterschiedlichen Strategien imperialer Herrscher zur Integration peripherer Herrschaftsbereiche, der Instrumentalisierung religiöser Gemeinschaften durch politische Machthaber zur Stabilisierung ihres Herrschaftsanspruchs, dem Kultur- und Technologietransfer in frühmittelalterlichen Barbarenreichen, der Konstruktion von Identität im Vergleich zwischen England und dem Reich im hohen Mittelalter sowie der Rezeption alttestamentlicher Deutungsmuster als Handlungsregulativ und Leitperspektive für Selbst- und Fremdwahrnehmung im westgotischen Spanien und am Hof Karls des Großen.



TAGUNGEN


Processes of Transcultural Entanglement und Disentanglement in Premodern and Modern Times

07.-09.06.2017


Die Interaktion von Herrschern und Eliten in imperialen Ordnungen

11.-13.06.2015


 Monarchs and Religious Confraternities

06.-08.11.2014


Processes of Entanglement - Agents, Junctures, Interpretations and Conceptualizations of Mutual Interaction in the Premodern Period

03.-05.04.2013