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muz

Steter Dialog mit dem Leser

100 Jahre Unizeitung: Die "muz - Münsters Universitätszeitung"

Der Übergang zu "Münsters Universitätszeitung" im Dezember 1994 lässt sich durch zwei gegensätzliche Begriffe beschreiben: Wandel und Kontinuität. Auf der einen Seite war der Wandel offensichtlich. Aus dem sperrigen Namen "Universitäts-Zeitung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster", der sich in keine Kurzform bringen ließ, wurde "Münsters Universitäts-Zeitung", kurz die "muz". Die Abkürzung fand nicht nur Eingang in die Umgangssprache, sondern war Bestandteil des neugestalteten Titels, der im leuchtend-gelben Kasten mit serifenloser Schrift daherkam und zum Uni-Logo mit barockem Schloss in reizvollem Kontrast stand. Erst 2002 wurde das Gesicht der "muz" noch einmal geändert. Namens- und Farbwechsel markierten den Wandel nach außen hin.

Auf der anderen Seite zeigt schon die erste Ausgabe der "muz", dass eine Kontinuität nicht nur zur direkten Vorgängerin gewollt und gewünscht war. Die Redakteurin Brigitte Nussbaum schrieb denn auch an die Leserinnen und Leser: "Doch einige Traditionen unserer ersten Ahnin, der "Münsterschen Universitätszeitung", wollen wir beibehalten: Den Dialog mit den Lesern beispielsweise, der sich damals wie heute nicht nur in Leserbriefen widerspiegeln soll. Den Dialog der Angehörigen der Universität untereinander, seien sie nun als Lehrende, Lernende oder in der Verwaltung tätig. Und auch den Dialog mit den Themen der Zeit, wie sie sich im Hochschulleben widerspiegeln."

Auch inhaltlich und strukturell kennzeichneten Wandel und Kontinuität den Weg der „neuen“ Zeitung. Die Titel der Rubriken wurden weitgehend geändert und modernisiert. Mit Uni-Welt, Uni-Forum, Zeiten & Menschen, Forschung, Studium und dem Wegweiser deckte die "muz" alle Bereiche des universitären Lebens ab und war für Lehrende, Studierende, Mitarbeiter und Alumni gleichermaßen interessant. Das Zeitungsformat wurde beibehalten, ebenso der Umfang und die Erscheinungshäufigkeit von drei bis vier Ausgaben pro Semester. Mit den Änderungen war also kein Bruch vollzogen, vielmehr zeigen sie eine Weiterentwicklung.

Längst ist die Universitäts-Zeitung nur noch ein Baustein eines umfangreichen Informationsangebotes, das die Pressestelle liefert. Nach einem ersten Start über das Campus-Informationssystem "inform" verkündete Ende 1995 eine Pressemitteilung, dass die Universität nun auch online sei: Die Universität fährt auf dem Informations-Highway! Pressemitteilungen sind seitdem online abrufbar und können als E-Mail-Newsletter abonniert werden. Und auch die Artikel der Unizeitung sind im Internet einsehbar, zurückreichend bis zur Januar-Ausgabe des Jahres 1995. Damit setzte die Pressestelle mit ihrem Produkt "muz" früh auf das neue Medium. Die Unizeitung wird also wie bisher als Zeitung gedruckt, gleichzeitig ist sie aber auch für Leser aus allen Teilen der Welt zugänglich. So müssen die Mitglieder der WWU auch im Ausland nicht auf die Lektüre verzichten und können den Kontakt zu und den Dialog mit ihrer Alma Mater aufrecht erhalten.

In diesem Sinne: ad multos annos!

    Dr. Sabine Happ,
    Universitätsarchivarin