Kinder werden Forscher

Universität und Stadt richten gemeinsam Werkstätten an Modellschulen ein

Kinder fragen den Erwachsenen gern "Löcher in den Bauch". Dieser Forscherdrang soll auch im Schulalter erhalten bleiben und für den weiteren schulischen Weg genutzt werden. Das ist der Wunsch und das Ziel der Initiatoren des Modellprojektes "Forscherwerkstätten an Grundschulen", das jetzt an den Start gegangen ist. Stadt und Universität betreuen die Forscherwerkstätten. Die Robert-Bosch-Stiftung unterstützt das Projekt finanziell und sorgt für bundesweite Kontakte zu ähnlichen Akteuren.

In den Forscherwerkstätten können rund 1000 Kinder pro Schuljahr Fragen an Natur und Dingwelt entwickeln und Wege zu ihrer Beantwortung suchen. Unterstützt werden sie dabei neben den Lehrern auch von Professoren, Dozenten und Lehrbeauftragten der Fachbereiche Physik, Chemie, Biologie und der Geowissenschaften. "Anders als bei Exkursionen erfahren die Kinder die Werkstätten als Teil ihrer Lebenswelt. Hier erleben sie, dass Naturwissenschaften und Technik in ihrem Alltag stets präsent sind", sieht Rektor Prof. Jürgen Schmidt im Projekt eine gute Basis für eine umfassende Ausbildung zukünftiger Studierender. Entsprechend behält Jörg Niehues, Sprecher der Modellschulen, eine mögliche Ausweitung der Nutzung der Forscherwerkstätten im Blick: "Die Schulen sollten auch erproben, inwieweit eine Öffnung der Werkstätten für benachbarte Kindertagesstätten praktikabel und sinnvoll erscheint."

Die Robert-Bosch-Stiftung finanziert für die ersten drei Modell-Jahre die Grundausstattung an Material, Lehrerfortbildungen, die Evaluation des Projektes oder auch anteilig Exkursionen und die Dokumentation. Die Stadt Münster stellt jährlich 25000 Euro zur Verfügung.