Konzeptforum "Normenkonkurrenz und kulturelle Ambiguität"
Normenkonkurrenz – die Koexistenz unterschiedlicher, mitunter widersprüchlicher Handlungserwartungen – dürfte in praktisch allen menschlichen Gesellschaften zu finden sein. Hillard von Thiessen hat die europäische Frühe Neuzeit als Zeitalter der Ambiguität beschrieben, in der eine besonders ausgeprägte Form von Normenkonkurrenz einen kasuistischen Umgang mit Normen, mithin Ambiguitätstoleranz generiert habe. Die produktive Spannung zwischen Normenkonkurrenz als historischer Konstante bzw. kulturell ubiquitärem Phänomen einerseits und als Epochenmerkmal der europäischen Geschichte andererseits laden zu einem interdisziplinären und transepochalen Dialog zwischen Geschichte, Anthropologie und Rechtsgeschichte ein.
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