Dorsten mit der Herrlichkeit Lembeck – Historischer Atlas westfälischer Städte 14
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  • Publikation

    In seinem 60-seitigen Textheft und mit 15 lose eingelegten Karten wird nicht nur die ältere Geschichte dieser Stadt an der Lippe behandelt, auch die Industriegeschichte seit dem 19. Jahrhundert, der Wiederaufbau nach 1945 und die gegenwärtige Struktur werden hier ausführlich dargestellt.

    Die hochmittelalterliche Entwicklung des Raums Dorsten wurde geprägt vom Einfluss des St. Viktor-Stifts in Xanten und des Erzbischofs von Köln, der die villa Durstine 1251 zur Stadt erhob. Die Lage an der Lippe ließ die Stadt rasch zu einem regional bedeutenden Wirtschafts-, Bildungs- und Verwaltungszentrum im kurkölnischen Vest Recklinghausen heranwachsen. Durch die Grenzlage zur Grafschaft Kleve und zum Fürstbistum Münster, in dem die Herren von Lembeck sich zu einem weiteren regional bedeutenden Akteur entwickelten, wurde die Stadt allerdings immer wieder in gewaltsame Auseinandersetzungen verwickelt. Insbesondere die Kriege in der Frühen Neuzeit führten zu einem wirtschaftlichen Niedergang. Neue ökonomische und städtebauliche Impulse setzte erst die Industrialisierung, vor allem der Kohlenabbau nördlich der Lippe. Mit der „Neuen Stadt Wulfen“ entstand hier seit den 1960er Jahren eine der wenigen modernen Planstädte des 20. Jahrhunderts.

    Bibliographische Angaben:

    Klein, Hartmut, Dorsten – Historischer Atlas westfälischer Städte. Band 14, hg. von der Historischen Kommission für Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte durch Thomas Tippach, Ardey-Verlag Münster 2020.

    Kartographie: Thomas Kaling

  • Interaktive Karten

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  • Kooperation

    Historische Kommission für Westfalen