

Über das Projekt
Nach den verheerenden Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs initiierte die Internationale Kommission für Städtegeschichte das multinationale Verbundprojekt "European Historic Town Atlas". Dieses Vorhaben, koordiniert durch die Atlas Working Group, hat zum Ziel, die Ursprünge und Entwicklung europäischer Städte vom Mittelalter bis zur Gegenwart zu dokumentieren und zu erforschen. Bisher wurden rund 620 Städteatlanten für über 20 Nationen erstellt (Stand 2025), die eine wichtige Grundlage für die interdisziplinäre und vergleichende historische Städteforschung bilden.
Die deutsche Forschung ist durch den Deutschen Historischen Städteatlas und den Historischen Atlas westfälischer Städte, die beide im IStG entstehen, den Rheinischen Städteatlas, den Hessischen Städteatlas sowie den Brandenburgischen Historischen Städteatlas vertreten.
Grundlage dieser umfangreichen Arbeit ist ein standardisierter Kartenkanon (Urkataster/Grundrissplan, Umlandkarten, aktuelle Stadtkarten und thematische Karten), der 1968 von Mary Doreen Lobel und Heinz Stoob, dem Gründer des IStG, entwickelt wurde. Damit liefern die Atlanten wertvolles Karten- und Quellenmaterial, das es ermöglicht, die komplexe Geschichte europäischer Städte detailliert zu analysieren und zu vergleichen.
Verbreitungskarte
Die interaktive Verbreitungskarte bietet eine Übersicht aller im „European Historic Towns Atlas“ bearbeiteten Orte inklusive bibliographischer Informationen und Links zu den Projektseiten mit weiterführenden Informationen. Dies ist vor allem deshalb eine sinnvolle Hilfe, weil nicht jeder der aufgenommenen Orte in einer eigenen Stadtmappe behandelt ist. Zudem ist der in den nationalen Teilprojekten bearbeitete Raum nicht immer identisch mit den heutigen staatlichen Territorien.
