Bad Fredeburg (Schmallenberg) – Historischer Atlas westfälischer Städte 16
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    Die territoriale Gemengelage im südlichen Westfalen bestimmte die Entstehungsgeschichte Fredeburgs. Die Edelherren von Bilstein versuchten, mit dem Erwerb der Freigrafschaft Fredeburg ihren Einflussbereich gegen die Grafen von Arnsberg zu erweitern. Zur Absicherung der Herrschaftsansprüche legten die Edelherren von Bilstein zunächst die Burg und wahrscheinlich zu Beginn des 14. Jahrhunderts die Stadt an. Mit dem Aussterben der Bilsteiner fiel die Stadt an die Grafen von der Mark, die nach der Soester Fehde auf diesen Stützpunkt im südlichen Westfalen verzichteten. Mit dem Übergang an Kurköln entfiel die Grenzlage, sodass Burg und Stadt zunehmend an Bedeutung verloren. Mehrere Stadtbrände verwüsteten den Ort. 1810 erfolgte eine Neuanlage der Stadt nördlich der Burg. Im 19. Jahrhundert erlebte Fredeburg einen beschränkten ökonomischen Aufschwung durch Tabakverarbeitung, Schwammherstellung und Schieferabbau. Im 20. Jahrhundert wirkte sich der aufkommende Fremdenverkehr positiv aus. Die Stadt setzte auf eine Entwicklung zum „Bad“ – ein Ziel, das durch die Einrichtung von Kurkliniken und mit der Erhebung zum Kneippheilbad 1995 erreicht wurde.

    Bibliographische Angaben:

    Reininghaus, Wilfried, Bad Fredeburg – Historischer Atlas westfälischer Städte. Band 16, hg. von der Historischen Kommission für Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte durch Thomas Tippach, Ardey-Verlag Münster 2023.

    Kartographie: Tobias Kniep

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  • Kooperation

    Historische Kommission für Westfalen