

Publikation
Die Gründung der Stadt Blomberg in der Mitte des 13. Jahrhunderts erfolgte im Kontext der Konkurrenzsituation zwischen den Edelherren zur Lippe und den Pyrmonter sowie Schwalenberger Grafen. Die Stadt, für deren Entwicklung die Burg eine entscheidende Rolle spielte, wurde seit der Mitte des 14. Jahrhunderts zu einer der wichtigsten Residenzstädte der Edelherren zur Lippe. Seit Beginn des 17. Jahrhunderts verlor die Stadt zunehmend ihre zentralörtliche Funktion, aber ökonomisch blieb ein relativ starkes Exportgewerbe prägend, das v. a. von der Tischlerei getragen wurde. Daraus entwickelte sich im 19. Jahrhundert eine blühende holzverarbeitende Industrie, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ihren Niedergang erlebte. Heute ist die Stadt, deren historischer Ortskern zahlreiche denkmalgeschützte Häuser aufweist, Standort bedeutender Elektroindustrie.
Bibliographische Angaben:
Meier, Ulrich/Heinrich Stiewe, Blomberg – Historischer Atlas westfälischer Städte. Band 15, hg. von der Historischen Kommission für Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte durch Thomas Tippach, Ardey-Verlag Münster 2022.
Kartographie: Tobias Kniep
Interaktive Karten
Kooperation
Historische Kommission für Westfalen
