18. Münsteraner Schulsportgespräch mit Rüdiger Klupsch-Sahlmann

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Zum Thema „Von der Überpädagogisierung zur Bewegungsfreude - bewegungspädagogische Perspektiven für den Bewegungs-, Spiel- und Sportunterricht“ hält Rüdiger Klupsch-Sahlmann (Leitender Regierungsschuldirektor a.D.) am 23.11.2016 (18.00-20.00 Uhr) einen Vortrag im Rahmen des 18. Münsteraner Schulsportgesprächs von sport-lernen.de. Die Veranstaltung findet im Leo 21 (s. sport.wwu.de/anreiseleo) statt und ist kostenlos. Eingeladen sind alle Akteure des Schulsports, insbesondere Studierende, Lehramtsanwärterinnen und -anwärter, Sportlehrkräfte aller Schulformen und -stufen, Fachleiterinnen und Fachleiter, Lehrkräfte der Universität und sonstige Interessierte.

Expose des Vortrages:

Ausgehend von Unterrichtsbeobachtungen soll aufgezeigt werden, welche Auswirkungen ein falsches Verständnis der Konkretisierung von ‚Pädagogischen Perspektiven‘ (vgl. Rahmenvorgaben für den Schulsport in NRW) bei der Planung und Durchführung im Alltag des Bewegungs-, Spiel- und Sportunterrichts haben kann. Diese als Überpädagogisierung bezeichnete Fehlentwicklungen reflektierend werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie die subjektiven Bewegungsbedürfnisse von Schülerinnen und Schülern verstärkt in das erzieherische Handeln von Lehrkräften einbezogen werden können, um individuell bedeutsame Bewegungserfahrungen zu ermöglichen. Nur so werden Chancen für Bewegungsfreude eröffnet, verstanden als ein völliges Eingebundensein und Aufgehen im Bewegen, wenn eine Bewegungsabsicht mit Leichtigkeit verwirklicht wird und sich ein Gefühl einstellt, das möglichst nicht enden soll. Insofern unterscheidet sich Bewegungsfreude als individuell bedeutsame Erfahrung in der inneren Wirksamkeit deutlich vom Spaß und gewinnt genau daraus eine entwicklungsförderliche und somit bewegungspädagogische Bedeutung.