Kinder stark machen im Bevölkerungsschutz


Die Auseinandersetzung mit Bevölkerungsschutz kann Kinder dabei unterstützen, Gefahrensituationen in ihrer Lebenswelt besser zu verstehen und angemessen zu bewältigen. Doch wie können Grundschulkinder auf einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Gefahren- und Krisensituationen vorbereitet werden, ohne Ängste zu erzeugen?
Mit dieser Frage beschäftigt sich das Kooperationsprojekt „Kinder stark machen im Bevölkerungsschutz“ mit der Bezirksregierung Münster, der Stiftung Westfalen-Initiative für Eigenverantwortung und Gemeinwohl sowie dem DRK-Landesverband Westfalen-Lippe. Ziel ist die Entwicklung und Evaluation fachlich und fachdidaktisch fundierter Unterrichtsmaterialien für den Sachunterricht der Grundschule.
Im Mittelpunkt stehen lebensweltlich relevante Themen wie Feuer und Strom. Dabei setzt das Projekt bewusst nicht bei dramatisierenden Katastrophenszenarien an. Kinder sollen zunächst grundlegende Zusammenhänge verstehen und auf dieser Grundlage geeignete Handlungsmöglichkeiten entwickeln. Wer beispielsweise die Bedingungen einer Verbrennung kennt, kann besser beurteilen, wie Brände verhindert oder gelöscht werden können.
Die Materialien werden am Institut für Didaktik des Sachunterrichts im Rahmen eines Design-Based-Research-Ansatzes entwickelt, in schulischen Kontexten erprobt und auf Grundlage der Rückmeldungen von Schüler*innen und Lehrkräften überarbeitet. Perspektivisch sollen sie als frei zugängliche Open Educational Resources für Grundschulen bereitgestellt werden.