Prof. Dr. Nicola Meschede

 

Forschungsprojekte

ViU:PViu:P
Projektlogo ViU:P
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ViU:Performanz

Im Mittelpunkt des Projekts ViU:P (Videobasierte Unterrichtsanalyse, Fokus Performanz) stehen verschiedene Facetten der professionellen Kompetenz und des Unterrichtshandelns von Lehrkräften im naturwissenschaftlichen Sachunterricht. Dabei soll die gesamte Wirkungskette von Professionswissen, Unterrichtsqualität und Schülerleistung in den Blick genommen werden. Von besonderem Interesse ist in diesem Zusammenhang die professionelle Unterrichtswahrnehmung, also die Fähigkeit, bedeutsame und lernrelevante Ereignisse im Unterrichtsverlauf vor dem Hintergrund des professionellen Wissens zu erkennen und zu interpretieren (Sherin, 2007). Im Folgenden finden Sie sowohl Informationen für Lehrkräfte, die sich für eine Teilnahme am Projekt interessieren, als auch eine detaillierte Beschreibung des wissenschaftlichen Vorhabens.

Logo des Projekts BekoSU
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Bewertungskompetenz im Sachunterricht (BekoSU)

Soll die Blumenwiese auf unserem Schulhof erhalten bleiben oder eine Kletterlandschaft gebaut werden? Sollen wir Schul-T-Shirts aus Bio-Baumwolle oder aus Baumwolle anschaffen?

Solche komplexen Problemsituationen können Teil BNE-orientierter Unterrichtseinheiten im Sachunterricht sein. Die „[…] Fähigkeit, sich in komplexen Problemsituationen begründet und systematisch bei unterschiedlichen Handlungsoptionen zu entscheiden […]“ (Bögeholz 2007, S. 209) wird als Bewertungskompetenz bezeichnet.  Bewertungskompetenz kann u.a. innerhalb eines kritisch-emanzipatorischen Verständnisses einer BNE mit dem Ziel der Ausbildung einer Gestaltungs-kompetenz (de Haan, 2008) verortet werden. 

Bewertungskompetenz scheint somit relevant für den Sachunterricht zu sein, jedoch fehlen empirische Hinweise zur Ausbildung dieser Kompetenz im Primarbereich (z.B. Gaubitz, 2018; 2024). Ausgehend von psychologischen Modellen sowie fachdidaktischen Modellen und Befunden aus dem Sekundar- und Tertiärbereich ist zu erwarten, dass auch Grundschulkinder von einer Förderung der Bewertungskompetenz profitieren würden. Allerdings gibt es bislang kein Kompetenzmodell und Instrument zur Messung der Bewertungskompetenz im Primarbereich. 
 

Logo des Projekts SPEAK
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Förderung von Fachwissen und Erklärqualität durch die Erstellung von Podcasts im Sachunterricht (SPEAK)

Naturwissenschaftliches Fachwissen ist ein zentraler Bestandteil naturwissenschaftlicher Grundbildung und entsprechend ein zentrales Ziel des Sachunterrichts. Studien deuten darauf hin, dass der Prozess des Erklärens den Erwerb von Fachwissen unterstützen kann. Jedoch weisen Grundschulkinder heterogene Erklärkompetenzen auf, die in der Grundschule für weitere Lernprozesse vorausgesetzt, aber selten explizit gefördert werden. Auch für den Sachunterricht wurde bislang kaum untersucht, wie das Erklären gefördert werden kann und wie dies mit der Entwicklung von Fachwissen zusammenhängt. Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt, inwiefern das Fachwissen und die Erklärqualität von Viertklässler:innen durch die Erstellung von eigenen Podcasts zu einem naturwissenschaftlichen Lerngegenstand im Sachunterricht weiterentwickelt werden können. Das Erstellen eigener Podcasts stellt dabei einen innovativen, aber wenig erforschten Zugang zur Förderung von fachinhaltlichen und sprachlichen Kompetenzen dar.

  • Abgeschlossene Forschungsprojekte

    Logo des Projekts ComeMINTLogo des Projekts ViFoNet
    Logo des Projekts ViFoNet
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    ViFoNet – Videobasierte Fortbildungsmodule zum digital gestützten Unterrichten

    Teilprojekt ProVision@UniMünster

    Das Verbundprojekt ViFoNet zielt auf die forschungsbasierte Erstellung, Durchführung, Evaluation und Dissemination videobasierter Fortbildungsmodule zum digital gestützten Unterrichten. Das Teilprojekt ProVision@UniMünster zielt vor allem auf die Weiterentwicklung des Videoportals ProVision der Universität Münster zu einer videobasierten Fortbildungsplattform für die dritte Phase der Lehrkräftebildung. Darüber hinaus verantwortet das Teilprojekt die Erstellung neuer Unterrichtsvideos zum digital gestützten Unterrichten, die Entwicklung videobasierter Aufgabenformate sowie die Konzeptualisierung bzw. Anpassung von Evaluationsinstrumenten für die standortspezifische und –übergreifende Evaluation der Fortbildungsmodule.

    Logo des Projekts ComeMINTLogo des Projekts ComeMINT
    Logo des Projekts ComeMINT
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    ComeMINT-Netzwerk. fortbilden durch vernetzen - vernetzen durch fortbilden.

    Gelingensbedingungen adaptiver MINT-Fortbildungsmodule in Community Networks (ComeMINT)

    Digitalen Medien wird ein besonderes Potential für die Gestaltung eines qualitätsvollen Unterrichts und die Förderung fachspezifischer Lernprozesse zugesprochen (Eickelmann & Gerick 2020). Studien zeigen jedoch, dass Lehrkräfte digitale Medien nur selten zur Umsetzung von Unterrichtsqualitätsdimensionen wie der kognitiven Aktivierung nutzen (Quast et al., 2021).
    Vor diesem Hintergrund zielen die ComeNets Sachunterricht (Prof. Dr. Anna Windt, Prof. Dr. Nicola Meschede) und Mathematik (Prof. Dr. Marcus Nührenbörger, Prof. Dr. Daniel Walter) des Projektverbunds ComeMINT-Netzwerk auf die Professionalisierung von Grundschullehrkräften für einen fachbezogenen und fachübergreifenden Einsatz digitaler Medien unter Berücksichtigung der Basisdimensionen guten Unterrichts. Hierzu wird ein Fortbildungskonzept mit Input-, Erprobungs- und Reflexionsphasen entwickelt und im Design-Based-Research-Ansatz evaluiert. Thematisch liegt der Fokus im Sachunterricht auf dem Experimentieren. In besonderer Weise wird dabei die Bedeutung der Fach- bzw. Themenspezifität von Fortbildungen für den Transfer in die Praxis bei Lehrpersonen mit unterschiedlichen Voraussetzungen untersucht.
    ComᵉMINT ist ein bundesweiter Projektverbund aus 14 Hochschulen, der im lernen:digital Kompetenzzentrum MINT verortet ist.

    Qlb Video (2. Projektphase)Qlb Video (2. Projektphase)
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    Videobasierte Lehrmodule als Mittel der Theorie-Praxis Integration

    Teilprojekt 3 in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung an der WWU (2. Förderphase)

    Im Rahmen der 2. Förderphase (2019-2023) des Teilprojekts 3 "Videobasierte Lehrmodule als Mittel der Theorie-Praxis Integration" der Qualitätsoffensive Lehrerbildung soll die Theorie-Praxis-Integration in universitären Lehrveranstaltungen zur Lehrerbildung durch den Einsatz von Videos weiter ausgebaut werden. Im Teilprojekt Sachunterricht werden in diesem Zusammenhang eigene Unterrichtsvideografien eingesetzt. Der Fokus liegt auf der Förderung der professionellen Wahrnehmung in Bezug auf die Diagnostik heterogener Lernvoraussetzungen von Schülerinnen und Schülern. Ziel ist die Entwicklung, Implementation und Evaluation eines entsprechenden Seminars im Praxissemester, welches vielfältige Möglichkeiten zur eigenen Videografierung bietet. Die im Rahmen der ersten Förderphase erstellten Unterrichtsvideografien und Lehrkonzepte dienen dabei als Grundlage der Seminarentwicklung. 

    Logo des Projekts ProdiviS
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    Verbundprojekt: Förderung der professionellen Wahrnehmung in digitalen, videobasierten Selbstlernmodulen - ProdiviS

    Teilvorhaben: Mehrperspektivische Wahrnehmung von Klassenführung und Lernunterstützung im Sachunterricht

    Im Verbundprojekt ProdiviS sollen an den Standorten Köln, Berlin und Münster drei aufeinander bezogene digitale, videobasierte Selbstlernmodule zur Schulung der professionellen Unterrichtswahrnehmung entwickelt und evaluiert werden. Mit diesen Modulen kann eine basale professionsbezogene Kompetenz in Praxisphasen der Lehrkräftebildung adaptiv gefördert werden.
    Das am Standort Münster zu entwickelnde Selbstlernmodul fokussiert inhaltlich auf das Zusammenwirken von Klassenführung und Lernunterstützung im naturwissenschaftlichen Sachunterricht. Damit wird die Förderung einer mehrperspektivischen professionellen Unterrichtswahrnehmung angestrebt. Auf Basis des digitalen Cognitive-Apprenticeship-Ansatzes werden im Rahmen der Selbstlernmodule digitale Unterstützungstools des Modeling und Prompting eingesetzt, um das selbstregulierte und adaptive Bearbeiten der Module zur Förderung einer professionellen Unterrichtswahrnehmung zu erleichtern.

    Evaluiert werden die Usability der Selbstlernmodule und die inkrementelle Wirksamkeit der Unterstützungstools gegenüber einem Basis-Selbstlernformat und einem Blended-Learning-Format.
     

    Adaptivitaet2Adaptivitaet2
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    Adaptivität in Unterrichtsgesprächen des naturwissenschaftlichen Sachunterrichts

    Die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern gilt als zentrales Ziel von Unterricht. Eine Möglichkeit, diese zu realisieren, wird zunehmend mit dem Begriff der Adaptivität beschrieben. Adaptives Lehrkrafthandeln wird als Passung zwischen Lernangebot und individuellen Voraussetzungen von Schülerinnen und Schülern verstanden. Ziel des Kooperationsprojekts mit der Goethe-Universität Frankfurt (Dr. Susanne Mannel, Prof. Dr. Ilonca Hardy) ist es, anhand eines Ratings der Adaptivität in Unterrichtsgesprächen, den Wissenszuwachs von Schülerinnen und Schülern im naturwissenschaftlichen Sachunterricht der Grundschule vorherzusagen und somit die Bedeutung adaptiven Lehrkräftehandelns im Unterrichtsdiskurs näher zu bestimmen.

    Modellieren Und VergleichenModellieren Und Vergleichen
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    Förderung der professionellen Unterrichtswahrnehmung im Bereich individueller Förderung durch Modellieren und Vergleichen

    Die professionelle Unterrichtswahrnehmung beschreibt das selektive Erkennen und wissensbasierte Interpretieren lernrelevanter Unterrichtssituationen und gilt als wichtige Komponente der Lehrerkompetenz. Erste Studien zeigen, dass durch videobasierte Lernumgebungen die professionelle Wahrnehmung bereits in der ersten Phase der Lehrerbildung angebahnt werden kann. Dennoch gibt es noch immer wenige Erkenntnisse darüber, welche konkreten Elemente der Lernumgebungen zur Förderung beitragen. Das Projekt zielt auf die Untersuchung von Unterstützungsmaßnahmen des Modellierens und Vergleichens, die sich in anderen Lernkontexten als bedeutsam erwiesen haben, für die videobasierte Analyse von Unterricht bislang jedoch kaum untersucht wurden.