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CryoEM-SoN

CryoEM-SoN ist die Kryo-EM-Einrichtung am Center for Soft Nanoscience (SoN) der Universität Münster.

Die Kryo-EM-Einrichtung bietet Forschern der Universität Münster sowie externen Nutzern Zugang zu modernsten Kryo-EM-Geräten.
Die Einrichtung umfasst Laborräume und einen Bereich zur Probenvorbereitung sowie die folgenden Elektronenmikroskope:
-Transmissionselektronenmikroskop (TEM) Talos L120C. 
-Titan Krios G4 300 kV TEM 
-Aquilos 2+ FIB-SEM 
Weitere Informationen zu den Geräten finden Sie im Abschnitt „Instrumente“. 
Alle Gruppen der Universität Münster sowie externe Nutzer sind herzlich eingeladen, die Kryo-EM-Plattform zu nutzen. 
Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen. 

 

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© UM - E. Schulze Averbeck

Am Center for Soft Nanoscience (SoN) der Westfälische Wilhelms-Universität Münster wurde am 19. April ein hochmodernes Kryoelektronenmikroskop (Kryo-EM) offiziell eingeweiht. Das Gerät gehört zu den leistungsstärksten weltweit und wird unter der Leitung von Christos Gatsogiannis von rund 20 Forschungsgruppen aus Medizin, Biologie und Chemie genutzt.
Das Kryo-EM ermöglicht die Darstellung kleinster Zellbestandteile bis hin zu einzelnen Atomen. Dadurch können Forschende die Struktur und Funktion von Proteinen untersuchen sowie besser verstehen, wie Krankheiten in Zellen entstehen.
Für die Anschaffung der Geräte stellten die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Land Nordrhein-Westfalen insgesamt 7,5 Millionen Euro bereit. Zur Ausstattung gehören außerdem ein Screening-Elektronenmikroskop und ein spezielles Mikroskop zur Probenpräparation.
Das SoN bietet ideale Bedingungen für den Betrieb des empfindlichen Geräts: Das Labor ist gegen Erschütterungen und Magnetfelder abgeschirmt, um präzise Messungen zu ermöglichen.
Hintergrund: Die Kryoelektronenmikroskopie untersucht Proben bei etwa −196 °C. Durch das schnelle Einfrieren bleiben biologische Strukturen nahezu unverändert erhalten. Für die Entwicklung dieser Methode erhielten Jacques Dubochet, Joachim Frank und Richard Henderson 2017 den Chemie-Nobelpreis.
Kurz gesagt: Das neue Kryo-EM stärkt die internationale Spitzenforschung der Universität Münster und ermöglicht detaillierte Einblicke in die Struktur und Funktionsweise von Zellen und Proteinen.