Religiöse Prägung der Wohlfahrtsstaaten

Prof. Dr. Philip Manow
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Über religiöse Einflüsse auf die europäischen Wohlfahrtsstaaten hat der Bremer Politikwissenschaftler Prof. Dr. Philip Manow in der Ringvorlesung „Religionspolitik heute“ des Exzellenzclusters und des Centrums für Religion und Moderne (CRM) der WWU gesprochen. „Die entwickelten Wohlfahrtsstaaten des Westens entstanden zwar in Reaktion auf die volle Durchsetzung des Kapitalismus“, sagte der Wissenschaftler, „ihre institutionelle Genese war aber im Regelfall auch geprägt von der zweiten großen Spannungslinie, die diese Gesellschaften im 19. und 20. Jahrhundert beherrscht: dem Staat-Kirche-Konflikt.“ Wie sich der Konflikt im institutionellen Gefüge des Wohlfahrtsstaats niedergeschlagen habe, sei jedoch nicht ganz offensichtlich. Die Ausführungen kommentierte der Theologe und Sozialethiker Prof. Dr. Karl Gabriel aus Münster.

Vortrag von Politikwissenschaftler Prof. Dr. Philip Manow „Die religiöse Prägung des bundesdeutschen Wohlfahrtsstaats im europäischen Vergleich“

Der Kommentar zum Vortrag von Theologe und Sozialethiker Prof. Dr. Karl Gabriel

Die öffentliche Reihe befasste sich mit aktuellen Fragen der Religionspolitik. Ziel der Vorträge und Podien war es, Grundsatzfragen sowie aktuelle Konflikte und Lösungen zu erörtern, auch im internationalen Vergleich. Die Reihe brachte Wissenschaft, Politik, Religionen und Weltanschauungsgemeinschaften durch Vorträge und Podiumsdiskussionen ins Gespräch. Veranstalter der öffentlichen Vortragsreihe waren der Exzellenzcluster und das Centrum für Religion und Moderne (CRM) der Universität Münster.

Mehr Informationen zum Vortrag vom 21. Juni 2016 finden sich auf der Website des Exzellenzclusters. Journalisten können sich bei Interesse an sendefähigen O-Tönen an das Zentrum für Wissenschaftskommunikation unter der Telefonnummer +49 251/83-23376 oder per E-Mail an religionundpolitik@uni-muenster.de wenden.