Knowhow erwerben: Studieren im fernen Land

Chinesische Auslandsstudierende - Heute und Früher
Chinesische Auslandsstudierende - Heute und Früher
© Nina Romming

Um mit dem technologischen Fortschritt anderer Staaten mithalten zu können, werden chinesische Studierende schon früh in die Ferne geschickt. Trotz mancher Rückschläge steigt die Zahl derer, die ein Studium im Ausland aufnehmen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schickt das chinesische Kaiserreich 120 junge Chinesen in die USA, damit sie sich an Universitäten der Ostküste militär- und schiffstechnologische Kenntnisse aneignen sollen. Solche Kenntnisse fehlen in China, wie sich in den verheerend verlorenen Opium-Kriegen (1839–1842 und 1856–1860) gezeigt hat. Zwar scheitert diese sogenannte „China Educational Mission“ nach knapp zehn Jahren, doch markiert sie den Beginn des staatlich wie privat finanzierten Auslandsstudiums von Chinesen.

So werden 1876 sieben chinesische Offiziere zur Schulung an Waffen nach Bochum, Wilhelmshaven und Kiel entsendet, die ersten chinesischen Auslandsstudenten in Deutschland. Aktuell studieren rund 40.000 Chinesinnen und Chinesen an deutschen Hochschulen. Unter den ca. 3.700 ausländischen Studierenden an der WWU stellen Studierende aus der VR China die größte Gruppe. Migration zu Bildungszwecken gibt es aber nicht nur nach Deutschland, die Deutschen gehen dafür ebenso ins Ausland. 2012 sind es 140.000.

Beitrag der Sinologie in der Ausstellung "Kleine Fächer - Große Potenziale",
Themenfeld Migration,  im Archäologischen Museum der WWU.