Modus Vivendi

Internationale Tagung der Kolleg-Forschergruppe „Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik“

Programm
© Stefan Klatt

Die politische Theorie des „Modus Vivendi“ steht im Mittelpunkt einer gleichnamigen Tagung der Kolleg-Forschergruppe „Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik“. Politische Theoretiker und Theoretikerinnen interessieren sich seit einiger Zeit für die Idee eines Modus Vivendi als akzeptable oder erstrebenswerte Grundlage für politische Ordnungen oder als Zugang zu einem Verständnis solcher Ordnungen. Die Konferenz beleuchtet sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Probleme einer politischen Theorie des Modus Vivendi. Sie nimmt in den Blick, wie eine solche Theorie verstanden und weiterentwickelt werden kann, was ihre Grenzen und Herausforderungen sind und in welchem Verhältnis sie zu anderen politischen Ideen und Theorien steht.

Die Vorträge befassen sich mit der Beziehung zwischen Modus Vivendi und Liberalismus, politischer Stabilität, dem Gesellschaftsvertrag, Pluralismus, politischen Institutionen, Toleranz, politischem Realismus und politischer Legitimität. Ebenfalls geht es darum, die Überlegungen zum Modus Vivendi in einem breiteren theoretischen und praktischen Kontext zu verorten.

Zu den Organisatoren der internationalen Tagung gehört der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Ulrich Willems vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“. Ein intensiver Austausch verbindet den Forschungsverbund mit der Kolleg-Forschergruppe.

Die Vorträge sind vom 8. bis 10. Juli im Festsaal der Universität Münster, Schlossplatz 5, zu hören. Interessierte können sich bis zum 3. Juli per Mail an casb@wwu.de anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos, allerdings sind die Plätze begrenzt. (exc/ska)

Programm

Mittwoch, 8. Juli

10:00-10:30 Welcome and Introduction John Horton, Keele / Ulrich Willems, Münster
10:30-11:30 Political Thought between Finality and Indeterminacy Michael Freeden, Oxford
12:00-13:00 Modus Vivendi Liberalism: The View Outward David McCabe, Hamilton
14:15-15:15 Public Reason and Reconciliation Steven Wall, Tucson
15:45-16:45 Modus Vivendi and Political Legitimacy John Horton, Keele
16:45-17:45 On Realist Legitimacy Fabian Wendt, Hamburg

Donnerstag, 9. Juli

09:30-10:30 The Circumstances and Uses of Modus Vivendi Ulrich Willems, Münster
11:00-12:00 Modus Vivendi and Toleration Michael Kühler, Münster
12:00-13:00 Modus Vivendi beyond the Social Contract Thomas Fossen, Leiden
14:15-15:15 Motives and Modus Vivendi Katherine J. Schweitzer, Reno
15:45-16:45 Modus Vivendi and the Issue of Stability Roberta Sala, Milano
16:45-17:45  Institutions of Modus Vivendi Politics Manon Westphal, Münster

Freitag, 10. Juli

09:30-10:30  Understanding vs Governing Pluralism Enzo Rossi, Amsterdam
11:00-12:00 Modus vivendi in a liberal framework Thomas Gutmann, Münster
12:00-13:00  Normative Dimensions of Modus Vivendi Fabian Wenner, Münster
14:15-15:15 If Modus Vivendi is the Answer, what is the Question? Matt Sleat, Sheffield
15:45-16:45 Artes Moriendi: Death and the State Glen Newey, Leiden