Historiker Kühnel für „Opus Primum“ nominiert

VolkswagenStiftung vergibt Preis für die beste wissenschaftliche Nachwuchspublikation

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Dr. Florian Kühnel

© Jessica Simon

Historiker Dr. Florian Kühnel, Absolvent der Graduiertenschule des Exzellenzclusters „Religion und Politik“, ist für den Förderpreis „Opus Primum“ der VolkswagenStiftung nominiert. Seine Studie „Kranke Ehre? Adlige Selbsttötung im Übergang zur Moderne“ ist eins von zehn Büchern auf der Shortlist. Die Auszeichnung für die beste wissenschaftliche Nachwuchspublikation des Jahres soll nach Stiftungsangaben den wissenschaftlichen Nachwuchs stärken und unterstreichen, dass Wissenschaftskommunikation eine zentrale Aufgabe für die deutsche Forschung ist. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben. Das Preisgeld soll der Weiterbildung, dem Besuch von Konferenzen oder der Anschaffung von Literatur dienen.

Buchcover „Kranke Ehre? Adlige Selbsttötung im Übergang zur Moderne“

Buchcover

© Oldenbourg Verlag

Die Studie „Kranke Ehre?“ befasst sich mit Selbsttötungen Adeliger im Übergang von Frühneuzeit zur Moderne. Für die Dissertation, die im Oldenbourg Verlag erschienen ist, hat Kühnel Suizide im Adel des 18. und frühen 19. Jahrhunderts erforscht, insbesondere in Abschiedsbriefen von Verstorbenen. Zehn Bücher hat eine Vorjury für die Endauswahl aus mehr als fünfzig eingesandten Titeln ausgewählt. Welches Buch am Ende die Auszeichnung erhält, entscheidet der Beirat der VolkswagenStiftung. Verliehen wird „Opus Primum“ zusammen mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis am 7. November 2013 im Schloss Herrenhausen in Hannover.

Dr. Florian Kühnel war bis 2011 Doktorand der Graduiertenschule des Exzellenzclusters. Seitdem ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Er forscht im DFG-Projekt „Die diplomatische persona im politischen Ritual: Westeuropäische Gesandtschaftsberichte aus dem Osmanischen Reich“. (VolkswagenStiftung/bhe)

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