Stifterinnen in Byzanz

Neuer Tagungsband über den Einfluss und Stellenwert von Frauen im byzantinischen Reich

Buchcover „Female Founders in Byzantium and Beyond“

Buchcover

© Böhlau Verlag

Mit dem Stiftungswesen von Frauen im byzantinischen Reich befasst sich ein neuer Band des Byzantinisten Prof. Dr. Michael Grünbart. Das Buch mit dem Titel „Female Founders in Byzantium and Beyond“ (Stifterinnen in Byzanz und außerhalb) ist im Böhlau Verlag erschienen. „Im Mittelpunkt stehen Gründungen und Erneuerungen von Kirchen und Klöstern, aber auch die reiche Ausstattung des liturgischen Raumes mit sakralen Gegenständen, die auf Initiativen von Frauen zurückgingen“, erläutert Prof. Grünbart, der den Band gemeinsam mit den Byzantinistinnen Prof. Dr. Lioba Theis aus Wien und Prof. Dr. Margaret Mullett aus Washington, D.C., herausgegeben hat.

Erstmals werden in dem Band auch die viel zahlreicheren kleinen Stiftungen sowie liturgische Gaben wie Brot und Licht berücksichtigt, ohne die die Gestaltung des religiösen Alltags nicht hätte existieren können, wie Prof. Grünbart darlegt. Die Betrachtung erfolge bewusst aus geschlechtsspezifischer Perspektive. „Trotz vermehrter Genderforschung der vergangenen Jahre fehlt bisher der vergleichende Blick auf die Frage nach dem rechtlichen und ökonomischen Potential, welches Frauen in Byzanz einsetzen konnten, um eigenständigen Einfluss auszuüben“, so der Wissenschaftler. Das Buch trägt Ergebnisse einer Tagung zusammen, die 2008 in Wien stattfand. (han)

Hinweis: Lioba Theis, Margaret Mullett und Michael Grünbart (Hgg.), Female Founders in Byzantium and Beyond, Wien u.a.: Böhlau Verlag, 2013, ISBN: 978-3-205-78840-9, 464 Seiten, 69 Euro.

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