Innovationspreis für Historikerin Stollberg-Rilinger

Wissenschaftsministerin würdigt bei der Preisverleihung Verdienste der Geisteswissenschaften

News-nrw-innovationspreis-2012

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Preisträgerin Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger (v.l.)

© lokomotiv.de

Die Sprecherin des Exzellenzclusters „Religion und Politik“, Historikerin Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger, ist mit dem Innovationspreis 2012 des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. Sie erhielt ihn für herausragende Leistungen in der geschichtswissenschaftlichen Forschung in der Kategorie „Ehrenpreis“, wie NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze in Düsseldorf bei der festlichen Preisverleihung in der Kunstsammlung K21 sagte. „Barbara Stollberg-Rilinger steht für einen ganzheitlichen, auch Kulturen und Kommunikationsformen der Gesellschaft erfassenden Blick auf historische Prozesse.“ Ein Video des Ministeriums porträtiert die Preisträgerin und ihr Forschungsfeld.

Die Preisträgerin zeige durch ihre Forschungen, dass Kommunikationsformen, Rituale und Symbole wesentliche Bedeutung für Politik und Gesellschaft hätten und einen wichtigen Schlüssel zum Verständnis von gesellschaftlichen Veränderungsprozessen darstellten. „Damit liefert sie Rüstzeug, um auch die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit meistern zu können.“ Barbara Stollberg-Rilinger dankte für die Auszeichnung und sagte: „Ich sehe den Preis, der bislang vielfach an Forscher aus Technik und Industrie vergeben wurde, als Anerkennung meines geisteswissenschaftlichen Engagements und als Ehrung des Exzellenzclusters.“

Der Ehrenpreis gehört zu den bedeutendsten deutschen Forschungspreisen. 2011 hatte Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker vom Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie diese Ehrung erhalten. Barbara Stollberg-Rilinger habilitierte sich nach Studium und Promotion 1994 an der Universität Köln mit dem Thema „Vormünder des Volkes? Theorien landständischer Repräsentation vom Westfälischen Frieden bis zum Ende des Alten Reiches“. 1997 übernahm sie die Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit am Historischen Seminar der Universität Münster. 2005 erhielt sie den Leibniz-Preis und 2007 das Bundesverdienstkreuz am Bande. (upm/han)