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Goldschmiede-Workshops im LWL-Landesmuseum zur Ausstellung „Goldene Pracht“

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Goldschmiedekunst selbst gemacht: Zur Ausstellung „Goldene Pracht“ bietet die Kunstvermittlung des LWL-Landesmuseums ein vielfältiges Programm.

© LWL

Hammer, Feilen und Sägen liegen bereit und sobald die ersten Workshops beginnen, wird ein feiner Goldstaub den Goldenen Pavillon auf dem Domplatz umhüllen. Zur Ausstellung „Goldene Pracht. Mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen“ (26.2. bis 28.5.2012) im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster und in der Domkammer der Kathedralkirche St. Paulus ist ein vielseitiges Programm mit Goldschmiede-Workshops für Erwachsene geplant. Die Mitmachkurse führen in die grundlegenden Techniken des Goldschmiedehandwerks ein. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt von LWL-Landesmuseum, Bistum Münster und dem Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU).

„Für das umfangreiche Workshop-Angebot zum ältesten Metallhandwerk der Welt stehen allen Interessierten ausgewiesene Spezialisten der Goldschmiedekunst zur Seite“, erläutert Ingrid Fisch, die die Abteilung Kunstvermittlung des LWL-Landesmuseums leitet. Interessierte können in Tages- und Wochenendworkshops verschiedene Techniken der Goldschmiedekunst wie Ziselieren und Ornamentieren kennenlernen und eigene kleine Stücke gestalten. Die Goldschmiedin Yvonne Schulte hat ihre Gesellenprüfung als Innungsbeste abgelegt und bildete sich zur Gestalterin im Handwerk weiter. Seit 2005 ist sie als freischaffende Künstlerin und Dozentin tätig. Georg Schulte legte seine Meisterprüfung 2003 mit Auszeichnung ab. Neben seinem eigenen Atelier übernahm er zusätzlich eine leitende Position bei einem münsterschen Juwelier und lehrt  an verschiedenen Akademien.

Ringe, Anhänger oder Lesezeichen selbst herstellen

Donnerstagabends wird er in einem fortlaufenden Kurs über acht Veranstaltungen Einblick in die grundlegenden Techniken des Goldschmiedehandwerks geben. Die Teilnehmer haben Ruhe und Zeit, in kleiner Runde ihre eigenen Entwürfe für ein individuelles Schmuckstück umzusetzen. „In dem Kursus sind nur noch wenige Plätze frei“, so Ingrid Fisch. Ihr Tipp: „Die Wochenend-Workshops zum Schmieden, Ornamentieren, Ziselieren und Emaillieren können beliebig kombiniert werden.“ Sie bieten die Möglichkeit, sich jeweils Samstagnachmittag und Sonntagvormittag einer speziellen Technik der Goldschmiedekunst zu widmen.

Für diejenigen, die weniger Zeit zur Verfügung haben, sind Tagesworkshops geplant. Jeweils mittwochs werden Schmuckstücke zu unterschiedlichsten Themen in Kleingruppen von bis zu zehn Personen hergestellt. „Ringe, Anhänger, Lesezeichen oder Schlüsselanhänger entstehen unter intensiver Betreuung nach Vorlagen “, berichtet Ingrid Fisch. Da die Plätze begrenzt sind und die Nachfrage groß ist, wird um Anmeldung bis spätestens eine Woche vor Beginn des Kurses gebeten. Die Tagesworkshops können Gruppen auch individuell buchen. Wer sich für das Goldschmieden interessiert, aber nicht selbst kreativ werden möchte, erhält dazu an mehreren Samstagen Gelegenheit. Das Schauschmieden und Blattvergolden vor Publikum findet dann von 10.00 bis 13:30 Uhr im Pavillon auf dem Domplatz statt.

Die Ausstellung „Goldene Pracht. Mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen“ ist vom 26. Februar bis 28. Mai 2012 im LWL-Landesmuseum und in der Domkammer zu sehen. Auf 1.500 Quadratmetern präsentiert sie in zwölf Räumen 300 herausragende Werke der Goldschmiedekunst des 10. bis 16. Jahrhunderts. Skulpturen, Tafelbilder, Buchmalerei und liturgische Gewänder veranschaulichen den künstlerischen Rang, die Symbolik und die vielschichtige Bedeutung der Goldschmiedewerke. Markenzeichen der Ausstellung ist die interdisziplinäre Herangehensweise durch die Zusammenarbeit der Museen mit dem Exzellenzcluster, die kunsthistorische, historische und theologische Blickwinkel vereint. (lwl)

Programm

  • Schauschmieden und Blattvergolden vor Publikum: Immer samstags von 10-13:30 Uhr / Termine: 3. März, 17. März, 31.März, 7. April, 21. April, 5. Mai, 26. Mai
  • Fortlaufender Kurs, donnerstags von 18-21 Uhr, max. Teilnehmerzahl 10 / Kosten: 130 Euro pro Person zzgl. Materialkosten Termine: 8. März, 15. März, 22. März, 29. März, 12. April, 19. April, 3. Mai, 10. Mai
  • Wochenendworkshops immer samstags 12:30-18 Uhr, sonntags 10-15:30 Uhr (Schmieden: 10./11. März und 12./13. Mai; Ornamentik 24./25. März; Ziselieren 14./15. April, Emaillieren 28./29. April) / Kosten: 70 Euro pro Person zzgl. Materialkosten
  • Tagesworkshops jeweils mittwochs von 9:30-13:30 Uhr (Ringe: 7. März, 2. Mai und 23. Mai; Anhänger: 14. März, 18. April und 9. Mai; Schlüsselanhänger: 21. März und 25. April; Lesezeichen: 28. März und 16. Mai ) / Kosten: 26 Euro zzgl. Materialkosten

Weitere Informationen erhalten Sie im Besucherbüro des LWL-Landesmuseums, unter der Telefonnummer 0251 5907-201 oder per E-Mail an besucherbuero@lwl.org.