Renommierter Kulturwissenschaftler Assmann in Münster

Vortrag des Ägyptologen über Religion, Politik und Gewalt am Exzellenzcluster

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Prof. Dr. Jan Assmann

© Wikipedia/Rama

Der international renommierte Heidelberger Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Jan Assmann spricht am Dienstag, 12. April, in Münster über das Thema Religion und Gewalt. Sein öffentlicher Vortrag „Zum Ursprung und Wesen religiöser Gewalt“ findet im Rahmen der Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ statt. Der vielfach ausgezeichnete Ägyptologe und Religionswissenschaftler wird die „polarisierende Kraft“ von Politik und Religion beleuchten, die die Welt nach seinen Worten in Freund und Feind einteilt und bis zur Verfolgung und Vernichtung von Feinden führen kann.

Assmann hat die wissenschaftliche Diskussion über Religion und Gewalt entscheidend geprägt. Der Vortrag ist um 18.15 Uhr im Hörsaal F2 des Fürstenberghauses am Domplatz 20-22 zu hören. Die Ringvorlesung beschäftigt sich im Sommersemester mit „Religion und Gewalt – Erfahrungen aus drei Jahrtausenden Monotheismus“. Es kommen wieder Vertreter unterschiedlicher Disziplinen wie Historiker, Germanisten, Theologen und Religionswissenschaftler zu Wort.

Die öffentlichen Vorträge mit anschließender Diskussion finden dienstags ab 18.15 Uhr im Hörsaal F2 des Fürstenberghauses am Domplatz 20-22 statt. Die Ringvorlesung ist Teil der Reihe „Dialoge zum Frieden“, für die der Exzellenzcluster in der „Allianz für Wissenschaft“ mit der Stadt Münster zusammenarbeitet. (frö/vvm)
 


Prof. Dr. Jan Assmann:

Prof. Dr. Jan Assmann wurde 1938 in Langelsheim geboren und studierte Ägyptologie, Klassische Archäologie und Gräzistik in München, Heidelberg, Paris und Göttingen. Von 1976 bis 2003 lehrte er Ägyptologie in Heidelberg, seit 2005 ist er Honorarprofessor für Allgemeine Kulturwissenschaft und Religionstheorie an der Universität Konstanz. Als Gastprofessor war er unter anderem in Paris, Jerusalem und USA. Seit 1967 betreibt er epigraphisch-archäologische Feldarbeit in Theben-West (Beamtengräber der Saiten- und Ramessidenzeit). Er veröffentlichte zahlreiche Buchpublikationen und Aufsätze zur ägyptischen Religion, Geschichte, Literatur und Kunst sowie zur allgemeinen Kulturtheorie („Das kulturelle Gedächtnis“) und Religionswissenschaft („Monotheismus und Kosmotheismus“). Zudem erhielt er viele Auszeichnungen, so den Max-Planck-Forschungspreis (1996), den Deutschen Historikerpreis (1998), den Ehrendoktor der Evangelisch-Theologischen Fakultät Münster (1998), der Universität Yale (2004) und der Hebrew University Jerusalem (2005). (frö)