Die Rolle der Religion in den Medien

Cluster-Wissenschaftlerin spricht auf einer Tagung in Moskau

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Ulrike Weichert von der Graduiertenschule des Exzellenzclusters spricht auf einer Tagung in Moskau über die kommunikative Funktion von Religion.

© Julia Holtkötter

Um die Rolle der Religion in den Medien geht es in einer internationalen Konferenz in Moskau Mitte Mai, an der Ulrike Weichert von der Graduiertenschule des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ teilnimmt. Sie untersucht in ihrem Beitrag die kommunikative Funktion von Religion. Dabei geht sie unter anderem der Frage nach, ob und inwiefern Massenmedien als eine Art funktionales Äquivalent der Religion betrachtet werden können. Die Doktorandin der Graduiertenschule am Exzellenzcluster forscht zu medienwissenschaftlichen und philosophischen Themen.

Die Veranstalter der Tagung verweisen auf den bedeutenden Umbruch in den Medien zu Beginn des 21. Jahrhunderts, dessen Folgen für die Kommunikation noch nicht absehbar seien. Dass gleichzeitig die Religionen wieder auf den Plan der medialen Wahrnehmung getreten sind, erscheint ihnen vor diesem Hintergrund ebenfalls in einem neuen Licht. Die Teilnehmer der Tagung beschäftigen sich daher mit dem komplexen Verhältnis von Religion und Medien aus philosophischer, psychologischer und theologischer Sicht. Dabei geht es beispielsweise um das Phänomen religiöser Massenmedien und um die Frage, wie der Glauben zur medialen Identitätsstiftung beiträgt. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Thema „Religion im Netz“, sowohl was online angebotene Inhalte angeht, als auch die Frage, wie Wissenschaftler die Möglichkeiten des Internets für ihre Forschungsarbeit nutzen können.

Die Tagung findet vom 12. bis zum 15. Mai an der Philosophischen Fakultät der Staatlichen Universität Moskau statt. Veranstalter ist die Moscow Society for the Study of Religions. (bhe)