Normenbegründung in der praktischen Philosophie

Philosoph Prof. Dr. Ludwig Siep spricht in der Ringvorlesung des Exzellenzclusters

Prof Dr Ludwig Siep

Prof. Dr. Ludwig Siep spricht am 22. Juni in der Ringvorlesung des Exzellenzclusters.

© Julia Holtkötter

Die praktische Philosophie hat es laut Prof. Dr. Ludwig Siep mit der Analyse individuellen und sozialen Handelns und seiner Normen zu tun. Am Dienstag, dem 22. Juni, spricht der Philosoph in der Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ über „Normenbegründung in der praktischen Philosophie“. Der öffentliche Vortrag beginnt um 18.15 Uhr im Hörsaal F2 des Fürstenberghauses am Domplatz 20-22.

Traditionell umfasst die praktische Philosophie vor allem Ethik und politische Philosophie. Normen des Handelns entstammen entweder aus „handlungsexternen“ Quellen wie Gott, Natur, Vernunft oder einer staatlichen Gesetzgebung oder sie entstehen im sozialen Handeln selber. Vor allem für diese letzteren, „impliziten“ Handlungsnormen interessiert sich die gegenwärtige Philosophie. Für beide Arten von Normen gibt es spezifische Möglichkeiten und Probleme der Begründung. Das hat Konsequenzen auch für die moderne Diskussion der Bioethik oder des Völkerrechts.

Die Ringvorlesung „Gewohnheit, Gebot, Gesetz“ des Exzellenzclusters beschäftigt sich im Sommersemester mit der Entstehung von Normen in Geschichte und Gegenwart. Die 13 Vorträge reichen von den Zehn Geboten bis zum modernen Verfassungsrecht. (bhe)