Geld in der Antike

Clusterwissenschaftler im Museum für Kommunikation Berlin

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Geld in der Antike, Geld in der Moderne: Zahlungsmittel sagen oft viel über ihre Zeit aus.

© Robert Dylka

Über „Münzmanipulation und Wucher“ spricht der Münsteraner Jurist Prof. Dr. Fabian Wittreck, doch die Taten, um die es dabei geht, dürften mittlerweile verjährt sein. Denn sein Vortrag ist Teil eines Abends über „Geld in der Antike“, zu dem Wissenschaftler des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ am 21. Januar ins Berliner Museum für Kommunikation (MfK) einladen. Den Besuchern der öffentlichen Vorträge geht es dabei nicht ans Portemonnaie: Der Eintritt ist frei.

„Geld macht Sinn. Athen im 5.  und 4. Jahrhundert v. Chr.“, heißt der Beitrag von Benedikt Eckhardt. Der Althistoriker ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Cluster-Projekts C3 „Initiation - Beschneidung – Identität“.

Dr. Katharina Martin untersucht die Bildsprache antiker Münzen und stellt Aussagen von Münzbildern der Ikonographie moderner Massenmedien gegenüber. Die Archäologin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Cluster-Projekt Projekt B1, das sich unter dem Titel „Religion und Politik im ältesten Massenmedium der Menschheit“ mit hellenistischen Münzbildern von der iberischen Halbinsel bis zum Hindukusch beschäftigt.

Der Archäologe Kai Michael Meyer, wissenschaftliche Hilfskraft des Cluster-Projekts B1, fragt in seinem Vortrag nach Traditionen und Transformationen auf antiken und modernen Münzen.

Meike Wortmann beleuchtet in ihrem Vortrag die „Rolle des Geldes als Kommunikationsmedium in den Komödien des Plautus“.  Die Philologin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Cluster-Projekt B8 Inszenierungen politischer Autorschaft in augusteischer Zeit.

Alle Referenten sind Mitglieder der Arbeitsgruppe „Geld als Medium in der Antike“ am Exzellenzcluster. Diese sieht Geld nicht nur in üblichen wirtschaftlichen Zusammenhängen, sondern liest daraus auch Informationen über religiöse Phänomene und soziale Strukturen ab. (bhe)

Programm: Ein Abend, fünf Vorträge zum Thema „Geld in der Antike“:

  • Geld macht Sinn. Athen im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr.
    Benedikt Eckhardt
  • Sprechende Bilder. Zur „Sprache des Geldes“ in der Antike
    Katharina Martin
  • Tradition vs. Transformation. Münzen als Indikator für kulturelles Selbstverständnis in der Geschichte
    Kai Michael Meyer
  • Münzmanipulation und Wucher
    Fabian Wittreck
  • Aurum est profecto hoc, spectatores, comicum. Geld als Kommunikationsmedium in den Komödien des Plautus
    Meike Wortmann

Vorträge in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Religion und Politik“
Termin: 21.1.2010, 18.30 Uhr
Eintritt: frei