Begegnung von Orient und Okzident

Gut besuchte und vielseitige usbekisch-deutsche Tagung

News Bericht Usbekistantagung Musik

Landestypische Musik war auf dem Eröffnungsabend der usbekisch-deutschen Tagung zu hören.

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Mit landestypischer Musik und Küche, Grußworten, unter anderem vom usbekischen Botschaftssekretär Mavlon Mamirov und Münsters Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson, und vielen Fachvorträgen wartete die vierte usbekisch-deutsche Tagung im Alexander von Humboldt-Haus auf.

Die Kooperationspartner, das Germanistische Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität und der Lehrstuhl für Deutsche Philologie der Nationalen Mirzo Ulugbek-Universität Usbekistans in Taschkent nutzten das dreitägige Treffen zum wissenschaftlichen Austausch. In vier Sektionen ging es um die „Begegnung von Orient und Okzident in der Literatur“, „Linguisitik (Interkulturalität und Varietäten)“, „Fachdidaktik und Deutsch als Fremdsprache“ und „Lexikographie. Das deutsch-usbekische Wörterbuch“. Der Exzellenzcluster „Religion und Politik“ beteiligte sich finanziell und inhaltlich an der Tagung.

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Die Vorträge der Tagung und besonders der Eröffnungsabend waren gut besucht.

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Kulturübergreifende Wissenschaft

Drei Clusterwissenschaftler stellten ihre Forschungsarbeiten vor. Prof. Dr. Jürgen Macha referierte über „Sprache als Faktor der Raumbildung“. Am Cluster leitet er das Projekt C19 Zwischen Religion und Politik: Konfessionalisierung der Sprache in der Frühen Neuzeit?
Einen Vortrag mit dem Titel „‘Dead Author‘s Identity InDoubt; Publishers Defiant‘. Zu Uwe Johnsons Selbstnachruf“ hielt Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf. Die Literaturwissenschaftlerin leitet das Clusterprojekt B10 Autorschaft als Skandal.

Wie sich Literatur und Politik gegenseitig beeinflussen

Kristina Rzehak, germanistische Mediävistin und Mitglied der Graduiertenschule des Exzellenzclusters, sprach in gleich zwei Sektionen der Tagung. In der Literatur-Sektion stellte sie den Timuriden Bābur und den Habsburger Maximilian I. gegenüber und untersuchte deren Rolle für die Literatur ihrer Zeit. Gleichzeitig ging es umgekehrt auch um die Bedeutung der Literatur für die beiden Herrscher und ihre politischen Ziele.

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Kristina Rzehak
© Julia Holtkötter

In der Lexikographie-Sektion stellte die Doktorandin ihre Überlegungen zur Lexik eines usbekisch-deutschen Wörterbuchs vor. Der Vortrag basierte auf Ergebnissen ihrer Magisterarbeit. Ihr Dissertationsprojekt am Exzellenzcluster beschäftigt sich mit der „Kulturellen Blüte in Zeiten politischen Übergangs“.

Die Organisatoren der usbekisch-deutschen Tagung sind zuversichtlich, dass kulturenübergreifende Themen die Kooperation auch künftig festigen und erweitern werden. Die herzliche Atmosphäre beim Eröffnungsabend und der gute Besuch der Veranstaltungen zeigten eindrücklich, dass das zentralasiatische Land an der Seidenstraße auch in Münster viele Fans hat. (bhe)

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Der usbekische Botschaftssekretär für Wissenschaft, Bildung und Gesundheit, Mavlon Mamirov, begrüßte die Gäste aus Usbekistan und Münster.