Lehrangebote der AE Jucks

Die Lehrangebote adressieren sozialpsychologische Grundlagen von Erziehung und Unterricht, auch in digitalen Lehr-Lern-Situationen.
Unser Portfolio umfasst folgende Veranstaltungen:

  • Angebote im Praxissemester 

    Kommunikation und Medienkompetenz

    Kommunikation und Medienkompetenz spielen eine zentrale Rolle auf verschiedenen Ebenen des Lernens und Soziallebens in der Schule. Als Grundlage für eine eigene Untersuchung im Praxissemester werden exemplarisch drei Forschungsthemen und mögliche Projektbeispiele vorgestellt. In diesem Rahmen werden wir uns dann intensiv mit Aspekten der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung auseinandersetzen.
    Das Thema „Fachwortgebrauch” nimmt Prozesse des Unterrichtsgeschehen und der Unterrichtsgestaltung in den Blick, indem der Einsatz von fremdsprachigen Fachwörtern in ihrer Wirkung untersucht wird. Das Thema „Quellenurteile” fokussiert auf einen speziellen Aspekt von Medienkompetenz, welche überfachlich von zunehmender Wichtigkeit ist: Das richtige Auswählen und Beurteilen von Informationsquellen. Das Thema „Cyberbullying” betrifft ebenfalls einen Aspekt von Medienkompetenz. Die häufig anonymen Beleidigungen und Belästigungen über neue Medien stellen ein Phänomen dar, dem Lehrerinnen und Lehrer mit Präventionsprogrammen zu begegnen versuchen.
    Im Rahmen des Abschlussblocks werden die durchgeführten Projekte vorgestellt, gemeinsam diskutiert und reflektiert und es werden Hinweise zur Auswertung und zum Abschlussbericht gegeben

  • Angebote in LES

    1. Wissenschaftlichkeit vermitteln und Medienkompetenz stärken

    In unserer Wissensgesellschaft kommt der Suche, Auswahl und Bewertung von Informationen aus (digitalen) Medien eine große Bedeutung zu. Nicht nur Erwachsene, auch SuS suchen im Internet nach Informationen, etwa um ihre Hausaufgaben zu machen, aber auch um alltägliche Fragen zu lösen oder Produkte zu recherchieren. Bei der Suche nach Antworten auf solche Fragen (etwa „Wie kann ich am besten Vokabeln lernen?“ oder „Was hilft gegen eine Erkältung?“) ist die kritische Bewertung von den vielfältigen und nicht immer seriösen Medienangeboten und Informationen unerlässlich. Wissenschaftsverständnis und Medienkompetenz sind dabei Schlüsselqualifikationen, um Informationen angemessen auf Glaubwürdigkeit prüfen zu können. Schule muss sich, wie im Medienkompetenzrahmen NRW beschrieben, mit der Vermittlung von Kompetenzen zur Informationsbewertung und allgemeinen Medienkompetenz auseinandersetzen. In diesem Seminar werden diese Kompetenzen als überfachlich verstanden: Es ist nicht nur fachliches Wissen vonnöten, um Informationen gut bewerten zu können, es muss etwa auch danach geschaut werden, welche Informationsquelle verlässlich ist, es muss ist Wissen über Textgenre abgerufen werden. Das Seminar adressiert das Thema daher aus verschiedenen disziplinären Perspektiven beleuchtet, und es werden Rückbezüge auf die Umsetzung in verschiedenen Schulfächern gezogen. Ziel des Seminars ist es, anhand von Theorie und Forschung Unterrichtsziele für die jeweils eigenen Fächer zu entwickeln und die konkrete Umsetzung zu reflektieren.


    2. Sozialpsychologie der Gruppe

    Gruppen begegnen uns im Schulkontext in vielfältiger Hinsicht, z.B. als Schulklasse, als Clique von Freunden oder in kooperative Lerngruppen. In diesem Seminar sollen zunächst grundlegende Aspekte der Dynamik und Struktur von Gruppen erörtert und später auf das Lernen in Gruppen und Beziehungen in und zwischen Gruppen eingegangen werden.

  • Angebote in LESD

    1. Umgang mit Aggression und Gewalt im schulischen Kontext

    Im Seminar wird der Umgang mit verschiedenen Formen aggressiven Verhaltens in der Schule behandelt. Dabei werden theoretische Grundlagen von Aggression und Gewalt sowie der Einsatz von Interventionsprogrammen erarbeitet.


    2. Digitale Medien im Unterricht

    Digitalisierungsprozesse durchziehen Bildungseinrichtungen auf allen Ebenen und erfordern somit auch die besondere Betrachtung des Schulunterrichts im Hinblick auf den Einsatz digitaler Medien. Das Seminar thematisiert sowohl Möglichkeiten wie auch Potentiale der didaktisch reflektierten Nutzung digitaler Technologien im Schulunterricht. Neben der theoretischen Reflexion des Themenbereichs liegt ein Schwerpunkt auf der praktischen Umsetzung von digital angereicherten beziehungsweise erweiterten Nutzungsszenarien für den Schulunterricht. Der praktische Teil der Veranstaltung besteht in der Erstellung einer Online-Unterrichtseinheit mit Hilfe der Lernplattform Moodle.

  • Angebote in LES-FA

    1. Kooperatives Lernen: Forschungsperspektiven und Umsetzungen für die Schule

    Kooperatives Lernen sollte mehr sein als nur „Gruppenarbeit“. In Psychologie und Unterrichtswissenschaft existieren dabei unterschiedliche Perspektiven, warum kooperatives Lernen wirksam ist. In diesem Seminar sollen diese Perspektiven anhand von Forschungsbefunden erarbeitet und anschließend Schlussfolgerungen für die praktische Umsetzung kooperativen Lernens in der Schule gezogen werden. Die TeilnehmerInnen erarbeiten sich diese Inhalte größtenteils unter Anwendung kooperativer Lernmethoden, um im Laufe des Seminars auch Erfahrungen mit deren praktischer Anwendung, Vorteilen und Schwierigkeiten zu machen.


    2. Lehrer-Eltern-Gespräche gestalten

    In ihrem schulischen Alltag sind Lehrer mit zahlreichen Aufgaben konfrontiert, die weit über die Unterrichtsgestaltung hinausgehen. Dazu zählt auch die Vorbereitung und Durchführung von Beratungsgesprächen mit den Eltern der Schüler. Im Seminar werden psychologische Inhalte, Strukturierungen und Techniken zur Durchführung von Lehrer- Elterngesprächen erarbeitet und Kompetenzen im Umgang mit dieser Anforderung vermittelt.

  • AE Kolloquium

    Das Kolloquium gewährleistet eine kontinuierliche Betreuung der laufenden Bachelor- und Masterarbeiten sowohl für Studierende des BSc und MSc Hauptfach Psychologie als auch für Lehramtsstudierende. Teilnahmevoraussetzung ist, dass die Abschlussarbeit der Teilnehmerin bzw. des Teilnehmers in der Arbeitseinheit des Lehrveranstaltungsleiters geschrieben wird. Der Terminplan wird zu Semesterbeginn erarbeitet.

Sie suchen nach einem Thema für Ihre Abschlussarbeit?


In der Arbeitsgruppe von Frau Prof. Dr. Jucks forschen wir zu ganz unterschiedlichen Themen. Gerne können Sie im Kontext unserer Arbeit auch eine Abschlussarbeit schreiben – das ist insbesondere im BSc und MSc Psychologie, sowie in den Lehramtsstudiengängen möglich.

Auf dieser Seite finden Sie im Anschluss an Kurzbeschreibungen einzelner Forschungsschwerpunkte auch exemplarische Themenvorschläge für Abschlussarbeiten. Wenn Sie Interesse an einem Thema haben, melden Sie sich gern per Email bei der/dem jeweiligen Ansprechpartner*in – gern auch, wenn Ihnen dazu eigene Ideen einfallen oder wenn Sie Fragen zum Thema haben.

Gemeinsam arbeiten wir dann im Gespräch das individuelle Thema Ihrer Abschlussarbeit. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

Ansprechpartner: Benjamin Brummernhenrich brummernhenrich@uni-muenster.de

Ausschreibung Bachelor- oder Masterarbeit für Studierende der Psychologie

Thema: Was hilft uns, über Informationen zu urteilen, die wissenschaftliche Unsicherheit enthalten?

Im Alltag sind wir ständig mit wissenschaftlichem Wissen konfrontiert, das Unsicherheiten enthält – zum Beispiel wenn erste Befunde sich widersprechen. Durch Open Science werden wissenschaftliche Unsicherheit und Vorläufigkeit öffentlich zugänglich. Wie wird wissenschaftliche Unsicherheit wahrgenommen? Welche wissenschaftlichen Prozesse und Forschungsmethoden halten Leute für geeignet, aussagekräftige Evidenz zu generieren? In ersten Studien haben wir bereits untersucht, wie erfolgreiche und nicht erfolgreiche Replikationen die Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Befunde beeinflussen. An diese Befunde sollen sich die folgenden Abschlussarbeitsthemen anschließen.

Welche Kompetenzen braucht man also, um zu entscheiden, was gute wissenschaftliche Informationen sind, gerade wenn einiges noch unklar scheint?

Bachelorarbeit (Psychologie):

  • Wie wirken Berichte zu wissenschaftlichen Prozessen (z.B. wie funktioniert eine Datenerhebung, wie funktioniert die Arbeit im Labor) auf die Wahrnehmung wissenschaftlicher Unsicherheit? (Experiment)
  • Wie wirken Berichte über Methoden und Prozesse zur Sicherung wissenschaftlicher Evidenz (z.B. Replikationen, Metaanalysen, systematische Reviews, Konsensfindung) auf die Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Befunde?

Masterarbeit (Psychologie oder Lehramt – nur empirische Arbeiten):

  • Inwiefern trägt ein kurzes Training zum Beurteilen guter wissenschaftlicher Evidenz dazu bei, dass mit wissenschaftlicher Unsicherheit konstruktiv umgegangen wird. Hilft so ein Training auch, Entscheidungen mithilfe wissenschaftlicher Evidenz zu treffen? (Interventionsstudie)

   

Und wie geht es weiter, wenn ich ein Thema habe?

Für das Schreiben einer Abschlussarbeit haben wir Ihnen hier ein paar nützliche Informationen zusammengestellt.

Hier  finden Sie Erste Tipps und Tricks für den Start einer empirischen Abschlussarbeit in der Psychologie (insbesondere für Studierende im Lehramt)

 Hier finden Sie unserer Merkblatt zur Betreuung – uns ist wichtig, dass wir uns zu Beginn Ihrer Abschlussarbeit auf eine für beide Seiten konstruktive Zusammenarbeit verständigen.

 Hier  finden Sie eine Zusammenfassung der Formatierungsvorgaben nach APA (6. Auflage) mit entsprechenden Hinweisen für Abschlussarbeiten.

 Hier  finden Sie eine Empfehlung zur geschlechtergerechten Schriftsprache der WWU, die auch für Ihre Abschlussarbeit gelten sollte.