Dr. Beatrix van Dam

Geschichte erzählen: Repräsentation von Vergangenheit in deutschen und niederländischen Texten der Gegenwart

Publikation von B. van Dam
© de Gruyter

Das theoretische Feld zu fiktionalem und faktualem Erzählen ist in den letzten Jahren unübersichtlich geworden. Die Studie bietet eine kritische Analyse der wichtigsten Positionen. Historisches Erzählen diente im Zuge postmoderner Sprachzweifel oft als Beispiel für den prekären Wirklichkeitsbezug faktualer Erzählungen. Mit Blick auf das fiktionale Erzählen wurden anhand des postmodernen historischen Romans mit Metafiktion und Metahistoriografie Erzählverfahren betont, die sich von einem verlässlichen Wirklichkeitsbezug distanzieren. Die vorliegende Studie rückt neben diesen distanzierenden, illusionsstörenden Techniken wieder solche Erzählverfahren in den Blick, die Geschichte als ‚Ereignis‘ inszenieren. Historisches Erzählen kombiniert den Bezug auf eine vergangene Wirklichkeit immer mit dem Anspruch, eine in sich schlüssige Erzählung zu bilden. Anhand deutschsprachiger und niederländischsprachiger Geschichtserzählungen wird nachgezeichnet, wie sich diese grundlegende Dynamik zwischen glaubwürdigem Wirklichkeitsbezug und glaubwürdiger Erzählwirklichkeit im fiktionalen und im faktualen Zusammenhang je unterschiedlich entfaltet.

Erschienen bei de Gruyter im April 2016.

Akademischer Werdegang

2016

Abschluss des Promotionsprojekts "Geschichte erzählen: Repräsentation von Vergangenheit in deutschen und niederländischen Texten der Gegenwart" in der Graduate School Practices of Literature
seit 03/2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Niederländischen Philologie, WWU Münster (Lehre und Forschung)
2004 - 2005 Studium an der Vrije Universiteit Amsterdam
2001 - 2007 Studium der Germanistik, Geschichte, Niederlandistik und Anglistik, WWU Münster
2000 - 2001 Studium der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis, Universität Hildesheim


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