Dr. Innokentij Kreknin

Poetiken des Selbst. Identität, Autorschaft und Autofiktion. Am Beispiel von Rainald Goetz, Joachim Lottmann und Alban Nikolai Herbst

Kreknin Gs Pol

Erschienen 05/2014 bei de Gruyter (nähere Informationen des Verlags zur Publikation finden Sie hier).

Poetiken des Selbst untersucht Formen literarischer Autorschaft aus kulturwissenschaftlicher Perspektive. Am Beispiel von Rainald Goetz, Joachim Lottmann und Alban Nikolai Herbst werden literarische Subjektpoetiken analysiert und die darin wirksamen Modelle formuliert. Den theoretischen Hintergrund bilden Michel Foucaults Konzepte der Selbsttechniken und aktuelle kultursoziologische Forschungsheuristiken, außerdem werden die Ansätze der Autofiktionsforschung geprüft und erweitert.

Ausgehend vom weiten Textbegriff werden alle ‚Werke‘ der Autoren auf die sich darin manifestierenden Figurationen von Autor-Subjekt-Figuren (‚Einschreibungen‘) untersucht und die öffentlichen Diskurse über diese Autoren daraufhin geprüft, inwiefern diese Modelle aufgenommen und verarbeitet werden (‚Fortschreibungen‘).

Bei den semiotischen Analysen rücken die Begriffe ‚Konsistenz‘, ‚Konfiguration‘ und ‚Referentialität‘ in den Vordergrund und erlauben es, Autorschaft als polykontexturale Diskursfunktion in medial vermittelten operativen Fiktionen darzustellen.

Dabei wird die These bestätigt, dass die so produzierten Subjektmodelle zwar einer ‚unentscheidbaren‘ Konfiguration folgen, sie zugleich jedoch in öffentlichen Diskursen als konkrete lebensweltliche Subjekte rezipiert werden.

Fach: Deutsche Philologie (Neuere Deutsche Literatur)
Betreuer/innen: Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf, Prof. Dr. Moritz Baßler, Prof. Dr. Andreas Reckwitz

  • Aktuelles

    seit 2016 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dortmund mit dem Habilitationsprojekt »Schlüsselliteratur: Die Erschaffung des Privaten aus der Fiktion? Diskurse, Poetiken und Theorien«

  • Akademischer Werdegang

    Kreknin Poetiken Des Selbst

    Dissertation:

    Poetiken des Selbst. Identität, Autorschaft und Autofiktion. Am Beispiel von Rainald Goetz, Joachim Lottmann und Alban Nikolai Herbst (Reihe »Studien zur deutschen Literatur«) Berlin u.a.: De ­Gruyter.

    2014 veröffentlicht.


    2014 - 2015 Post-Doc-Mitarbeiter am DFG-Graduiertenkolleg 1681 »Privatheit«, Universität Passau
    SoSe 2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Wagner-Egelhaaf in Münster; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Schumacher, Greifswald.
     WS 2012/13 Lehrauftrag an der Universität Münster
    2011 - 2012 Promotionsabschlussstipendium der Universität Münster
    2010 - 2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Wagner-Egelhaaf
    2009 - 2012 Mitbegründer und Redakteur des wissenschaftlichen Open-Access-Journals Textpraxis. Digitales Journal für Philologie (www.textpraxis.net)
    WS 2009/10 Lehrauftrag an der Universität Bielefeld
    2009 - 2012 Mitglied der Redaktion des Internationalen Archivs für Sozialgeschichte der deutschen Literatur (IASL)
    2008 - 2010 Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Wagner-Egelhaaf
    2008 - 2012 Doktorand der Graduate School Practices of Literature
    2004 - 2006 Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Erhart, Greifswald
    1999 - 2008 Studium der Politikwissenschaft, Philosophie, Germanistik, Russistik und NDL in Greifswald; Abschluss in Germanistik, NDL und Russistik