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Diese Lehrveranstaltung ist als Projektseminar konzipiert. Darin sollen 1-2 Forschungsmethoden, die in der Vorlesung "Forschungsmethoden der Linguistik" vorgestellt werden, zur Untersuchung einer Fragestellung vertieft und eingeübt werden. Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung führen Studierende eine empirische Studie von der Erstellung der Fragestellung bis zur Kommunikation der Ergebnisse in Form einer Hausarbeit (Prüfungsleistung) in gemeinsamer Arbeit durch.
Der thematische Schwerpunkt des Seminars sind Präpositionen im Deutschen, ihre Entwicklung und Rektion sowie die Schwankungen und Zweifesfälle, die damit einhergehen.
- Lehrende/r: Katerina Stathi
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In diesem Seminar liegt der Schwerpunkt auf der Erarbeitung der deutschen Orthografie aus graphematischer Perspektive. Die Studierenden setzen ihr erworbenes Wissen praktisch um, indem sie Lehrwerke/-materialien analysieren und Rechtschreibgespräche vorbereiten. Diese Aktivitäten verknüpfen sie mit didaktischen Überlegungen zur effektiven Vermittlung der Inhalte. |
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| Literatur |
Betzel, D. & Droll, H. (2020): Orthographie. Schriftstruktur und Rechtschreibdidaktik. Paderborn: Ferdinand Schöningh. Bredel, U., Reißig, T. (2022): Weiterführender Orthographieerwerb. 3. Aufl. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren. |
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| Bemerkung |
Die Studierenden sind in der Lage, das deutsche Schrift- und Lautsystem fehlerfrei anzuwenden und zu erläutern sowie Lernprozesse im Bereich des weiterführenden Orthografieerwerbs in heterogenen Gruppen differenzierend zu gestalten. |
- Lehrende/r: Sophia Marziana Reich
- Lehrende/r: Sabina Schroeter-Brauss
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Der wichtigste Zweig der deutschen Aufklärungspädagogik war der Philanthropismus, die sogenannte Erziehung zur Menschenfreundschaft. Im Mittelpunkt dieser Erziehungsbewegung, die den Anfang der modernen Pädagogik markiert, stand das Ideal der Toleranz und des spielerischen Unterrichts. Außerdem sollte Bildung allen Kindern zugänglich werden. Eine Musterschule des Philanthropismus wurde im Jahr 1773 im brandenburgischen Dorf Reckahn errichtet: Der dort ansässige preußische Freiherr Friedrich Eberhard von Rochow ermöglichte es auch den Kindern der ärmsten Landbewohner, auf seinen Gütern an einem aufklärerischen Unterricht teilzunehmen. Dieser sollte die daran teilnehmenden Jungen und Mädchen in den Stand versetzen, im Erwachsenenalter ihr Leben mündig und selbständig in die eigene Hand zu nehmen. Im Seminar werden die von Rochow in Brandenburg eingeleiteten Bildungsbestrebungen – die auf ganz Europa vorbildlich wirkten – ausführlich diskutiert und in ihren historischen Kontext eingebettet.
- Lehrende/r: Jürgen Overhoff
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirklichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Dabei greifen auf das Angebot der soziologischen Bildungstheorie zurück. Weitere Schwerpunkte des Seminars werden Themen um inklusive Schule sein, sowie Aspekte der digitalisierten Schule. Diese beiden zuletzt genannten Themen werden nur in diesem Seminar aufgegriffen werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirk-lichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Dabei greifen auf das Angebot der soziologischen Bildungs-theorie zurück. Weitere Schwerpunkte des Seminars werden Themen um soziale Ungleichheit sein, sowie Aspekte von Familie und Bildung. Diese beiden zuletzt genannten Themen werden nur in diesem Seminar aufgegriffen werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirk-lichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Dabei greifen auf das Angebot der soziologischen Bildungs-theorie zurück. Weitere Schwerpunkte des Seminars werden Themen um soziale Ungleichheit sein, sowie Aspekte von Familie und Bildung. Diese beiden zuletzt genannten Themen werden nur in diesem Seminar aufgegriffen werden.
Nur für Soziologie-Studierende!
- Lehrende/r: Roland Schindler
Das Seminar baut grundsätzlich auf das in der Vorlesung vermittelte Wissen auf, d.h. vor allem wird Wissen über den Spracherwerbsprozess relevant werden. Darüber hinaus liegt der Fokus auf zwei Aspekten: 1) auf einer soziolinguistischen Betrachtung von Mehrsprachigkeit und sprachlicher Vielfalt als gesellschaftliches Phänomen, wobei die Schule in diesem Sinne zu den sozialen Domänen gehört, die im Hinblick auf die Rolle und den Platz von Mehrsprachigkeit hin betrachtet werden. 2) auf einer empirischen Untersuchung der Phänomene von Mehrsprachigkeit, die für den Lernprozess der Schüler*innen relevant sind und die von Lehrkräften als Hintergrundwissen benötigt werden, um einen sprachsensiblen Unterricht zu planen. Materialien wie Transkripte authentischer Unterrichtsinteraktionen, mündliche und schriftliche Schülerprodukte und Daten von DaZ-Lernenden aus außerschulischen informellen Kontexten werden dazu genutzt werden, um Abweichungen im Vergleich zum geschriebenen Standarddeutschen herauszuarbeiten und diese zu erklären. Die beiden genannten Schwerpunkte des Seminars werden nacheinander bearbeitet: Punkt 1 in den wöchentlichen Sitzungen in der ersten Hälfte und Punkt 2 in den Blocksitzungen. Auch wird das Seminar den TeilnehmerInnen die Gelegenheit bieten, die Studienleistung durch eigene dem Umfang der Lehrveranstaltung entsprechende empirische Studien durchzuführen bzw. Material zu sammeln, d.h. Material wie z.B. Interviews zu Einstellungen zur sprachlichen Diversität u.Ä. Die Planung studentischer Beiträge, die Beschaffung von Arbeitsmaterialien, also die Arbeitsplanung und die Möglichkeiten für die Erbringung der Studienleistung werden in der ersten Seminarsitzung genauer besprochen.
- Lehrende/r: Yazgül Simsek
Das Seminar baut grundsätzlich auf das in der Vorlesung vermittelte Wissen auf, d.h. vor allem wird Wissen über den Spracherwerbsprozess relevant werden. Darüber hinaus liegt der Fokus auf zwei Aspekten: 1) auf einer soziolinguistischen Betrachtung von Mehrsprachigkeit und sprachlicher Vielfalt als gesellschaftliches Phänomen, wobei die Schule in diesem Sinne zu den sozialen Domänen gehört, die im Hinblick auf die Rolle und den Platz von Mehrsprachigkeit hin betrachtet werden. 2) auf einer empirischen Untersuchung der Phänomene von Mehrsprachigkeit, die für den Lernprozess der Schüler*innen relevant sind und die von Lehrkräften als Hintergrundwissen benötigt werden, um einen sprachsensiblen Unterricht zu planen. Materialien wie Transkripte authentischer Unterrichtsinteraktionen, mündliche und schriftliche Schülerprodukte und Daten von DaZ-Lernenden aus außerschulischen informellen Kontexten werden dazu genutzt werden, um Abweichungen im Vergleich zum geschriebenen Standarddeutschen herauszuarbeiten und diese zu erklären. Die beiden genannten Schwerpunkte des Seminars werden nacheinander bearbeitet: Punkt 1 in den wöchentlichen Sitzungen in der ersten Hälfte und Punkt 2 in den Blocksitzungen. Auch wird das Seminar den TeilnehmerInnen die Gelegenheit bieten, die Studienleistung durch eigene dem Umfang der Lehrveranstaltung entsprechende empirische Studien durchzuführen bzw. Material zu sammeln, d.h. Material wie z.B. Interviews zu Einstellungen zur sprachlichen Diversität u.Ä. Die Planung studentischer Beiträge, die Beschaffung von Arbeitsmaterialien, also die Arbeitsplanung und die Möglichkeiten für die Erbringung der Studienleistung werden in der ersten Seminarsitzung genauer besprochen.
- Lehrende/r: Yazgül Simsek
In dem Seminar befassen wir uns insbesondere mit dem Ansatz des Sprachkontrastiven Grammatikunterrichts. Sie gewinnen Einblicke in die Kontrastsprachen Ukrainisch, Arabisch und Türkisch und erarbeiten so "Stolpersteine" der deutschen Sprache.
- Lehrende/r: Cana Bayrak
In diesem Seminar liegt der Schwerpunkt auf der Erarbeitung der deutschen Orthographie aus graphematischer Perspektive sowie auf der Diskussion didaktischer Vermittlungsmodelle. Die Studierenden setzen ihr neu erworbenes Wissen praktisch um, indem sie Lehrwerke analysieren und Rechtschreibgespräche vorbereiten. Diese Aktivitäten verknüpfen sie mit didaktischen Überlegungen zur effektiven Vermittlung der Inhalte.
- Lehrende/r: Necle Bulut
Fotografien und vor allem Filmaufnahmen der nationalsozialistischen Verbrechen in den Konzentrationslagern haben sich tief in unser kollektives Gedächtnis gebrannt. Sie zeigen befreite Lagerinsassen, aber auch Leichen, das Verhören von Tätern und die angeordnete Besichtigung der Verbrechensorte durch die Anwohnerschaft. Die Alliierten, die diese Bilddokumente aufnahmen, setzten sie nicht nur als Beweismittel in Kriegsverbrecherprozessen ein, sondern auch zur „Umerziehung“ der deutschen Bevölkerung, was sehr zwiespältige Reaktionen hervorrief. Die Übung möchte der Frage nachgehen, unter welchen Umständen diese Bilder entstanden, wie sie zeitgenössisch öffentlich wahrgenommen und diskutiert wurden und welche Wirkung sie haben sollten und tatsächlich hatten. Ein besonderer Schwerpunkt soll auf visuelle Zeugnisse gelegt werden, die 1945 in Westfalen aufgenommen wurden.
Gleichzeitig möchte die Übung an diesen Beispielen grundsätzlich Wert und Grenzen von Filmen und Fotografien als Quellen und Vermittlungsmedien der Zeitgeschichte diskutieren, gerade auch vor dem Hintergrund der Prozesse von Musealisierung und Historisierung: „Die Tat als Bild“ (Habbo Knoch) wirft rezeptionsgeschichtlich Fragen nach dem heutigen Umgang mit den Quellen auf, beispielsweise in der historisch-politischen Bildungsarbeit von NS-Gedenkstätten, in Hochschulen, Schulen, Online- und Printmedien, auf Social Media Plattformen oder gar in Gaming- bzw. fiktionalen Formaten. „Atrocity Pictures“ auszustellen, bedarf besonderer Sensibilität und quellenkritischer Einordnungen sowie Rechteklärungen.
- Lehrende/r: Markus Köster
Das Seminar beleuchtet die Besonderheiten und Funktionsweisen von Schrift und literarischer Kommunikation als Kulturtechnik aus mediävistischer Perspektive am Beispiel des Artusroman Iwein, den Hartmann von Aue um 1200 verfasst hat. Ein Schwerpunkt liegt auf der Handschriftenkultur des Mittelalters und Aspekten der Überlieferung, die ein Spezifikum der Erscheinungsform von Schrift bieten. Die Handschriften in ihrer Materialität sollen als Rezeptionszeugnisse betrachtet werden. Die Gattung Artusroman wird exemplarisch anhand des Iwein vorgestellt. Unter anderem werden wir die Konzeption von Autorschaft und Erzählerfigurationen in den Blick nehmen, um ein historisches Verständnis von Schreiben und literarischer Kommunikation zu erarbeiten. Schließlich soll die Aneignung in der Rezeption in einem weiteren Kontext erschlossen werden, indem wir erhaltene Iwein-Fresken und Artefakte untersuchen. Dabei gilt es stets zu reflektieren, wie die besprochenen Materialien und die gewonnenen Erkenntnisse auch in der Grundschule eingesetzt werden können. Der mittelhochdeutsche Text liegt in neuhochdeutschen Übersetzungen vor.
Zur Anschaffung empfohlene Literatur:
Hartmann von Aue: Iwein. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch. Hrsg. u. übers. von Rüdiger Krohn. Komm. von Mireille Schnyder. Durchges. Ausg. Stuttgart: Reclam 2012 (Reclams Universal-Bibliothek, 19011).
- Lehrende/r: Simone Kügeler-Race
| Kommentar |
In diesem Seminar liegt der Schwerpunkt auf der Erarbeitung der deutschen Orthografie aus graphematischer Perspektive. Die Studierenden setzen ihr erworbenes Wissen praktisch um, indem sie Lehrwerke analysieren und Rechtschreibgespräche vorbereiten. Diese Aktivitäten verknüpfen sie mit didaktischen Überlegungen zur effektiven Vermittlung der Inhalte. |
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| Literatur |
Betzel, D. & Droll, H. (2020): Orthographie. Schriftstruktur und Rechtschreibdidaktik. Paderborn: Ferdinand Schöningh. Bredel, U., Fuhrhop, N. & Noack, C. (2017): Wie Kinder lesen und schreiben lernen. 2., überarb. Aufl. Tübingen: Narr Francke Attempto. |
| Bemerkung |
Die Studierenden sind in der Lage, das deutsche Schriftsystem fehlerfrei anzuwenden und zu erläutern sowie Lernprozesse im Bereich des Schrifterwerbs in heterogenen Gruppen differenzierend zu gestalten. |
- Lehrende/r: Sophia Marziana Reich
- Lehrende/r: Sabina Schroeter-Brauss
Allein auf dem deutschen Buchmarkt sind Hunderte von Ratgebern erhältlich, die sich der Frage widmen, wie wir Selbstliebe entwickeln können; auch in den sozialen Medien, auf Internetseiten und in Podcasts ist das Thema seit einigen Jahren omnipräsent. Selbstliebe wird als Schlüssel zu Erfolg und Gesundheit, zu einem freien, selbstbestimmten Leben und nicht zuletzt auch zu gelungenen Beziehungen benannt.
Der Boom der Selbstliebe ist neu, das Konzept hingegen ist es nicht. Seit der Antike hat die philosophische Ethik sich mit der Liebe befasst, die wir uns selbst entgegenbringen. Sie wurde nicht nur verteidigt; im Anschluss an Augustinus galt es jahrhundertelang als verderblich, wenn Menschen sich selbst lieben. Eine wichtige Frage war stets das Verhältnis zwischen Selbstliebe einerseits und Egoismus andererseits. Kann man beides gegeneinander abgrenzen, und wenn ja, wie? Wie verhält sich Selbstliebe zum Altruismus oder zur Nächstenliebe und damit zu unseren Beziehungen zu anderen Menschen?
Wir werden im Seminar wichtige ‚Selbstliebe-Klassiker‘ lesen und diskutieren, darunter Aristoteles, Joseph Butler und Harry Frankfurt. Sie können uns nicht zu mehr Selbstliebe verhelfen, aber zumindest zu einem klareren Begriff davon und zu einer besseren Einschätzung ihrer ethischen Bedeutung.
Organisatorische Hinweise zur Teilnahme:
(1.) Anmeldung: Um am Seminar teilnehmen zu können, melden Sie sich bitte bis spätestens 14.10.2025, 16 h, in HISLSF an und kommen Sie in die erste Seminarsitzung, um die Anmeldung verbindlich zu machen. Sollten Sie aus einem wichtigen Grund, z.B. Krankheit, nicht an der ersten Sitzung teilnehmen können, melden Sie sich bitte bis spätestens 15.10.2025, 10 h per E-Mail ab. In diesem Fall kann Ihre Anmeldung in HISLSF berücksichtigt werden, als wären Sie persönlich anwesend, sonst leider nicht.
(2.) Texte: Für eine zugewandte, offene Diskussion ist es nicht hilfreich, wenn Lehrende und Studierende in den Seminarsitzungen auf einen Monitor schauen. Eine gutes Gegenmittel und eine Teilnahmebedingung ist daher, dass Sie bereit sind, die Texte, die Seminargrundlage sind, für Ihre Vorbereitung auszudrucken und ausgedruckt zu den Sitzungen mitzubringen. Die Texte werden im Learnweb rechtzeitig zu Seminarbeginn bereitgestellt.
- Lehrende/r: Sibille Mischer
Im Seminar steht die Auseinandersetzung mit Sprache im Zentrum. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für sprachliche Strukturen und deren Wirkung zu entwickeln. Dabei widmen wir uns insbesondere der Syntax des Deutschen in einem weit gefassten Rahmen klassischer und moderner Themenbereiche: von der Satzgliedanalyse über die Typologie des Deutschen, alternativer Herangehensweisen wie der Valenztheorie bis hin zu Prozessen wie der Grammatikalisierung.
- Lehrende/r: Eva-Maria Elpers
Im Seminar steht die Auseinandersetzung mit Sprache im Zentrum. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für sprachliche Strukturen und deren Wirkung zu entwickeln. Dabei widmen wir uns insbesondere der Syntax des Deutschen in einem weit gefassten Rahmen klassischer und moderner Themenbereiche: von der Satzgliedanalyse über die Typologie des Deutschen, alternativer Herangehensweisen wie der Valenztheorie bis hin zu Prozessen wie der Grammatikalisierung.
- Lehrende/r: Eva-Maria Elpers
Nicht nur in deutschen Großstädten werden seit vielen Jahren postkoloniale Stadtrundgänge angeboten. Sie stehen unter der Prämisse und illustrieren (im Wortsinne), dass das Koloniale bzw. Kolonialismus kein abstraktes Konzept oder ein Geschehen weitab der Heimat war, sondern weithin eingebunden in den Alltag der Menschen. Verbunden mit der Kritik an kolonialen Kontinuitäten zeigen postkoloniale Stadtführungen auf, wo und auf welche Weise Kolonialgeschichte im Stadtbild bis zum heutigen Tage präsent ist.
Ausgehend von der einführenden Diskussion postkolonialer Theorie(n) und Kritik und von Wiederholungen relevanter theoretischer Konzepte (u.a. Geschichtskultur, Forschend-entdeckendes Lernen, historische Lernorte) begreift die Übung (Stadt-)Räume als Orte des Historischen, als Orte geschichtskultureller Auseinandersetzung sowie als außerschulische Lernorte, deren Erschließung einer profunden didaktischen Reflexion und Planung bedarf. In der Übung werden solche Planungsentscheidungen bei geführten Stadtrundgängen kritisch zur Kenntnis genommen, bevor die Teilnehmenden selbst Stadtrundgänge entwickeln und durchführen.
- Lehrende/r: Philipp Erdmann
- Lehrende/r: Johannes Jansen
In diesem Seminar werden wir damit auseinandersetzen, wie das Topologische Feldermodell zur Beschreibung syntaktischer Strukturen im Deutschen im Unterricht der Grundschule sinnvoll eingeführt und zur Erarbeitung verschiedener grammatischer Bereiche genutzt werden kann.
- Lehrende/r: Till Rasmus Hölzl
- Lehrende/r: Verena Wecker
Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Erziehungswissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass im Vergleich zu anderen Bildungssystemen insbesondere das deutsche Bildungssystem soziale Ungleichheit (re-)produziert. Durch diese Erkenntnisse wurde die Bildungsbenachteiligung von Schüler*innen aus zugewanderten Familien zu einem zentralen Thema. Soziale und Bildungsungleichheit stehen also in einem engen Zusammenhang, der auch Studierende mit ,Migrationshintergrund‘ in Deutschland betrifft. Im Seminar werden wir uns mit diesen Aspekten von Ungleichheiten im Bildungssystem auseinandersetzen, wobei die Klärung der Frage zentral ist, warum diese sozialen Disparitäten im deutschen Bildungssystem im Vergleich zu anderen Bildungssystemen so stark ausgeprägt sind.
- Lehrende/r: Andreas Gkolfinopoulos
Eine Anmeldung in HISLSF dient der Organisation der Vorlesung und sollte nach Möglichkeit vorgenommen werden. Die Teilnahme an der Veranstaltung sowie die Verbuchung Ihrer Leistungen in QISPOS ist jedoch auch ohne vorherige Anmeldung via HISLSF möglich.
In der Vorlesung wird zunächst in die Disziplin Berufs-pädagogik eingeführt. Dabei wird u.a. auf die Genese, disziplinäre Verortung sowie auf Gegenstands- und Forschungsfelder dieser Disziplin eingegangen. Standards wissenschaftlichen Arbeitens werden ebenfalls bearbeitet. Hierauf folgt im Zusammenhang des Begriffspaares Disziplin - Profession eine thematische Einführung in das berufliche Handlungsfeld von Lehre-rinnen und Lehrern. Kennzeichen professionellen Lehrer-handelns werden ebenso thematisiert wie bildungs-politische Standards und konkrete Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern an Berufskollegs. Ebenfalls erfolgt eine Auseinandersetzung mit Aufgaben betrieblichen Bildungspersonals. Hieran schließt sich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit begrifflichen und rechtlichen Grundlagen sowie strukturellen Merkmalen des deutschen Berufsbildungssystems an. Die Dualität des deutschen Berufsbildungssystems wird ebenso betrachtet wie die beruflichen Teilsysteme (Übergangsbereich, schulische Berufsausbildung) und es wird ein besonderer Blick auf die Zielgruppen beruflicher Bildung gerichtet. In diesem Kontext werden Fragen von Inklusion in der beruflichen Bildung thematisiert. Unter der Perspektive, Bildungsprozesse im Lebenslauf abzubilden, erfolgt des Weiteren eine inhaltliche Auseinandersetzung mit beruflichen Bildungsprozessen in der Perspektive des individuellen Lebenslaufes.
- Lehrende/r: Mona Massumi
- Lehrende/r: Ulrike Weyland
Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar wird begleitet von Messan Tossa.
Das Wilhelminische Kaiserreich hatte in seinem Streben auf dem Weg zur Weltmacht den großen Ehrgeiz, als Kolonialmacht mit den europäischen Konkurrenten Frankreich und Großbritannien gleichzuziehen. Tatsächlich begann das Deutsche Reich ab 1884 mit Erfolg auf verschiedenen Kontinenten diverse Kolonien (sog. „Schutzgebiete“) zu errichten – in China, Ozeanien und Afrika. Als „Musterkolonie“ wurde dabei die afrikanische Kolonie Deutsch-Togo ausgerufen, welche das heutige Togo und östliche Teile des heutigen Staates Ghana umfasste. Im Seminar soll erörtert werden, wie die Bildungspolitik des Wilhelminischen Kaiserreichs in der Kolonie Togo – die bis 1916 immerhin für eine Dauer von über drei Jahrzehnten bestand – im Einzelnen übersetzt wurde: Welche Schulen oder andere Bildungseinrichtungen gab es, wie wurde unterrichtet, was waren die Bildungsziele? Dabei wird sichtbar, dass bildungspolitische Aufbauleistungen (auch der deutschen christlichen Missionare), im Alltag beständig von rassistischen Maßnahmen der Kolonialverwaltung konterkariert wurden.
- Lehrende/r: Jürgen Overhoff
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Sprachliche Zweifelsfälle begegnen uns ständig in unserem Alltag; so sind uns teilweise noch Merksprüche aus der Schule wie z.B. "tuten tut der Nachwächter" (Kritik an Konstruktionen mit "tun") oder "Deutsch ist eine würde-lose Sprache" (Kritik an der Umschreibung des Konjunktiv II mit "würde") bekannt und in Grammatikforen wird bisweilen regelrecht über Konstruktionen wie "meine Schwester ist größer WIE/ALS ich" diskutiert. Ähnlich wie in der Schule löst "fehlerhafter" Sprachgebrauch häufig heftige Kritik oder Befürchtungen bezüglich eines zunehmenden "Sprachverfalls" aus. Tatsächlich deuten sprachliche Zweifelsfälle jedoch auf einen im Gang begriffenen Sprachwandel hin. Ein Blick in die Geschichte der deutschen Sprache zeigt, dass sich ähnliche Sprachwandelprozesse bereits seit dem Beginn der schriftlichen Überlieferung finden lassen. Im Seminar werden ausgewählte sprachliche Zweifelsfälle im Deutsche diskutiert und sprachhistorisch erläutert. |
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- Lehrende/r: Sophia Jana Oppermann
- Lehrende/r: Peter Oestmann
- Lehrende/r: Petra Scherbening
- Lehrende/r: Alexandra-Florentina Tudor
Zusammenfassung
In vordemokratischen Gesellschaften soll Demokratisierung dazu beitragen, die willkürlichen Handlungen der Herrschenden einzuschränken und den von der Herrschaft Betroffenen ein freies Leben zu ermöglichen. Praktisch bedeutet Demokratie dann die Beteiligung der Beherrschten an der Herrschaft. Bürgerinnen wählen Repräsentanten, werden selbst Repräsentanten oder können die politische Organisation des Gemeinwesens als zivilgesellschaftliche Akteurinnen mitbestimmen. In der Regel beschränkt sich die Demokratie allerdings auf den Staat bzw. die öffentlichen politischen Beziehungen und Einrichtungen. Wirtschaft und Markt sind weitgehend ausgenommen von der Demokratie und die Politik soll einzig den Rahmen stecken, um Produktion und Warenaustausch organisieren zu können.
Nichtsdestotrotz werden Fragen einer demokratischen Organisation der Wirtschaft in der modernen politischen Theorie spätestens seit dem achtzehnten Jahrhundert auch immer mit verhandelt. Rousseau beispielsweise analysiert in seinem „Diskurs von der Ungleichheit“ (1755) das Verhältnis von sozialer und politischer Gleichheit. Und Karl Marx hat bekanntermaßen die autoritäre Natur des Kapitalismus zum Ausgangspunkt seiner Gesellschaftskritik gemacht und mit der Utopie des Sozialismus eine Lebensform entworfen, in der alle gesellschaftlichen Bereiche demokratisch organisiert werden. Aus der Perspektive dieser Autoren ist eine demokratische Organisation der Wirtschaft wünschenswert. Wie Wirtschaftsdemokratie funktionieren soll, wird allerdings weder bei Rousseau noch bei Marx erklärt.
Vor diesem Hintergrund versucht das Seminar eine politiktheoretische Annäherung an den Begriff der Wirtschaftsdemokratie. Wir wollen uns den Begriff aus der Perspektive verschiedener Autorinnen erschließen und grundlegende Texte zum Thema Wirtschaftsdemokratie lesen. Auf dieser Grundlage kann dann diskutiert werden, was genau eine demokratische wirtschaftliche Praxis ausmacht, wie eine solche Praxis institutionalisiert werden könnte und wo die Politik anzusetzen hätte, um eine demokratische Organisation der Wirtschaft ermöglichen zu können.
Studienleistung: Review Essay
Prüfungsleistung: Hausarbeit
Ausgewählte Literatur
Sidney and Beatrice Webb. 1897 (1902). Industrial Democracy. London: Longmans, Green and Co.
Emile Durkheim. 1999. Physik der Sitten und des Rechts. Frankfurt/Main: Suhrkamp.
Fritz Naftali. 1928. Wirtschaftsdemokratie: Ihr Wesen, Weg und Ziel. Berlin: Verlagsgesellschaft des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes.
Robert A. Dahl. 1986. A Preface to Economic Democracy. Berkeley: University of California Press.
Elizabeth Anderson. 2017. Private Government: How Employers Rule Our Lives (and Why We Don't Talk about It). Princeton: Princeton University Press.
James Muldoon. 2022. Platform Socialism. How to Reclaim our Digital Future from Big Tech. London. Pluto Press.
- Lehrende/r: Felix Petersen
Zentrales Ziel des Seminars ist das Verfassen einer grammatiktheoretischen Hausarbeit zum Deutschen. Dafür bearbeiten die Studierenden in der ersten Semesterhälfte verschiedene Problemfälle der Wortartendefinition (z. B. was unterscheidet Adjektive von Adverbien? Welche Besonderheiten weist die deutsche Grammatik im Vergleich zu anderen Sprachen auf?). Die Studierenden problematisieren dabei Ihr Wissen aus der Grammatikübung. Im zweiten Teil des Semesters führen die Studierenden Vorarbeiten zu ihrem konkreten Hausarbeitsthema durch (u.A. durch das Erstellen einer ersten Literaturliste mit Feedback).
Students will learn how to write a first term paper analyzing German morphosyntax.
- Lehrende/r: David Benedikt Wirthmüller
Welche Form ist korrekt? Heißt es gewinkt oder gewunken? Schreibt man aufwendig oder aufwändig? Lautet der Plural von Atlas Atlasse oder Atlanten?
Sprachliche Zweifelsfälle sind zwei oder mehr sprachliche Formen oder Varianten, bei denen nicht mit Sicherheit entschieden werden kann, welche Variante richtig oder falsch ist. Sie treten systematisch innerhalb einer Sprachgemeinschaft auf.
Dieses Seminar befasst sich mit sprachlichen Zweifelsfällen, die in Bezug auf Rechtschreibung, Aussprache, Grammatik, Ausdruck oder Pragmatik entstehen.
- Lehrende/r: Regina Maria Ruf
Dieser Kurs ist für Studierende, die ihre Aussprachefähigkeiten verbessern möchten und Spaß am Singen im Chor haben. Durch ein kreatives und interaktives Förderkonzept, das sowohl Aussprachefähigkeiten schult wie auch grundlegende stimmphysiologische Aspekte vermittelt, wird die deutsche Phonetik in diesem Kurs in einer ganzheitlichen Herangehensweise gelehrt. Ziel des Kurses ist das Erlernen bzw. Weiterentwickeln phonetischer Kompetenzen anhand von deutschen Liedern und Popsongs im Chor. Gleichzeitig wird mehrstimmiges Singen praktiziert, das vor allem die Hörfähigkeiten und somit die Fähigkeit zur Adaption der eigenen Sprachproduktion schult. Teilnehmer*innen dieses Kurses verpflichten sich zum Mitwirken am Abschlusskonzert durch ihr Mitsingen im Chor und erstellen einen Beitrag zur Gestaltung (z.B. Einladungskarten, Plakat, Vortragen eines Gedichtes, Moderation, Social Media-Werbung etc.). Studierende aller Niveaustufen sind willkommen. Die Teilnahme am Probentag, an der Generalprobe und am Konzert sind obligatorisch.
- Lehrende/r: Aline Francesca Klieber
Dieser Kurs ist für Studierende, die ihre Aussprachefähigkeiten verbessern möchten und Spaß am Singen im Chor haben. Durch ein kreatives und interaktives Förderkonzept, das sowohl Aussprachefähigkeiten schult wie auch grundlegende stimmphysiologische Aspekte vermittelt, wird die deutsche Phonetik in diesem Kurs in einer ganzheitlichen Herangehensweise gelehrt. Ziel des Kurses ist das Erlernen bzw. Weiterentwickeln phonetischer Kompetenzen anhand von deutschen Liedern und Popsongs im Chor. Gleichzeitig wird mehrstimmiges Singen praktiziert, das vor allem die Hörfähigkeiten und somit die Fähigkeit zur Adaption der eigenen Sprachproduktion schult. Teilnehmer*innen dieses Kurses verpflichten sich zum Mitwirken am Abschlusskonzert durch ihr Mitsingen im Chor und erstellen einen Beitrag zur Gestaltung (z.B. Einladungskarten, Plakat, Vortragen eines Gedichtes, Moderation, Social Media-Werbung etc.). Studierende aller Niveaustufen sind willkommen. Die Teilnahme am Probentag, an der Generalprobe und am Konzert sind obligatorisch.
- Lehrende/r: Aline Francesca Klieber