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Neben der wissenschaftlichen Literatur sind Patentschriften eine wichtige Informationsquelle für die strategische Planung von Forschungsaktivitäten. Im Gegensatz zu Fachpublikationen, in denen auch theoretische Grundlagen erörtert werden können, muss in jedem Patent die Lösung für ein technisches Problem detailliert erklärt werden. Insbesondere die Ergebnisse der industriellen Forschung sind häufig nur über die Patentliteratur erschließbar. 80% des technischen Wissens wird nur in Patenten veröffentlicht. Über 94% der Patente sind nicht mehr in Kraft, d.h. das dort beschriebene Know-How kann von jedermann kostenlos benutzt werden.
Dieser Workshop stellt die über das Internet kostenlos zu nutzenden Patentdatenbanken des Deutschen (DPMA) und des Europäischen (EPA) Patentamtes vor. Anschließend wird die Systematik einer Patentrecherche in der Datenbank DEPATISnet des DPMA an einigen Beispielen erläutert und geübt.
Referent:
Maximilian Pellengahr (Patentanwalt)
HINWEIS:
Termin für die Abgabe der Hausarbeit: 04.02.2022 (Ausschlussfrist)
- Lehrende/r: Katharina Krüger
- Lehrende/r: Marc Stallony
Eine gute Aussprache ist eine wichtige Voraussetzung für eine
erfolgreiche Kommunikation. Im Mittelpunkt des Aussprachetrainings
stehen daher die besonderen Ausspracheschwierigkeiten von Deutschlernern
beim Erwerb des Deutschen. Es werden phonetische Regeln vermittelt, die
dann in Hör- und Sprechübungen ihre Anwendung finden. Übungen im
„Freien Sprechen“ sowie das Lesen und Vortragen von Texten bilden dabei
den zentralen Aspekt des Sprechtrainings.
- Lehrende/r: Ulrich Wannagat
Spielend den Zusammenhang von Gesetzgebung und nachhaltiger Klimapolitik begreifen! In einem 2-tägigen Planspiel erhalten Sie Einblicke in Klimaproblematiken. Wir erarbeiten uns gemeinsam Kenntnisse über die Konfliktlinien und Problemstellungen bei der Umsetzung einer ambitionierten Klimapolitik. Die Studierenden erlernen im Rahmen des Planspiels Verhandlungstechniken und erarbeiten Argumentationsstrategien. Ziel ist es, auch bei divergierenden Interessen, am Ende gemeinsame Entscheidungen treffen zu können.
Das Seminar gliedert sich in zwei Teile. In der ersten Hälfte des Semesters erarbeiten sich die Studierenden in einem umfassenden Lektürestudium die Grundlagen der deutschen und internationalen Klimapolitik, setzen sich mit Verhandlungsstrategien auseinander und erarbeiten die zentralen Prozesse internationaler Gesetzgebungsprozesse und den Aufbau internationaler Verhandlungen. Vom 14.01-15.01.2022 wird ein Planspiel, welches internationale Klimaverhandlungen simuliert, durchgeführt. Die Studierenden erleben in
mehreren Spielrunden wie sich unterschiedliche klimapolitische Maßnahmen und Sozialpolitiken auf die Wirtschaft, die Arbeitslosenzahlen und die allgemeine Lage im Land auswirken und welche Herausforderungen mit einem gerechten Wandel einhergehen.
Studienleistung: Auseinandersetzung mit der vorbereitenden Lektüre. Das regelmäßige Erstellen und Einreichen von Leseprotokollen ist vorgesehen.
Prüfungsleistung: Präsentation im Planspiel
Literatur:
Fisher, R. W.L. Ury, & B. Patton. (2012). Getting to Yes: Negotiating Agreement Without Giving In , 2nd Edition. New York: Penguin Books. (Or any older edition).
Dröge, S. & Geden, O. (2016): Nach dem Pariser Klimaabkommen: neue Herausforderungen für eine Vorreiterrolle der EU. SWP Aktuell 16/2016.
- Lehrende/r: Paul Hendrik Drecker
- Lehrende/r: Julia Renner
Geschichte der deutschen Polizei - Überblick und ausgewählte Aspekte, WS 21/22, Dr. Wolfgang Schulte
- Lehrende/r: Wolfgang Schulte
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar soll einen Einblick in die grundlegenden Theorien und Konzepte inklusiver Pädagogik geben und dabei insbesondere im Kontext von Schule verankert sein.
Den Schwerpunkt der Veranstaltung bildet die Auseinandersetzung mit zentralen Widersprüchen in der Umsetzung des Inklusionskonzeptes in die schulische Praxis. Dabei wird die Betrachtung – neben der umsetzung von Inklsuion im deutschen Bildungssystems - insbesondere im internationalen Vergleich erfolgen und es werden entsprechende empirische Befunde dazu in der Veranstaltung diskutiert.
Erwartet wird insgesamt die Bereitschaft zum wissenschaftlichen Arbeiten und zur selbstständigen kritischen Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Texten und (internationalen) empirischen Untersuchungen.
- Lehrende/r: Kristina Peyrer
- Lehrende/r: Doren Prinz
Wie erlebten die Zeitgenoss*innen die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“, wie Exklusion und Verfolgung? Welche Perspektiven auf die NS-Besatzungspolitik sind überliefert, und wie hielten Soldaten und ihre Familien durch Feldpost Kontakt? Solche Fragen zur Gesellschaftsgeschichte des Dritten Reiches und zum Erleben der „einfachen Deutschen“ wie auch von Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen in den Fokus des NS-Repressionsapparates gerieten, lassen sich mittlerweile auf breiter Quellengrundlage erforschen und beantworten. Die Quellenlektüre-Übung möchte auf der Grundlage zahlreicher publizierter Tagebücher und Briefwechsel und der einschlägigen Forschungsliteratur in die Methodik der Analyse solcher Selbstzeugnisse einführen und Chancen und Grenzen ausloten.
Achtung: Die Plätze in der Übung sind auf 30 beschränkt. Die Platzvergabe erfolgt ausschließlich auf der Grundlage des Eingangs der Anmeldungen in QUISPOS. Sollte die Anzahl der Anmeldungen die freien Plätze überschreiten, wird eine Warteliste gebildet.
- Lehrende/r: Isabel Heinemann
- Lehrende/r: Alexia Ibrahim
- Lehrende/r: Lea Müseler
In Deutschland leben gegenwärtig rund 5,5 Millionen Muslime, was sie zur zweitgrößten religiösen Gemeinschaft macht. Sie haben ihre Moscheen, in denen sie ihren religiösen Glauben ausüben. An deutschen Schulen findet islamischer Religionsunterricht statt. Infolge der Einwanderung von Arbeitskräften und nicht zuletzt der jüngsten Flüchtlingswelle erhöhte sich die Zahl der Muslime in Deutschland schlagartig. Hinzu kommt, dass islamisch geprägte Staaten wie die Türkei, Syrien und die Maghreb-Staaten Europas Nachbarn sind. Mit Europa, einschließlich der deutschsprachigen Länder, verbinden sich intensive historische, soziale, wirtschaftliche, politische und kulturelle Beziehungen. Doch diese Beziehungen sind nicht frei von interkulturellen Problemen, die auf die unterschiedlichen Wertesysteme zurückgehen. Diese Problematik fand in Deutschland ihren Ausdruck u.a. in einer breiten Diskussion über die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört. In Teilen der deutschen Gesellschaft verbreitete sich Angst vor kultureller Überfremdung und „Islamisierung“, die durch mehrere Anschläge von radikalen Islamisten geschürt wurde. Hinzu kam die Tatsache, dass zahlreiche junge Deutsche sich dem sogen. „Islamischen Staat“ anschlossen und nach Syrien in den „Dschihad“ zogen.
Die Beziehungen der deutschen Gesellschaft zu den Muslimen werden auch in der zeitgenössischen deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur thematisiert und reflektiert. Zahlreiche Werke dieser Literatur bieten Bilder von islamischen Ländern wie der Türkei, Afghanistan, Syrien, Marokko, Saudi-Arabien, aber auch von in Deutschland lebenden Muslimen und Menschen mit einem islamischen Migrationshintergrund. Es handelt sich bei ihnen um Menschen, deren Verhalten durch eine andere Kultur geprägt ist. Die Wahrnehmung dieser Menschen und Länder durch die deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur ist nicht frei von nationalen und kulturellen Stereotypen und klischeehaften Bildern.
Bei der Beschäftigung mit den betreffenden Werken der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur müssten wir uns einer adäquaten literaturwissenschaftlichen Methodik bedienen, die mehrere Bausteine hat. Diese sind: a. die komparatistische Imagologie, die sich mit der Wahrnehmung fremder Nationen und Kulturen beschäftigt; b. die Interkulturelle Literaturwissenschaft; c. Grundkenntnisse des Islams und seines Wertesystems sind unentbehrlich.
Bei der Beschäftigung mit den Werken behandeln wir folgende Aspekte: a. das Verhältnis des Werkes zum Autor, also die Frage der Autorschaft; b. das islamische Land, dessen Bild das behandelte Werk vermittelt; c. die Unterschiede zwischen dem Wertesystem der islamischen Kultur und dem Wertesystem der deutschen Kultur. Aber auf keinen Fall dürfen wir aus dem Auge verlieren, dass wir uns mit literarischen Werken beschäftigen, die eine besondere ästhetische Qualität haben, nämlich mit der Ästhetik der Kinder- und Jugendliteratur. Die literarische Form der behandelten Werke darf nicht zugunsten der inhaltlichen Aspekte dieser Werke ins Hintertreffen geraten.
Im Folgenden findet sich eine Liste der Sekundär- und Primärliteratur für diese Lehrveranstaltung. Die Werke können den Teilnehmern*innen als Themen für Referate und Hausarbeiten dienen.
Sekundärliteratur:
– Abdo Abboud, Ulrike Stehli-Werbeck (Hg.): Die Wahrnehmung des Anderen in der arabischen Welt und in Deutschland. Lit Verlag, Berlin-Münster 2017.
– Angelika Corbineau-Hoffmann: Einführung in die Komparatistik. Erich Schmidt Verlag, 2. Auflage, Berlin 2013.
– Michael Hofmann: Interkulturelle Literaturwissenschaft – Eine Einführung . W. Fink UTB, München 2006.
– Heinz Halm: Der Islam – Geschichte und Gegenwart. C.H. Beck Verlag, 7. Auflage, München 2007.
– Günter Lange (Hrsg.): Kinder- und Jugendbuch der Gegenwart. Schneider Verlag, Hohengehren 2011.
– Ulrich Nassen , Gina Weinkauf (Hrsg.): Konfigurationen des Fremden in der Kinder- und Jugendliteratur nach 1945.
– Annemarie Schimmel: Die Religion des Islam – Eine Einführung. Reclam Verlag, Stuttgart 1990.
Primärliteratur:
– Ghazi Abdel-Qadir: Spatzenmilch und Teufelsdreck
– Salim Alafenisch: Die acht Frauen des Großvaters
– Peter Härtling: Djadi, Flüchtlingsjunge.
– Ursel Schaffler: Zafira , Ein Mädchen aus Syrien.
– Rafik Schami: Sami und der Wunsch nach Freiheit
– Sigrid Heuk: Saids Geschichte.
– Siba Shakib: Samira und Samir.
– Reinhard Kleist: Der Traum von Olympia.
– Christian Linker: Dschihad Calling.
– Heiner Lohmann: Dattelkernlooping.
– Jana Frey: Ich, die Andere.
– Ellen Alpsten: Halva, meine Süße!
– Paul Maar: Neben mir ist noch Platz.
– Hayfa Al Mansour: Das Mädchen Wadjda.
– Ulrich Marmon: Mein freund Salim.
– Peer Martin: Grenzlandtage.
– Patricia Mennen: Kopftuch
– Ingrid Fürstenberg: Ich werde Doktor, wie Madar.
– Massum Faryar: Bukaschi oder der Teppich meiner Mutter.
– Ben Jalloun, Taher: Papa, was ist der Islam? Gespräch mit meinen Kindern.
– Khatrin Rohmann: Apfelkuchen und Baaklava oder Eine neue Heimat für Leila.
– Mirjam Pressler: Nathan und seine Kinder
Anforderungen bzw. Leistungen:
a. Leistungspunkte: Erstellen und Präsentieren eines Thesen-Referats und Protokollieren einer Seminarsitzung in Einzel- oder Partnerarbeit (gilt für alle Teilnehmer*innen)
b. Bewertete Hausarbeit
c. Mündliche Prüfung: wird am Ende des Semesters besprochen.
- Lehrende/r: Abdo Abboud
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar befasst sich mit der pädagogischen Reformbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende der Weimarer Republik. In dieser Zeit rückten neue Problemstellungen in den Mittelpunkt reformpädagogischer Diskussionen, die im Seminar aus historisch-systematischer Perspektive beleuchtet werden, etwa das neue Verständnis von Natur, Kindheit und Gemeinschaft sowie die Neubestimmung des Generationenverhältnisses. Im Rahmen einer Gruppenarbeit sollen bis zu den Blockterminen im Februar ausgewählte Schulversuche und Reformkonzepte erarbeitet werden, um die Ergebnisse dann gemeinsam kritisch zu reflektieren.
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf
Was lebt, verändert sich. Dies ist bei Sprachen nicht anders. Jede gesprochene Sprache ist ständigen Veränderungen unterworfen. Aus diesem Grund sprechen wir heute nicht mehr das Deutsch von Walther von der Vogelweide oder Goethe, und auch unsere Nachfahren werden ein anderes Deutsch sprechen als wir. Sprachwandel spielt sich auf unterschiedlichen Ebenen ab und hat verschiedenste Ursachen. Er betrifft eine große Bandbreite an Phänomenen, die von der Veränderung des Lautsystems und der Grammatik durch Sprachökonomie bis zur Erweiterung des Wortschatzes durch den Kontakt mit anderen Sprachen sowie durch kulturelle und gesellschaftliche Veränderungen reichen. Zu den Wandelerscheinungen, mit denen wir uns im Rahmen dieses Blockseminars beschäftigen, gehören phonologischer, semantischer, lexikalischer und morphosyntaktischer Wandel. Der Wandel des Deutschen auf diesen verschiedenen sprachlichen Ebenen wird sowohl im Hinblick auf Entwicklungen, die bis ins Althochdeutsche zurückreichen, als auch in Bezug auf gegenwärtig stattfindende Veränderungen diskutiert.
- Lehrende/r: Felicitas Payk
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirklichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Das Verhältnis von Peerkultur und Unterricht, schulaversives Verhalten, doing-gender im Unterricht, Integration von Jugendlichen mit Migrati-onshintergründen, Gelingen und Scheitern der Inklusion sind mögliche Themen. Methodische Aspekte gelingenden Unterrichtens werden auch erarbeitet werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirklichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Das Verhältnis von Peerkultur und Unterricht, schulaversives Verhalten, doing-gender im Unterricht, Integration von Jugendlichen mit Migrati-onshintergründen, Gelingen und Scheitern der Inklusion sind mögliche Themen. Methodische Aspekte gelingenden Unterrichtens werden auch erarbeitet werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler
Lehrkräfte sind in unserer medial-digitalisierten Welt aufgefordert, ihre Schülerinnen und Schüler dafür zu sensibilisieren, dass Raumdarstellungen über Sprache konstruiert werden und sich kulturelle Merkmale im Sprechen über Raum manifestieren. Die Bildungsstandards der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) weisen darüber hinaus Kommunikation als Kompetenzbereich explizit aus und umreißen diesen Kompetenzbereich mit der Fähigkeit, „geographische/geowissenschaftliche Sachverhalte zu verstehen, sich angemessen unter der Verwendung der Fachsprache auszudrücken und damit anderen verständlich zu machen”. Im Seminar sollen zunächst theoretische Grundlagen diskutiert werden, die dann anschließend in Handlungsmöglichkeiten im Rahmen einer sprachsensiblen Unterrichtsgestaltung umgesetzt werden.
- Lehrende/r: Sonja Schwarze
Die sprachliche Heterogenität der Schülerinnen und Schüler ist im Unterricht eine Herausforderung und Chance zugleich. Zuerst werden in der Lehrveranstaltung diverse Aspekte der Mehrsprachigkeit und des Deutschen als Zweitsprache im Blick auf den Religionsunterricht und seine Spezifik thematisiert. Verschiedene Konzepte zum Umgang mit der sprachlichen Heterogenität werden mit Bezug auf den Religionsunterricht erörtert. In einem weiteren Schritt wird gemeinsam nach Wegen gesucht, die Mehrsprachigkeit der Kinder und Jugendlichen als Ressource im Religionsunterricht zu entdecken und in Lernprozessen aktiv zu nutzen. Die Studierenden werden dabei begleitet, Materialien zum Umgang mit sprachlicher Heterogenität selbständig zu entwickeln.
- Lehrende/r: Yauheniya Danilovich
Thema des Seminars ist der Deutscherwerb durch ein- und mehrsprachige Kinder. Nachdem wir uns einen Überblick über die Entwicklungen im Kleinkindalter erarbeitet haben, werden wir herauszufinden versuchen, wie Kinder ihr sprachliches Wissen und Können im Grundschulalter bei der Sprachproduktion und der Sprachverarbeitung anwenden. Als Informationsquellen werden wir einschlägige empirische Untersuchungen heranziehen und deren Vorgehen und Resultate nachvollziehen, indem wir uns mit Beschreibungen der betroffenen Struktureigenschaften des Deutschen sowie mündlichen Sprachproduktionsdaten von Kindern im relevanten Alter befassen.
- Lehrende/r: Christine Dimroth
Im Seminar gehen wir der heute selbstverständlich erscheinenden Kulturtechnik "Schreiben" auf den Grund und gehen zunächst zurück zu den Anfängen der Schriftlichkeit und den Ursprüngen des lateinischen Alphabets. Danach beschäftigen uns die Wurzeln der deutschen Orthografie und wir fragen uns wer eigentlich wie und seit wann bestimmt, was richtig und falsch ist. Welche Rolle genau spielen eigentlich Martin Luther und Konrad Duden? Und welche schulischen Fehler sind vielleicht durchaus erklärbar? Wir fragen uns nach dem Verhältnis von Norm und Gebrauch und befassen uns schließlich auch mit Fragen des digitalen (auch handschriftlichen Schreibens) auf konzeptioneller und medialer Ebene.
- Lehrende/r: Andrea Streckenbach
In diesem Seminar werden ausgehend vom Wissen der Studierenden über das orthographische System des Deutschen Aspekte des Erwerbs dieses Systems thematisiert. Der Fokus liegt dabei auf der Diagnose orthographischer Fähigkeiten. Nach der gemeinsamen Besprechung grundlegender Aspekte werden die Studierenden in Gruppen eigenständig Diagnosematerial zu verschiedenen orthographischen Phänomenen entwickeln und wenn möglich an einer kleinen Gruppe ausprobieren. Wesentliche Lernziele dieses Seminars sind, über grundlegendes Wissen über Prozesse des Schriftspracherwerbs zu verfügen, gängige Diagnoseinstrumente kritisch diskutieren zu können und nach bestimmten Prinzipien selbst Diagnosematerial erstellen zu können.
- Lehrende/r: Verena Wecker
Die einführende Vorlesung erschließt den Gegenstandsbereich der spanischen Kulturwissenschaft nicht über einen historisch-chronologischen Ansatz und auch nicht über eine landeskundliche/landeswissenschaftliche Systematik, sondern über eine Reihe kulturwissenschaftlicher Basiskonzepte, die sich in den letzten Jahren in der deutschen Forschungslandschaft und universitären Ausbildung als zentral erwiesen haben. Behandelt werden in den einzelnen Vorlesungen unter anderem die folgenden Themen- und Fragenkomplexe: „Was ist spanische Kulturwissenschaft?”, „Der Raum als Zeichen: Territoriale Identitäten”, „Die zeitliche Dimension der Kultur”, „Die Entwicklung der nationalen und kulturellen Identität(en)”, „Spanische Fremd- und Selbstbilder”, „Kulturkontakte: (Post-) Kolonialismus und Migration”, „Geschlechterordnungen und Körperdiskurse”, „Erinnerungskultur(en) und Gedächtnisorte”, „Kulturspezifische Besonderheiten des spanischen Mediensystems” etc. Der Schwerpunkt der Einführung liegt vor allem darauf, das Problembewusstsein für die unterschiedlichen Dimensionen der spanischen Kultur zu fördern und die Relevanz zentraler Begriffe herauszuarbeiten. Kulturelle Daten und Fakten stehen daher nie für sich, sondern immer im Fokus eines Ansatzes, der die Symbolik kultureller Sachverhalte und Gegebenheiten zur Richtschnur der Darstellung macht.
Teilnahmevoraussetzungen: Regelmäßige Anwesenheit und die Bereitschaft zur Erledigung kleinerer Vorbereitungsaufgaben. Spanischkenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung für den Besuch der Vorlesung.
Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt über LSF.
Hinweis: Über die Lernplattform Learnweb sind die Präsentationen zu den einzelnen Vorlesungen sowie weitere Materialien (Programm, Bibliographie, evtl. vorzubereitende Texte) jeweils zu den entsprechenden Vorlesungsterminen abrufbar. Bitte melden Sie sich daher rechtzeitig auf Learnweb zur Vorlesung an!
- Lehrende/r: Mara Behle
- Lehrende/r: Christian von Tschilschke
- Lehrende/r: Heike Bismark
Im Kurs sollen Theorien zur syntaktischen Analyse des Deutschen vorgestellt und diskutiert werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf detaillierten eigenen Satzanalysen in Form von Baumgraphen, die kleinschrittig in der Gruppe durchgefürt und besprochen werden.
- Lehrende/r: Netaya Lotze
Im Kurs sollen Theorien zur syntaktischen Analyse des Deutschen vorgestellt und diskutiert werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf detaillierten eigenen Satzanalysen in Form von Baumgraphen, die kleinschrittig in der Gruppe durchgefürt und besprochen werden.
- Lehrende/r: Netaya Lotze
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar beschäftigt sich mit der Idee der (deutschen) Universität vom frühen 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Dafür wird eine Auswahl von Texten gemeinsam diskutiert, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven und historischen Kontexten mit den Aufgaben und Ansprüchen von Universität bzw. universitärer Bildung befassen (Humboldt, Schleiermacher, Fichte, Heidegger, Jaspers, Adorno).
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf
Anmeldung für die Vorlesung: www.fh-muenster.de/myfh
In der Vorlesung wird zunächst in die Disziplin Berufspädagogik eingeführt. Dabei wird u.a. auf die Genese, disziplinäre Verortung sowie auf Gegenstands- und Forschungsfelder dieser Disziplin eingegangen. Standards wissenschaftlichen Arbeitens werden ebenfalls bearbeitet. Hierauf folgt im Zusammenhang des Begriffspaares Disziplin - Profession eine thematische Einführung in das berufliche Handlungsfeld von Lehrerinnen und Lehrern. Kennzeichen professionellen Lehrerhandelns werden ebenso thematisiert wie bildungspolitische Standards und konkrete Aufgaben von Lehrkräften an Berufskollegs. Ebenfalls erfolgt eine Auseinandersetzung mit Aufgaben betrieblichen Bildungspersonals. Hieran schließt sich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit begrifflichen und rechtlichen Grundlagen sowie strukturellen Merkmalen des deutschen Berufsbildungssystems an. Die Dualität des deutschen Berufsbildungssystems wird ebenso betrachtet wie die beruflichen Teilsysteme (Übergangsbereich, schulische Berufsausbildung) und es wird ein besonderer Blick auf die Zielgruppen beruflicher Bildung gerichtet. In diesem Kontext werden Fragen von Inklusion in der beruflichen Bildung thematisiert. Unter der Perspektive, Bildungsprozesse im Lebenslauf abzubilden, erfolgt des Weiteren eine inhaltliche Auseinandersetzung mit beruflichen Bildungsprozessen in der Perspektive des individuellen Lebenslaufes.
- Lehrende/r: Jeanne Lengersdorf
- Lehrende/r: Franziska Vervoorst
- Lehrende/r: Ulrike Weyland
- Lehrende/r: Larissa Wilczek
Mit den Folgen von Extremwetterereignissen und langfristigem klimatischen Wandel sahen sich schon die Menschen des Mittelalters konfrontiert: So berichtet etwa der ostfriesische Geschichtsschreiber Eggerik Beninga (1490-1562) in seiner „Cronica der Fresen” nicht nur mit einiger Regelmäßigkeit von Starkregenereignissen und Sturmfluten an der Nordseeküste, sondern anhand seiner Darstellung lässt sich ebenso die sukzessive Entstehung der Dollartbucht nachzeichnen, die zum Untergang zahlreicher Dörfer und Klöster führte.
Von Seiten der Landesgeschichte wurde derartigen Ereignissen und Entwicklungen bereits seit langer Zeit Beachtung geschenkt. Seit den 1970er Jahren entstand und institutionalisierte sich darüber hinaus innerhalb der europäischen und deutschen Geschichtswissenschaft die Teildisziplin der Umweltgeschichte, welche sich explizit mit den Wechselwirkungen zwischen Menschen und Umwelt befasst. Vor einigen Jahren wurde gar die Forderung erhoben, Umwelt als historische Grundkategorie (neben Herrschaft, Wirtschaft und Kultur) zu etablieren (Siemann/Freytag).
Das Forschungsfeld ist somit – nicht zuletzt aufgrund aktueller gesellschaftlicher Debatten – von einer großen Dynamik geprägt. In der Übung werden wir uns auf Grundlage einer Einführung in die Teildisziplin der Umweltgeschichte und deren aktueller Debatten mit mittelalterlichen Quellen beschäftigen, die auf verschiedene Art und Weise Auskunft über das zeitgenössische Klima/Wetter geben und zugleich Einblicke in den Umgang des Menschen hiermit gewähren.
Die Übung beginnt am 19.10.2021
- Lehrende/r: Christopher Folkens
- Lehrende/r: Raphael Holfeld
- Lehrende/r: Peter Oestmann
In
dieser Vorlesung sollen Ereignisse und Entwicklungen beschrieben werden, die im
zurückliegenden Jahrhundert von herausragender Bedeutung waren: Die
Demokratisierung des Wahlrechts, die im Deutschen Reich in der Weimarer
Republik erfolgte, ist an erster Stelle zu nennen. Ein revolutionärer Wandel lag
zum einen in dem auch Frauen gewährten Stimmrecht, zum anderen in der
Abschaffung eines Klassenwahlrechts. In
dieser Epoche begann die Entwicklung, die die Gleichstellung von Männern und
Frauen in der Gesellschaft betraf. Die Emanzipation der Frauen erfolgte in vielen
kleinen Schritten und ist bis zur letzten Konsequenz auch heute noch nicht
abgeschlossen, vor allem nicht bei einer globalen Betrachtung. Das Thema
„Menschenrechte“ besitzt nach den Schrecken der Weltkriege und in der sozialen
Realität einen hohen Stellenwert. Einen
tiefgreifenden Einfluss auf die Lebensbedingungen der Menschheit besitzt die Globalisierung
von Wirtschaft und Verkehr, die die wechselseitige Abhängigkeit der
menschlichen Gesellschaft auch in materieller Weise sichtbar macht. Flankiert
und gefördert werden die globalen Verflechtungen von der digitalen Revolution,
die die zeitliche und räumliche Kommunikation in einem nie da gewesenen Maße
beschleunigt. Aktuell sind Klimawandel und Umweltbelastung als negative
Faktoren der Menschheitsgeschichte und große Herausforderung in den Fokus des
Bewusstseins gerückt.
- Lehrende/r: Peter Burg
- Lehrende/r: Tamara Austmann
- Lehrende/r: Andrea Streckenbach
Nach der Zwischenprüfung beherrscht ihr zwar die Grundzüge der Falllösungstechnik. Das heißt aber nicht, dass sich diese nicht noch verfeinern und optimieren ließe. Genau das zu tun ist mit Blick auf die Examensklausuren auch dringend ratsam. Wie gehe ich eine fünfstündige Klausur an und wie baue ich sie auf? Wie erkenne ich, wo ich meine Schwerpunkte setzen muss? Wann verwende ich den Gutachtenstil, wann den Behauptungsstil und warum eigentlich nie den Urteilsstil? Wie stelle ich einen „Streitstand“ problemorientiert dar und argumentiere überzeugend, ohne den Korrektor mit dem Abarbeiten von Meinungen zu langweilen oder gar mit nichtssagenden Floskeln zu verärgern? Wie finde ich stichhaltige Argumente, wenn ich keine auswendig gelernt habe? Wo kann ich Zeit gewinnen, anstatt sie unnötig zu verschwenden?
Häufig unterschätzen Studierende bis zum Examen das Potential, das in einer durchdachten und auch im Detail sorgfältig geschulten Falllösungstechnik schlummert. Sie ist zwar kein Garant für gute Noten, wohl aber ein sehr gutes Fundament, auf dem ihr später eure Examensvorbereitung zielsicher aufbauen könnt. Eignet ihr sie euch an, könnt ihr damit im Idealfall eine Menge wertvoller (Lern-)Zeit sparen, die ihr für die schönen Dinge des Lebens gut gebrauchen könnt.
Ganz nebenbei wiederholt und vertieft ihr in der Methodik-AG eure Kenntnisse aus dem Grundstudium und bleibt so am Ball des Pflichtfachstoffs, während ihr euch in eure Schwerpunkte vertieft oder findet euch wieder im deutschen Recht ein, nachdem ihr eine Zeit im Ausland verbracht habt.- Lehrende/r: Simon Pielhoff
- Lehrende/r: Sarah Popp
- Lehrende/r: Jakob Schneck
- Lehrende/r: Tobias Wirthle
Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Im Mittelpunkt des Seminars stehen Adornos Rundfunkbeiträge im Kontext der deutschen Aufarbeitung der Vergangenheit, aber auch seine Theorie der Halbbildung (1959), die bis in die Gegenwart Einfluss auf die Debatte um das Scheitern der Bildung in Form der Schulbildung hat.
Bitte besorgen Sie sich als Lektüregrundlage das Buch "Theordor W. Adorno: Erziehung zur Mündigkeit. Vorträge und Gespräche mit Hellmut Becker 1959-1969. Herausgegeben von Gerd Kadelbach. Frankfurt/Main: Suhrkamp" (gerne auch antiquarisch)
- Lehrende/r: Sebastian Gräber
- Lehrende/r: Leon Lorenz
- Lehrende/r: David Püth
- Lehrende/r: Ursula Reitemeyer-Witt
In enger und kleinteiliger Auseinandersetzung mit poetischen wie prosaischen Texten machen wir uns mit den Eigenheiten der ältesten greifbaren Sprachstufe des Hochdeutschen vertraut, die freilich noch keine normierte Standardsprache war, sondern – wie auch 'das' Mittelhochdeutsche – eine Gruppe von Dialekten mit gemeinsamen Merkmalen. Wie die Klassifizierung als "Einführung" erwarten lässt, werden Althochdeutsch-Kenntnisse nicht vorausgesetzt; erforderlich sind nur die in der Vertiefungsphase ohnehin vorauszusetzenden Mittelhochdeutsch-Kenntnisse, die eine Annäherung an das noch ältere Deutsch wesentlich erleichtern.
Möglichst vor Seminarbeginn anzuschaffen ist Rudolf Schützeichels Althochdeutsches Wörterbuch (Auflage beliebig). Die Texte werden in Kopie bzw. digital bereitgestellt.
IMAS-KandidatInnen und fachfremde Studierende (offenes Masterangebot "Sprache/Literatur/Kultur") bitte ich um eine formlose, aber möglichst frühzeitige Anmeldung per E-Mail. Für alle anderen gilt das reguläre Anmeldeverfahren des Germanistischen Instituts.
- Lehrende/r: Frank Schäfer
Das Verhältnis des Mittelalters zur Antike kann kaum anders denn als ambivalent bezeichnet werden. Einerseits galt die Antike mit ihren Dichtern und Philosophen, mit ihren Herrschern und Helden sowie mit ihren weithin berühmten Liebespaaren als kaum zu überschätzendes Vorbild; andererseits galt es doch auch, sich von der vorchristlichen heidnischen Welt grundlegend zu distanzieren. Ebendieses Spannungsfeld von Faszination und Abgrenzung hat denn auch zu reger Produktion geführt, nicht zuletzt in der höfischen Literatur. So wurde der Anschluss an die Antike durchaus gesucht, wurden ganze Stoffgebiete im sogenannten Antikenroman erschlossen oder einzelne Figuren und Motive in eigene Erzählungen integriert, um sie doch der eigenen Kultur und Vorstellungswelt anzupassen. Die produktive Auseinandersetzung mit dem Alten konnte nicht zuletzt der Standortbestimmung des Eigenen dienen, was nicht selten in einen Gestus auch der Überbietung führte. Der Bernhard von Chartres zugeschriebene Ausspruch, man sei wie Zwerge auf den Schultern von Riesen, mag das besondere Verhältnis vielleicht umreißen, sofern man zwar gegenüber der Größe der Antike selbst als Zwerg erscheinen würde, auf den Schultern sitzend doch über sie hinausragen und daher weiter sehen könne.
Das Seminar möchte anhand ausgewählter Beispiele aus der mittelalterlichen Literatur im Vergleich auch mit antiken Prätexten diesem speziellen Verhältnis nachgehen. Dabei sollen Strategien ermittelt werden, wie mit dem Erbe der Antike umgegangen wurde. In den Blick geraten dabei Themen von Heroik, Herrschaft und Liebe wie gleichermaßen prominente Figuren aus Mythologie und Historie, die ihre je eigene und mitunter neue Geschichte erhalten haben, in der mittelalterlichen Historiographie wie in der mittelhochdeutschen Epik oder Lyrik: so etwa Eneas oder Alexander der Große, Pygmalion oder Narziss, Paris und Helena oder Hero und Leander.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft, sich aktiv im Rahmen von Arbeitsgruppen am Seminar zu beteiligen. Ein Reader mit Texten zum Seminar (Auszüge mittelhochdeutscher, teils einsprachiger Texte sowie Forschungsliteratur) wird zu Beginn des Semesters vorliegen. Das Seminar wird von einem eigenen Learnweb-Kurs begleitet, u. a. mit ergänzenden Texten zur Vor- und Nachbereitung. Informationen zum Kurs folgen in der ersten Sitzung des Seminars.
- Lehrende/r: Ulrich Hoffmann