Suchergebnisse: 1505
Die Revolution 1848/49 stellt zweifellos eine markante Zäsur in der neueren Geschichte dar. Die Aufstände und Kämpfe sowie die darauf folgenden Entwicklungen in den Jahren 1848/49 markierten nicht nur einen zentralen Meilenstein der Geschichte des deutschen Parlamentarismus und der deutschen Verfassungsgeschichte, sie waren darüber hinaus auch ein Ereignis von europäischem Ausmaß.Die Übung zielt zum einen darauf ab, ein tieferes Verständnis von der Revolution, ihrem Verlauf und ihren Folgen zu vermitteln. Sie bietet zum anderen einen Überblick über die Entwicklungslinien und aktuellen Tendenzen der Forschung zu diesem historischen Ereignis. Dabei sollen schließlich unterschiedliche Perspektiven des historischen Arbeitens - etwa die der Demokratie-, Verflechtungs- und Geschlechtergeschichte - sowie ihre jeweiligen Möglichkeiten und Grenzen erarbeitet und diskutiert werden.
- Lehrende/r: Felix Josef Gräfenberg
Im Proseminar werden sich Studierende mit dem Thema Zwangsarbeit im Dritten Reich auf der Grundlage lebensgeschichtlicher Interviews mit ehemaligen osteuropäischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern befassen. Die zentrale, aber nicht die einzige Quelle dafür ist das elektronische Archiv der oralhistorischen Interviews (https://archiv.zwangsarbeit-archiv.de/de/), das ca. 600 Interviews aus mehreren nationalen Sammlungen mit deutschen Übersetzungen enthält. Quellenkritische Arbeit und die Analyse der Besonderheiten der oralhistorischen Interviews bilden damit ein wichtiges Ziel des Proseminars.
Zu Beginn der Lehrveranstaltung wird in das Thema NS-Zwangsarbeit und insbesondere Zwangsarbeit im Dritten Reich eingeführt. Dadurch werden Formen und Einsatzbereiche der Zwangsarbeit sowie verschiedene Kategorien der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wie „Ostarbeiter“, KZ-Häftlinge, Kriegsgefangene, jüdische Zwangsarbeiter kennengelernt. Anschließend werden die Zwangsarbeit-Erfahrungen anhand von Fallbeispielen von Vertretern verschiedener nationalen Gruppen und Kategorien der osteuropäischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf Basis ihrer Interviews analysiert und verglichen.
- Lehrende/r: Kateryna Kobchenko
Es ist unbestreitbar, dass die Auseinandersetzung mit der Kunst einen Grundpfeiler der Philosophie Nietzsches bildet. Bereits in seinem Frühwerk „Die Geburt der Tragödie” setzt Nietzsche der „moralischen Weltauslegung des Christentums” die lebensbejahende, artistische Weltauslegung gegenüber, die für ihn die eigentliche metaphysische Tätigkeit des Menschen ausmacht. Diese Weltauslegung äußert sich in einer Vielzahl widersprüchlicher Perspektiven, die sich nicht zu einer Einheit formen lassen. Die Welt wird uns darum auch nicht als logisches, sondern nur als ästhetisches Phänomen wirklich verständlich.
Folgerichtig entwickelt Nietzsche diesen Gedanken in seinen späteren Schriften weiter bis zu dem Konzept des Übermenschen, der in so vollkommenem Sinne Künstler ist, dass er sich seine Werte (und damit seine Perspektiven zur Weltauslegung) gänzlich selbst schafft.
In diesem Seminar soll es einerseits darum gehen, zu ergründen, in welchem Sinne die Kunst für Nietzsche von zentraler Bedeutung für den Menschen ist, und andererseits auch darum, Nietzsches Rezeption der Kunst seiner und der vergangenen Zeit zu untersuchen. Geplant ist dabei auch, in einer Sitzung von Nietzsche rezipierte (und von ihm selbst verfasste) Musikstücke zu hören und seine Anmerkungen zu diesen zu diskutieren.
Im Vordergrund stehen die Fragen:
-Warum und wie entwickelt Nietzsche Dionysos, den Gott des Theaters und des Rausches, als Antichristen?
-Wie begründet er seine verheerende Kritik der romantischen deutschen Kunst und Musik?
-Inwiefern ist es eine Kunst, Werte zu schaffen? Was für Werte meint Nietzsche?
Zu diesem Zweck sollen in diesem Seminar ausgewählte Texte Nietzsches gelesen werden. Diese stammen aus: Die Geburt der Tragödie, Jenseits von Gut und Böse, Der Fall Wagner und Also sprach Zarathustra.
Weitere Vorschläge sind sehr willkommen.
- Lehrende/r: Luca Güttner
Folgt man dem Modell des Mediävisten Peter Moraw, der das polyzentrische, spätmittelalterliche Reich auf einer Skala von „Königsnähe“ bis „Königsferne“ in verschiedene Zonen einteilte, so ließe sich der Nordwesten des römisch-deutschen Reiches zweifelsohne den (geographisch) königsfernen Räumen zuordnen. Statt ausgeprägter „Kraftlinien“ des Königtums, die in diesen Raum hineinwirkten, waren es vielmehr die lokalen und regionalen Herrschaftsträger, die die Geschicke der Region bestimmten. Im Proseminar wollen wir und mit diesen vielfältigen Herrschaftsträgern, den Gesellschafts- und Wirtschaftsstrukturen zwischen Ems und Weser sowie von der Nordseeküste bis in den westfälischen Raum beschäftigen.
Ziel der Veranstaltung ist es, die Geschichte des „königsfernen“ Nordwesten im Hoch- und Spätmittelalter anhand verschiedenartiger geschichtswissenschaftlicher Zugriffe und Betrachtungsebenen gemeinsam zu erarbeiten. Über das Thema hinaus bietet das Seminar eine Einführung in die Grundbegriffe und Arbeitstechniken der mediävistischen Forschung, stellt deren wichtigste Hilfsmittel vor und macht mit der (systematischen) Recherche und Lektüre von Forschungsliteratur vertraut.
Für den erfolgreichen Abschluss des Seminars sind die regelmäßige und aktive Teilnahme (auch an Exkursionen in Museen, Archive etc.), die Übernahme eines Kurzreferats, das Bestehen der Abschlussklausur sowie das Verfassen einer schriftlichen Ausarbeitung (10-15 Seiten) erforderlich.
- Lehrende/r: Christopher Folkens
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Die Veranstaltung kann im Bedarfsfall auch für das Modul ELS genutzt werden. Bitte wenden Sie sich für die Onlinestellung der genannten und von Ihnen zu belegenden Module in den Bildungswissenschaften an Frau Averesch (christiane.averesch@uni-muenster.de).
Bitte beachten! Diese Veranstaltung kann nicht außercurricular belegt werden. Die Teilnahme an der ersten, konstituierenden Sitzungwird erwartet! Ein Nachrücken in die Veranstaltung ist ausschließlich über einen Platz auf der Warteliste oder über eine Härtefallregelung möglich.
Das Seminar 'Organisations- und Sozialisationsprozesse in Schule und Unterricht: Anforderungen, Wahrnehmungen und Grenzen' beleuchtet Aspekte der Schul- und Unterrichtsorganisation, der Professionalisierung und Professionalität von Lehrkraften sowie der Sozialisation in schulischen Kontexten. Aktuelle Problemstellen im deutschen Schulsystem dienen als Anker, um zum einen Bezüge zur erziehungswissenschaftlichen Forschung und zum anderen zur Mikroebene des Unterrichts herzustellen.
Eine Festlegung auf thematische Schwerpunkte erfolgt in der ersten Sitzung. Sie sind herzlich eingeladen, in der ersten Sitzung Themenvorschläge und -wünsche vorzustellen, denen wir uns zusätzlich und ergänzend widmen sollten. Eine intensive Auseinandersetzung mit der Grundlagenliteratur wird erwartet!
- Lehrende/r: Patrick Gollub
die Perspektive der Geschichtswissenschaft auf das Deutsche Kaiserreich im 20. Jahrhundert drastisch. Zugespitzt in der These vom „deutschen Sonderweg“ wurde das Kaiserreich mit seinen Modernisierungsdefiziten besonders im Zusammenhang mit den Weltkriegen und der Entstehung des Nationalsozialismus gesehen. Heute haben sich die Sichtweisen auf das Kaiserreich stärker ausdifferenziert und werden beispielsweise um transnationale Perspektiven erweitert. Aktuell wird erneut um die Deutung des Kaiserreichs gestritten, etwa um die Frage, ob die Massenpolitisierung des Kaiserreichs als Basis der Demokratisierung betrachtet werden kann.
Ziel der Veranstaltung ist, Forschungsdebatten und zentrale Themen der Kaiserreich-Forschung zu verbinden und anhand dieses konkreten Beispiels zu vermitteln, wie Historikerinnen und Historiker arbeiten. Konkrete Themenbereiche sind z.B. Einigungskriege und Reichsgründung, Innenpolitik (Sozialdemokratie, politischer Katholizismus), föderales System und Heimatbewegung, Industrialisierung und Urbanisierung, Außenpolitik und Imperialismus sowie der Erste Weltkrieg.
Für den erfolgreichen Abschluss des Seminars sind die regelmäßige und aktive Teilnahme (inkl. wöchentlicher Lektüre), die Übernahme eines Kurzreferats, das Bestehen der Abschlussklausur sowie das Verfassen einer Hausarbeit (10-15 Seiten) erforderlich.
- Lehrende/r: Lena Krull
In diesem Seminar werden wichtige Grundlagen, Akteure und Prozesse der deutschen und niederländischen Politik in komparativer Perspektive behandelt. Die Betrachtungen zielen darauf ab, das Wissen über das politische Geschehen in Deutschland und den Niederlanden zu erweitern, dabei sollen zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen beiden Ländern identifiziert und erörtert werden. Im Verlauf des Seminars wird des Weiteren immer wieder über aktuelle Fragestellungen und Themen diskutiert werden.
- Lehrende/r: Markus Wilp
Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar befasst sich mit der pädagogischen Reformbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende der Weimarer Republik. In dieser Zeit rückten neue Problemstellungen in den Mittelpunkt reformpädagogischer Diskussionen, die im Seminar aus historisch-systematischer Perspektive beleuchtet werden, etwa das neue Verständnis von Natur, Kindheit und Gemeinschaft sowie die Neubestimmung des Generationenverhältnisses. Im Rahmen des Seminars werden ausgewählte Schulversuche und Reformkonzepte erarbeitet und gemeinsam reflektiert.
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf
Reisen bildet, erweitert den Horizont, ist eine prestigeträchtige Aktivität oder, im Fall von Dienstreisen, ein notwendiges Übel. Die Deutschen reisen heutzutage viel und gerne; doch war dies auch im Mittelalter so? Wer machte sich auf Reisen und warum? Führten tatsächlich alle Wege nach Rom? Wie stand es überhaupt um das mittelalterliche Verkehrsnetz und anhand welcher Überlegungen wurden Reiserouten gewählt? Hatten Reisende tatsächlich viel zu erzählen und was bzw. wie wurde vom Leben unterwegs berichtet? Im thematischen Teil des Proseminars werden diese und andere Fragen zum Thema des mittelalterlichen Reisens behandelt.
In seinem propädeutischen Teil erhalten Sie hingegen einen Überblick über diejenigen Grundbegriffe, Hilfsmittel und Arbeitstechniken, die für die Beschäftigung mit der Geschichte des Mittelalters grundlegend sind. Zur positiven Absolvierung dieser Lehrveranstaltung sind neben regelmäßiger Anwesenheit samt reger Mitarbeit und der Präsentation eines Kurzreferats auch das Schreiben einer Abschlussklausur und das Verfassen einer Hausarbeit (10-15 Seiten) vorgesehen.
- Lehrende/r: Anna Maria Petutschnig
Inhaltliche Schwerpunkte: Merkmale der deutschen Religionspolitik im Vergleich; Herausforderungen einer multireligiösen Gesellschaft; Überblick über die religiöse Entwicklung in der BRD; Politisierung und Radikalisierung von Religionen in Bezug auf den Nahostkonflikt; Narrative und Verschwörungsmythen zwischen Deutschland und dem Nahen Osten; neue Erkenntnisse rund um den Antisemitismus, seine Wurzeln und Formen; aktuelle Aufklärungs- und Präventionsarbeit
- Lehrende/r: Daniel Carl Freitag
Das Seminar gehört zu einer Reihe von Veranstaltungen, die aus Anlass der 400. Wiederkehr des Geburtstages von Grimmelshausen 2021 und 2022 in Deutschland stattgefunden haben. Der Abentheurliche Simplicissimus Teutsch (1669) zählt aufgrund seiner inhaltlichen und strukturellen Mehrdimensionalität zu den komplexesten Romanen der deutschen Literatur. Der Nachfolgeroman Courasche (1670) knüpft mit seiner ambivalenten weiblichen Titelfigur unmittelbar an den Bestseller an. Das Seminar soll einen Einblick in die Erzählkunst der Frühen Neuzeit bieten. Folgende Themenschwerpunkte sind vorgesehen: Gattungstradition des Schelmenromans, Erzählstrukturen der Satire, Text-Bild-Bezüge (Titelkupfer, Emblematik), Ausprägungen des sensus duplex (Allegorie, Astrologie), Kriegs- und Gewaltdarstellung, Sozialkritik und Gesellschaftsutopie, religiöse Bekehrungskonzepte, poetologische Reflexionen und moralische Rechtfertigung der Romane, Modi der Leserlenkung, Darstellung der Frau.
Textgrundlage: Grimmelshausen: Simplicissimus Teutsch. Hg. von D. Breuer. Frankfurt a. M. 2005 (Deutscher Klassiker Verlag im Taschenbuch 2); Grimmelshausen: Courasche / Springinsfeld / Wunderbarliches Vogel-Nest I und II / Rathstübel Plutonis. Hg. von D. Breuer. Frankfurt a. M. 2007 (Deutscher Klassiker Verlag im Taschenbuch 21). Zur Einführung wird auf den Kommentarteil dieser Ausgaben verwiesen. Ferner: Dieter Breuer: Grimmelshausen-Handbuch. München 1999; Volker Meid: Grimmelshausen. Leben, Werk, Wirkung. Stuttgart 2011. Dringend empfohlen wird die Lektüre der Romane bereits vor Seminarbeginn. Themen für Kurzreferate können Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer bereits in den Sprechstunden der vorlesungsfreien Zeit erhalten. Im Zusammenhang mit dem Seminar wird am 23.11.2022 ab 19.30 Uhr in der Studiobühne der Universität Münster ein Konzert stattfinden. Das Ensemble bietet im Programm mit dem Titel „Thorheiten meiner Leffelei“ Musik und Lieder aus dem 17. Jahrhundert im Rahmen einer musikalischen Inszenierung des dritten Buchs von Grimmelshausens Simplicissimus. Dazu werden Texte aus dem Roman rezitiert.
Beginn: 13.10.2022
Semestersprechstunde: donnerstags, jeweils 17.45 – 18.15 und 19.45 – 20.00 Uhr, Raum 147
Sprechstunden in der vorlesungsfreien Zeit: 25.08.2022, 15.09.2022, jeweils 17.00 Uhr, Raum 147
- Lehrende/r: Peter Heßelmann
Blanke Not, aber auch religiöse Motive bei Württemberger Pietisten oder Mennoniten aus dem Raum um Danzig und Westpreußen führten zur Auswanderung großer Bevölkerungsgruppen in das Russische Reich. Privilegien wie Steuerfreiheit, Landzuteilung und Befreiung vom Militärdienst lockten die Siedler an. Siedlungsgebiete für die Kolonisten im 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden vor allem an der unteren Wolga und am Schwarzen Meer, aber auch in Georgien. Die offizielle Anwerbungspolitik hatte unter Katharina II. 1763 begonnen und wurde unter Alexander I. Anfang des 19. Jahrhunderts fortgeführt.
Am Beispiel der Geschichte dieser deutschen „Kolonisten” und anhand der von Studierenden zu analysierenden Autobiographien bietet das Hauptseminar eine Einführung in die Migrations- und Integrationsforschung. Sie verfolgt die Wege der Auswanderer und ihr Schicksal im Russländischen Reich und schlägt einen zeitlichen Bogen bis zur Liquidation der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen und der Deportation der deutschen Minderheit 1941 aus dem europäischen Teil der Sowjetunion.
Bestandteil des Seminars ist sowohl ein Austausch mit dem Projektleiter der Wanderausstellung „Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart” als auch eine Exkursion zum Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte nach Detmold. Der Besuch des Detmolder Museums wird eine Brücke zwischen der Geschichte und der Gegenwart von Russlanddeutschen in Deutschland vermitteln und macht mit den Möglichkeiten für Masterarbeiten zu in der dortigen Bibliothek schlummernden unveröffentlichten Memoiren von Russlanddeutschen bekannt.
Das Seminar folgt den Maximen des Forschenden Lernens. Damit wird bei einer Teilnahme die Bereitschaft zu umfangreicher Lektüre und zu intensiver Gruppenarbeit vorausgesetzt.
- Lehrende/r: Maria Pauli
- Lehrende/r: Ricarda Vulpius
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirklichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Dabei greifen auf das Angebot der soziologischen Bildungstheorie zurück. Weitere Schwerpunkte des Seminars werden Themen um inklusive Schule sein, sowie Aspekte der digitalisierten Schule. Diese beiden zuletzt genannten Themen werden nur in diesem Seminar aufgegriffen werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirk-lichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Dabei greifen auf das Angebot der soziologischen Bildungstheorie zurück. Weitere Schwerpunkte des Seminars werden Themen um das Doing Gender in der Schule sein, sowie Aspekte von Schule und Migration. Diese beiden zuletzt genannten Themen werden nur in diesem Seminar aufgegriffen werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler
In diesem Seminar wird es darum gehen aus unterschiedlichen Perspektiven die Unterrichtssituation an deutschen Schulen zu diskutieren. Es wird darum gehen, die soziale Herstellung von schulischen Wirk-lichkeiten kritisch in den Blick zu nehmen. Dabei greifen auf das Angebot der soziologischen Bildungs-theorie zurück. Weitere Schwerpunkte des Seminars werden Themen um soziale Ungleichheit sein, sowie Aspekte von Familie und Bildung. Diese beiden zuletzt genannten Themen werden nur in diesem Seminar aufgegriffen werden.
- Lehrende/r: Roland Schindler
Lehrkräfte sind in unserer medial-digitalisierten Welt aufgefordert, ihre Schülerinnen und Schüler dafür zu sensibilisieren, dass Raumdarstellungen über Sprache konstruiert werden und sich kulturelle Merkmale im Sprechen über Raum manifestieren. Die Bildungsstandards der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) weisen darüber hinaus Kommunikation als Kompetenzbereich explizit aus und umreißen diesen Kompetenzbereich mit der Fähigkeit, „geographische/geowissenschaftliche Sachverhalte zu verstehen, sich angemessen unter der Verwendung der Fachsprache auszudrücken und damit anderen verständlich zu machen”. Im Seminar sollen zunächst theoretische Grundlagen diskutiert werden, die dann anschließend in Handlungsmöglichkeiten im Rahmen einer sprachsensiblen Unterrichtsgestaltung umgesetzt werden.
- Lehrende/r: Sonja Schwarze
Das medienpraktische Seminar wird von IfK-Absolvent Dominik Czeppel, M.A. geleitet. Er arbeitet für Münster Marketing im Bereich Strategische Kommunikation und Partizipation.
Die Pandemie hat vielerorts einen bereits begonnenen Wandel in den deutschen Innenstädten deutlich beschleunigt: Einzelhandel und Gastronomie schließen Ladenlokale, ganze Straßenzüge verändern ihr Gesicht und die Anforderungen an die Funktion einer zukunftsfähigen Innenstadt wandeln sich.
Förderprogramme und diverse Sofortmaßnahmen wurden von Bund, Ländern, Kommunen und weiteren Akteuren initiiert, um die Folgen abzufedern und den Wandel konstruktiv zu gestalten. Doch wie genau sieht die Zukunft der Innenstädte eigentlich aus und wie können die Bürgerinnen und Bürger auf diesem Weg informiert, überzeugt und beteiligt werden? Welche konkreten Herausforderungen stehen in der jeweiligen Stadt an? Auch in Münster werden erste Änderungen sichtbar und weitere stehen an – auch wenn die Herausforderungen für Münster teilweise nochmal anders gelagert sind, als in vielen anderen Städten. Ein wesentlicher Faktor ist auch die sehr junge Bevölkerung der Stadt Münster, insbesondere durch den hohen Anteil an Studierenden. Eine Zielgruppe, die potentiell engagiert aber bei Themen der Stadtentwicklung deutlich unterrepräsentiert ist. Wie kann diese Generation also für die Themen der Stadtentwicklung erfolgreich einbezogen werden?
Das Seminar bietet einen Einblick in die praktischen Rahmenbedingungen der kommunalen Kommunikation. Angelehnt an ein reales und aktuelles Fallbeispiel wird das Handwerkszeug für Kommunikation mit und Beteiligung von Bürgern und Bürgerinnen vermittelt. Auf dieser Grundlage werden die Studierenden ein eigenes, umsetzungsfähiges Konzept entwickeln und dieses bei einem Pitch präsentieren.
Studienleistung:
- aktive Mitarbeit
- regelmäßige Vor- und Nachbereitung
Prüfungsleistung:
- Zwischenstände der Gruppenarbeit (20%)
- Pitch einer umsetzungsfähigen Konzeption (50%)
- Abschließendes Abstract zur Konzeption inkl. eingearbeitetem Feedback (30%)
Literaturhinweise:
- Röttger U., Czeppel D. (2019). Kommunale Kommunikation im Wandel, prmagazin 2019, Nr. 04
- Liebert, T. (2015): Berufsfeld Kommunen/kommunale PR. In: Fröhlich, Romy/Szyszka, Peter/Bentele, Günter (Hrsg.): Handbuch der Public Relations. Wiesbaden, 615-630. https://doi.org/10.1007/978-3-531-18917-8_38
- Lehrende/r: Dominik Czeppel
Wie verarbeitet die Literatur des Mittelalters den Kulturfaktor Schrift? Und welche Rolle spielt Schrift für Identitäts- und Figurenentwürfe im literarischen Erzählen?
Ziel dieses Blockseminars ist es, schriftsprachliche Kommunikation mit ihren spezifischen Eigenarten als Kulturtechnik in Abgrenzung von oralen Traditionen im historischen Zugriff fachwissenschaftlich zu erforschen sowie Schrift und Schriftlichkeit in verschiedenen medialen und kulturellen Kontexten zu verorten. Im Mittelalter ist schriftsprachliche Kompetenz – ganz anders als heute – die Ausnahme und Kennzeichen spezifischer gesellschaftlicher Gruppen. Kulturzeugnisse und Identitätskonzepte setzen noch wesentlich Mündlichkeit voraus. Neben der soziokulturellen Bedeutung von Schriftsprachlichkeit im Mittelalter sollen im Seminar auch die Themen von Gelehrten- und Laiendiskursen, von mündlichen und schriftlichen Kommunikationskulturen, die Praxis der Erstellung und Tradition schriftlicher Kulturzeugnisse, Forschungspositionen und Theorien zu schriftlicher Kommunikation sowie zur Medialität und Materialität von Schrift in mittelalterlicher Literatur eine Rolle spielen.
Einen wesentlichen Teil des Blockseminars soll die Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Schrift und Schriftlichkeit in historischen Erzähltexten bilden. Einer kulturhistorischen Einführung folgt die Auseinandersetzung mit Auszügen aus verschiedenen höfischen Werken des 12. und 13. Jahrhunderts. Alle herangezogenen mittelhochdeutschen Primärtexte – geplant ist unter anderem die Beschäftigung mit Hartmanns von Aue ‚Gregorius‘, mit Heinrichs von Veldeke ‚Eneasroman‘ und mit Wolframs von Eschenbach ‚Parzival‘ – liegen in Übersetzung vor.
Das Blockseminar wird von einem Learnweb-Kurs begleitet und integriert auch Elemente des Digitalen Selbststudiums.
- Lehrende/r: Susanne Spreckelmeier
Über mehr als 2000 Jahre beschäftigte sich die Philosophie mit der Seele. Selbst wenn die Natur oder die Eigenschaften der Seele immer umstritten waren, war es völlig unumstritten, dass sie Gegenstand der Philosophie (und zwar einer der zentralen Gegenstände) war. Bekanntlich wurde diese Selbstverständlichkeit durch Kant in Anlehnung an Hume in den „Paralogismen der reinen Vernunft“ (Kritik der reinen Vernunft) infrage gestellt. In nachkantischer Zeit wird der Gebrauch des Begriffs Seele in der Philosophie problematischer, sodass der Begriff heute oft als bloßer Rückstand einer vergangenen metaphysischer Zeit gesehen wird.
Ziel des Seminars ist die Geschichte dieses Begriffs seit der Klassischen Griechischen Philosophie bis zur Klassischen Deutschen Philosophie zu verfolgen. Das Seminar wird durch die Lektüre von Schlüsseltexten wichtige Stationen aus dieser äußerst komplexen Entwicklung näher betrachten. Wir werden uns mit Texten aus der Antike, dem Mittelalter und der Neuzeit (Platon, Aristoteles, Plotin, Augustinus, Thomas, Descartes, Leibniz, Spinoza, Locke, Hume, Kant, Fichte, Schelling und Hegel u.a.) beschäftigen, um das Feld der Seelenforschung zu umreißen. Vor diesem Hintergrund soll das Seminar ein Ausblick auf die Leere bieten, welche die Auflösung der Seele in der 20 Jh. hinter sich ließ, und auf die komplexe Lage, welche die Philosophie diesbezüglich heute trifft.
- Lehrende/r: Alexandra V. Alván León
Die einführende Vorlesung erschließt den Gegenstandsbereich der spanischen Kulturwissenschaft nicht über einen historisch-chronologischen Ansatz und auch nicht über eine landeskundliche/landeswissenschaftliche Systematik, sondern über eine Reihe kulturwissenschaftlicher Basiskonzepte, die sich in den letzten Jahren in der deutschen Forschungslandschaft und universitären Ausbildung als zentral erwiesen haben. Behandelt werden in den einzelnen Vorlesungen unter anderem die folgenden Themen- und Fragenkomplexe: „Was ist spanische Kulturwissenschaft?”, „Der Raum als Zeichen: Territoriale Identitäten”, „Die zeitliche Dimension der Kultur”, „Die Entwicklung der nationalen und kulturellen Identität(en)”, „Spanische Fremd- und Selbstbilder”, „Kulturkontakte: (Post-) Kolonialismus und Migration”, „Geschlechterordnungen und Körperdiskurse”, „Erinnerungskultur(en) und Gedächtnisorte”, „Kulturspezifische Besonderheiten des spanischen Mediensystems” etc. Der Schwerpunkt der Einführung liegt vor allem darauf, das Problembewusstsein für die unterschiedlichen Dimensionen der spanischen Kultur zu fördern und die Relevanz zentraler Begriffe herauszuarbeiten. Kulturelle Daten und Fakten stehen daher nie für sich, sondern immer im Fokus eines Ansatzes, der die Symbolik kultureller Sachverhalte und Gegebenheiten zur Richtschnur der Darstellung macht. Das vollständige Programm der Vorlesung steht im Learnweb ab Ende März zur Verfügung.
Teilnahmevoraussetzungen: Regelmäßige Anwesenheit und die Bereitschaft zur Erledigung kleinerer Vorbereitungsaufgaben. Spanischkenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung für den Besuch der Vorlesung.
- Lehrende/r: Mara Behle
- Lehrende/r: Christian von Tschilschke
Die Variationslinguistik als ein Teilgebiet der Soziolinguistik befasst sich mit der Beschreibung sprachlicher Variation mittels außersprachlicher Kategorien. Die Beschreibung erfolgt klassischerweise nach Dimensionen wie Raum, Zeit, Gruppe, Situation und Medium und führt zu einer Kategorisierung sprachlicher Varietäten mit Begriffen wie Dialekt, Jugendsprache, Fachsprache, Umgangssprache, Standardsprache usw. Diese Varietäten sind sowohl in ihrer Struktur, d.h. in ihrem lautlichen, grammatischen, lexikalischen etc. Inventar und in den Regeln, wie sprachliche Einheiten verwendet werden können, als auch in ihren spezischen pragmatischen und soziolinguistischen Funktionen gut beschreibbar. Dies - am Beispiel des Deutschen - zu tun, ist das Ziel des Seminars.
- Lehrende/r: Helmut Spiekermann
- Lehrende/r: Heike Bismark
Die Staufer gehören zu den bedeutendsten Herrscherdynastien des römisch-deutschen Reiches im Mittelalter. Im Proseminar wird die Geschichte der Dynastie, beginnend mit der Erhebung Friedrichs I. zum Herzog von Schwaben im Jahr 1079, bis zur Hinrichtung des letzten Staufers Konradin 1268 in Neapel behandelt. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf die Zeit der beiden zentralen Herrschergestalten der Familie, Friedrich I. „Barbarossa“ (1122-1190) und Friedrich II. (1194-1250), gelegt. Neben zentralen Aspekten von deren Herrschaft (Auseinandersetzungen mit dem Papsttum, den oberitalienischen Städten, Kreuzzügen etc.) sowie der Geschichte der Staufer generell geht es im Seminar schließlich noch um die Rezeption der Dynastie durch Historiker und eine breitere Öffentlichkeit im 19. und frühen 20. Jahrhundert, die in den Staufern den Höhepunkt der „deutschen“ Königsmacht im Mittelalter sahen und ihre nationalen Hoffnungen und Sehnsüchte der Gegenwart auf diese projizierten.
Vor dem Hintergrund dieser Thematik gibt der propädeutische Teil des Proseminars einen Einblick in die Arbeitsweisen, Hilfsmittel und Methoden des Fachs Mittelalterliche Geschichte. Als Leistungsnachweise sind neben regelmäßiger und aktiver Teilnahme die Beteiligung an einer Stundengestaltung, eine Abschlussklausur und eine Hausarbeit erforderlich. Anwesenheit in der ersten Sitzung ist zwingend erforderlich; Abwesenheit kann nur durch ein ärztliches Attest oder eine Praktikumsbescheinigung entschuldigt werden und ist vor Seminarbeginn mitzuteilen.
Im Rahmen der Veranstaltung wird die Ausstellung „Barbarossa – Die Kunst der Herrschaft“, die vom 28.10.2022 bis 5.2.2023 im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster stattfindet, besucht.
- Lehrende/r: Christian Scholl
- Lehrende/r: Netaya Lotze
Seit jeher zählt der Fragment gebliebene „Tristan“ Gottfrieds von Straßburg zu den umstrittensten Texten der mittelhochdeutschen Literatur. Für Heinrich Heine war der Roman das „schönste Gedicht des Mittelalters“, Jacob Grimm sah in ihm hingegen „etwas störendes und eine gewisse künstliche zusammenhanglosigkeit“. Diese so unterschiedliche Bewertung des 19. Jahrhunderts resultiert nicht zuletzt aus dem Text selbst, der die Geschichte von Ehebruch und Liebe, Treue und Betrug überaus facettenreich und voller Widersprüche erzählt. Im Seminar soll gezielt diesen Widersprüchlichkeiten in Geschichte und Erzählung nachgegangen werden. Die alle Normen und Konventionen der Gesellschaft überschreitende Liebe von Tristan und Isolde steht dabei im Zentrum der Lektüre des mittelhochdeutschen Romans. Fragen nach der Konstitution höfischer Kultur, nach Liebe und Kommunikation geraten hierbei ebenso in den Blick wie solche nach Identität und Verstellung. Letztlich zeigen sich Ambivalenzen auch innerhalb des Erzählens selbst, so im Umgang etwa mit Mythos, Religion und Kunst. Nicht von ungefähr hat die Geschichte von Tristan und Isolde immer wieder zu künstlerischen Auseinandersetzungen bis in die Moderne herausgefordert.
Dem Seminar ist ein obligatorischer Übungsteil zugeordnet, der es in methodischer und praktischer Hinsicht ergänzt. Im Seminar besprochene Einzelaspekte können dabei vertieft, verfolgte wissenschaftliche Ansätze und Methoden darüber hinaus kritisch reflektiert und auf ihren Ertrag hin hinterfragt werden. Im Zentrum wird dabei stets die eigene praktische Arbeit stehen. In gemeinsamer Auseinandersetzung mit der Vorbereitung, Durchführung und Präsentation von Referaten und Hausarbeiten sollen Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens eingeübt und gefestigt werden. Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft, sich regelmäßig und aktiv im Rahmen von Arbeitsgruppen an Seminar und Übung zu beteiligen.
Textgrundlage (zur Anschaffung und Lektüre bis Semesterbeginn dringend empfohlen): Gottfried von Straßburg: Tristan. Nach dem Text von Friedrich Ranke neu hrsg., ins Neuhochdeutsche übersetzt, mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn. 3 Bde. Stuttgart 2017 (= RUB 4471–4473) ISBN 978-3-15-030057-2. Zur Vorbereitung und begleitenden Lektüre wird zudem empfohlen: Christoph Huber: Gottfried von Straßburg: Tristan. 3. neu bearbeitete und erweiterte Aufl. Berlin 2013 (= Klassiker-Lektüren. 3).
- Lehrende/r: Ulrich Hoffmann
Eine Anmeldung in HISLSF dient der Organisation der Vorlesung und sollte nach Möglichkeit vorgenommen werden. Die Teilnahme an der Veranstaltung sowie die Verbuchung Ihrer Leistungen in QISPOS ist jedoch auch ohne vorherige Anmeldung via HISLSF möglich.
In der Vorlesung wird zunächst in die Disziplin Berufspädagogik eingeführt. Dabei wird u.a. auf die Genese, disziplinäre Verortung sowie auf Gegenstands- und Forschungsfelder dieser Disziplin eingegangen. Standards wissenschaftlichen Arbeitens werden ebenfalls bearbeitet. Hierauf folgt im Zusammenhang des Begriffspaares Disziplin - Profession eine thematische Einführung in das berufliche Handlungsfeld von Lehrerinnen und Lehrern. Kennzeichen professionellen Lehrerhandelns werden ebenso thematisiert wie bildungspolitische Standards und konkrete Aufgaben von Lehrkräften an Berufskollegs. Ebenfalls erfolgt eine Auseinandersetzung mit Aufgaben betrieblichen Bildungspersonals. Hieran schließt sich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit begrifflichen und rechtlichen Grundlagen sowie strukturellen Merkmalen des deutschen Berufsbildungssystems an. Die Dualität des deutschen Berufsbildungssystems wird ebenso betrachtet wie die beruflichen Teilsysteme (Übergangsbereich, schulische Berufsausbildung) und es wird ein besonderer Blick auf die Zielgruppen beruflicher Bildung gerichtet. In diesem Kontext werden Fragen von Inklusion in der beruflichen Bildung thematisiert. Unter der Perspektive, Bildungsprozesse im Lebenslauf abzubilden, erfolgt des Weiteren eine inhaltliche Auseinandersetzung mit beruflichen Bildungsprozessen in der Perspektive des individuellen Lebenslaufes.
- Lehrende/r: Rieke Kippelt
- Lehrende/r: Mona Massumi
- Lehrende/r: Sophie Niehoff
- Lehrende/r: Ulrike Weyland
Das Sportspiel Volleyball stellt gerade an Kinder häufig zu hohe technische, koordinative und wahrnehmungsbezogene Anforderungen. In der Veranstaltung werden daher grundschulgerechte Vermittlungsmöglichteiten entwickelt, erprobt und refektiert. Zur Vorbereitung emphehlen sich die Broschüren zum Volleyball in der Schule des Deutschen Volleyball-Verbandes.
- Lehrende/r: Nils Kaufmann
Katholische Kirche und moderne Welt - bis heute ist das Verhältnis zwischen beiden Sphären spannungsgeladen. Die Französische Revolution von 1789 mit ihren Idealen von Demokratie, Menschenrechten und Verfassungsstaatlichkeit veränderte den Lauf der Geschichte und eröffnete die Epoche der Moderne, in der sich Staat, Gesellschaft und Welt zunehmend pluralisierten und säkularisierten. In dieser sich immer rasanter verändernden Welt der letzten 200 Jahre musste die katholische Kirche ihren Platz finden. Dies geschah zum einen durch radikale Ablehnung, zum anderen durch konstruktive Mitgestaltung in Gesellschaft und Politik. Die Vorlesung nimmt die wesentlichen Ereignisse, Strömungen und Entwicklungen des 19. und 20. Jahrhunderts in den Blick, die bis heute die Theologie und die Gestalt der Kirche von Grund auf prägen. Zentrale Themen sind unter anderem: Französische Revolution (1789), Säkularisation (1803), Neuordnung des Kirche-Staats-Verhältnisses in den deutschen Staaten ab den 1820er Jahren, ultramontane Bewegung, Erstes Vatikanisches Konzil (1869/1870), Kulturkampf und Katholizismus im Deutschen Kaiserreich (ab 1871), Katholikinnen und Katholiken im Ersten Weltkrieg (1914-1918) und der Weimarer Republik, Verhältnis von Kirche und Totalitarismen des 20. Jahrhunderts (Kommunismus, Faschismus, Nationalsozialismus), Zweites Vatikanisches Konzil (1962-1965), Kirche in BRD und DDR bis 1989.
- Lehrende/r: Michael Pfister
Die Vorlesung wird anhand ausgewählter literarischer Texte und kultureller Konstellationen in die Literatur und Kultur der Nachkriegszeit und der 1950er Jahre (mit Schwerpunkt auf der Bundesrepublik Deutschland) einführen und dabei Gelände jenseits der Geschichtsschreibung der Gruppe 47 erkunden. Von rilkisierender Holocaust-Lyrik bis zum Schmallenberger Dichterstreit, vom Nierentisch zur ersten documenta in Kassel, von Peter Kraus in der BRAVO bis zur ‚Bibliothek eines geistig interessierten Deutschen‘ auf der Expo in Brüssel ist einiges dabei.
- Lehrende/r: Moritz Baßler
- Lehrende/r: Christian Feldbacher-Escamilla
- Lehrende/r: Katharina Sichma