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Es gibt in der Ökumenischen Bewegung das Anliegen, nicht nur über Streitpunkte zu sprechen, sondern auch gemeinsame Interessen zu verfolgen. Die Auffassungen in einzelnen theologischen Lehrpositionen mag zwar die Kirchen trennen, der gemeinsame christliche Dienst bei der Bewahrung der Lebensgrundlagen der Geschöpfe verbindet jedoch alle Konfessionen. Seit 2010 wird mit jährlich wechselndem Leitwort in der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland“ (ACK) eine „Zeit der Schöpfung“ vom 1. September bis zum 4. Oktober gefeiert. Im Seminar werden zwei Schwerpunkte gesetzt: Informationen über die Vielfalt der christlichen Kirchen werden geboten; die Thematik „Schöpfung“ wird als Beispiel für die gegebene Gemeinschaft im christlichen Glauben bedacht.
Das Seminar findet in zwei Blöcken jeweils Freitag am Nachmittag und Samstag ganztags statt. Block I am 06./07.06.2025, Block II am 20./21.06.2025.
Arbeitsweise: Grundlage ist die häusliche Lektüre in Vorbereitung auf die Wochenenden. Referate sind nicht erforderlich. Die Literatur wird im Learnweb bereitgestellt.
Einführende Sitzung am 29.04.2025, 12-14 Uhr in KTh V - Für den Fall, dass Sie an der einführenden Sitzung verhindert sind, aber am Seminar teilnehmen möchten, wenden Sie sich bitte per E-Mail ans Sekretariat: oekumenisches.institut(at)uni-muenster.de
- Lehrende/r: Dorothea Sattler
Markell von Ankyra startete im Jahre 336 n.Chr. mit einer an den Kaiser Konstantin gerichteten Schrift einen Großangriff auf die von Origenes geprägte Theologie, wie sie von der Mehrheit der Bischöfe des Ostens vertreten wurde. Seine Theologie wurde aber auf einer in Konstantinopel tagenden Synode als häretisch verurteilt und Euseb von Caesarea übernahm die Aufgabe, die Lehre des Markell in zwei Schriften zu widerlegen. In der Auseinandersetzung zwischen einem Antiorgenisten mit einem dezidierten Anhänger des Origenes kamen grundsätzliche theologische Differenzen zu Vorschein, die uns auch heute noch zu denken geben können.
- Lehrende/r: Alina Marie Lenz
- Lehrende/r: Holger Strutwolf
Gebet ist ein zentrales Thema des Neuen Testaments, das jedoch in der Exegese oft übersehen wird. In diesem Hauptseminar wird das Gebet in der Antike aus der Perspektive jüdischer und griechisch-römischer Quellen diskutiert und das Thema in verschiedenen Büchern des Neuen Testaments untersucht. Der Kurs wird für die Studierenden sowohl aus historischer und exegetischer Sicht von Nutzen sein, als auch für die Anwendung der Theologie in der Lehre oder im pastoralen Bereich.
- Lehrende/r: Sigurvin Lárus Jónsson
In diesem Kurs werden wir ausgewählte Texte aus dem Neuen Testament lesen, die für Theologie und Kultur von besonderer Bedeutung sind. In unseren Sitzungen werden wir folgende Aspekte berücksichtigen: i) die uns zur Verfügung stehenden kontextuellen Informationen, wie Abfassungsdatum, historischer Kontext und Quellen; ii) die Struktur und den Zweck der Texte, iii) Fragen der exegetischen Methodologie und iv) Schlüsselthemen der Exegese des Neuen Testaments.
Wir werden z.B. die Bergpredigt, Matthäus Kapitel 22 und 28, Johannes Kapitel 1, 3 und die Ich-bin-Worte, Römer 3 und 8 und 1 Korinther 15 lesen.
- Lehrende/r: Sigurvin Lárus Jónsson
Es soll ein Hauptseminar in der Perspektive von Studierenden für Studierende sein. Es soll ein Rahmen sein, in dem KI ausprobiert und mit ihr experimentiert werden kann. Es soll ein Raum sein, in dem man ganz im Sinne der Digital Humanities Schnittmengen zwischen KI und Theologie zu bilden versucht. Dabei werden bewusst alle fünf großen Bereiche der Theologie (biblisch, historisch, systematisch, praktisch und philosophisch) abgedeckt. Hierzu werden wir uns mit verschiedenen Projekten und Ideen beschäftigen (von einem Gebetsroboter bis zu einem KI-Projekt zur Rekonstruktion von Schriftfragmenten) wird alles dabei sein.
In diesem Hauptseminar wird es möglich sein, die Prüfungs- bzw. Studienleistung in jedem der fünf Bereiche der Theologie abzulegen.
Methodisch und inhaltlich begleitet wird dieses Hauptseminar von Janis Jaspers (Stud. Mag Theol und Informatik), wodurch die Studierenden-Perspektive im besten Sinne gewährleistet wird.
- Lehrende/r: Janis Jaspers
Die Aufarbeitung kolonialer Stadtgeschichte(n) gewinnt immer mehr an Popularität in vielen Städten Deutschlands. In diesem Seminar wollen wir uns dem kolonialen Erbe Münsters widmen. Nachdem wir uns einführend theoretisch mit (Post)Kolonialismus und Dekolonialisierung auseinandersetzen, werden wir gemeinsam während der Seminarzeit Archive und Sammlungen in Münster besuchen.
- Lehrende/r: Sarah Albiez-Wieck
- Lehrende/r: May-Brit Quella
- Lehrende/r: Yassine Yahyaoui
Mit dem Namen „Karthago“ assoziieren wir in erster Linie die punischen Kriege: den Machtkampf mit Rom, der schließlich zum Untergang der Stadt geführt hat, allenfalls noch die tragische Begegnung des Trojaners Aeneas mit der Königin Dido. Doch Karthago war weit mehr als die militärische Gegenspielerin Roms. Die westphönizische Metropole besaß eine hochentwickelte Wirtschaft, eine straffe staatliche Organisation, eine reiche literarische und artistische Produktion, einen komplexen Götterhimmel. Phasen der politischen Geschichte Karthagos – die phönizischen Ursprünge, die Expansion in Nordafrika und dem westlichen Mittelmeer, nicht zuletzt freilich auch die Beziehungen und Konflikte mit Rom – sollen ebenso zur Sprache kommen wie ausgewählte Aspekte des staatlichen, wirtschaftlichen, militärischen und religiösen Lebens der Stadt.
- Lehrende/r: Klaus Zimmermann
Die Geschichte Kleinasiens nach dem Tode Alexanders d. Gr. ist zunächst bestimmt durch die Ereignisse der Diadochenzeit und die Entstehung der hellenistischen Staatenwelt. Nach einer Phase des ´labilen Gleichgewichts` im weiteren Verlauf des 3. Jahrhunderts v. Chr. gerät mit dem Beginn der römischen Expansion in der östlichen Mittelmeerwelt ab ca. 200 v. Chr. auch der kleinasiatische Raum zunehmend in den Einflussbereich Roms. Als Folge des Testaments Attalos III. im Jahre 133 v. Chr., der sich anschließenden Gründung der provincia Asia, der Neuordnung Kleinasiens durch Pompeius nach dem militärischen Erfolg über Mithradates VI. von Pontos sowie der Ausdehnung der römischen Macht nach dem Bellum Commagenicum 72 n. Chr. bis an den Euphrat gehörte ganz Kleinasien zum Imperium Romanum. Neben diesen politischen Geschehnissen sollen insbesondere auch Fragen der Administration, militärischen (Grenz)Sicherung sowie der kulturellen und religiösen Verhältnisse im hellenistisch-römischen Kleinasien diskutiert werden.
- Lehrende/r: Engelbert Winter
Der Eintrag vom 23. April 1501 in die Matrikel der Universität Erfurt ist der älteste urkundliche Beleg für Martin Luthers Leben. Warum wählte er Erfurt als Studienort? Wie sahen seine dortigen Studienbedingungen aus? Hat er sich dem erniedrigenden Aufnahmeritual der "Deposition" unterziehen müssen und hat er es später selbst an jüngeren Kommilitonen mitvollzogen? Welche Fächer und welche Inhalte hat er studiert und an welchen Orten? Welche akademischen Grade hat er wie schnell erworben? Wer waren seine Lehrer und wer seine Kommilitonen? Trug sein Erfurter Studienaufenthalt zu seinem späteren Wirken als Reformator bei? Wie hat er selbst sein Studium im Nachhinein reflektiert? Hat er sich etwa an der Universität Erfurt "radikalisiert"?
Am Beispiel der aufgeworfenen und anderer Fragen sollen anhand von urkundlichen, historiographischen, bildlichen und liturgischen Quellen sowohl zentrale Themenbereiche der mittelalterlichen Geschichte als auch grundlegende Arbeitstechniken, Methoden und Hilfsmittel der Mediävistik vertiefend behandelt werden.
- Lehrende/r: Wolfgang Wagner
- Lehrende/r: Christian Keitel
Inhaltliche Schwerpunkte:
Eberhard Jüngel (1934–1921) war einer der bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts und gilt als ein Hauptvertreter einer hermeneutischen Theologie. In seinem Hauptwerk „Gott als Geheimnis der Welt“ entfaltet Jüngel eine Theologie des Todes Gottes, eine theologia cruxis, in der Gott als narrative Liebesgeschichte verstanden wird, um die Fallstricke theistischen und atheistischen Gottes-Denken zu überwinden. Zugleich war Jüngels Theologie immer auch für die aktuellen Herausforderungen, denen sich Theologie und Kirche gegenübersehen, relevant. Jüngel schrieb seine theologischen Texte mit einem scharfen Blick für spezifische kontextuelle Situationen: sei es solcher der Theologie als Wissenschaft oder der Theologie als kirchlicher Disziplin. Theologie insgesamt und die Systematische Theologie im Besonderen zielten für ihn auf den Gottesdienst und die kirchliche Praxis. Dieses Hauptseminar wird sich mit einigen Grundzügen und Themen von Jüngels Theologie befassen. Dabei wird vor allem das neue Jüngel Lesebuch verwendet, das zu verschiedenen dogmatischen Themen besonders wichtige Texte Jüngels enthält, die in dem Seminar analysiert und diskutiert werden sollen. Dieses zu einem erschwinglichen Preis zu erwerbende Taschenbuch sollte von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars angeschafft werden.
- Lehrende/r: Hans-Peter Großhans
- Lehrende/r: Brandon Watson
Das Seminar ist als Ergänzungs-Veranstaltung zu allen Seminaren gedacht, die sich mit Klassischer Musik befassen.
Wir werden in jeder Sitzung ein Stück oder einen Ausschnitt aus einem Werk mehrfach hören und dann zusammentragen,
wie man den Höreindruck angemessen in Worte fassen kann, auch im Hinblick auf zukünftige schriftliche Arbeiten,
in denen ein wissenschaftlicher Anspruch vorgegeben ist und umgangssprachliche Spontanäußerungen wie
„...echt megamäßig ätzend, das Stück” nicht akzeptabel sind. (Übrigens bin ich allen Ernstes schon gefragt worden, warum eigentlich nicht...)
Das Erkennen von wesentlichen Merkmalen eines Klangbeispiels wie Gattung Besetzung, Stil, Epoche und emotionale Inhalte soll natürlich ebenfalls thematisiert werden.
Gar nicht geht die häufig aus Unkenntnis gewählte Bezeichnung „das Lied” für verschiedenste klassische Formen, die eben alles andere sind als ein „Lied”,
vielleicht eine Sonate, eine Sinfonie oder ein Klavierkonzert.
So können auch Lücken bzgl. der Fachbegriffe in Musiktheorie, Analyse und Formenkunde aufgefüllt werden.
Eigene Vorschläge sind selbstverständlich willkommen. Wer zum Beispiel ein ihm oder ihr bekanntes Stück mitbringt,
um darüber eine eigene Wikipedia-unabhängige Kurz-Charakterisierung zu formulieren, findet im Seminar dazu Gelegenheit.
Beschreiben, bewerten und beurteilen von Musik ist immer ein wichtiges Thema in der Musikgeschichte gewesen.
Heute lässt man sich im Allgemeinen nicht von anderen vorschreiben, was man von einem Musikstück oder einem Komponisten zu halten hat.
Das war bis vor kurzem noch anders. Der Einfluss entsprechender Persönlichkeiten war immens und anerkannt.
So gab es etwa noch in jüngster Vergangenheit mit Joachim Kaiser (1928-2017) einen Musik-, Theater- und Literaturkritiker,
dessen Urteile über Opern-Premieren, Debüt-Konzerte junger Künstler, Interpretationen und neu erschienene Literatur in Fachkreisen
als geradezu unanfechtbar galten und dementsprechend bei manch einem Künstler gefürchtet waren. Man nannte ihn den „Musik-Papst”,
ähnlich wie Marcel Reich-Ranicki (1920-2013) als „Literatur-Papst” galt. Beide waren auch zunehmend in den Medien präsent,
was natürlich nicht ohne ein gewisses Maß an Selbstinszenierung, Sendungs- und Selbstbewusstsein möglich ist,
so dass beide immer wieder auch als selbstverliebt oder arrogant wahrgenommen wurden.
Doch insbesondere Kaisers Lebensleistung in der Vermittlung und Erläuterung von Klassischer Musik durch Radiosendungen
und zahlreiche Bücher, die einen großen Hörer- bzw. Leserkreis fanden, ist nicht wegzudiskutieren.
Im Bereich Musik-Journalismus wird auch heute noch bei Stellenausschreibungen ein „sicheres musikalisches Urteil” verlangt.
Was das ist, soll ebenfalls zum Thema gemacht werden.
Ich werde also zu jeder Sitzung ein repräsentatives Musikstück oder mehrere auswählen.
Es soll dann eine Handy- und Tablet-basierte Wortfeld-Arbeit mit Diskussion stattfinden, in der objektive Kriterien zusammengetragen,
subjektive Elemente auf ihre Stichhaltigkeit hin überdacht und Möglichkeiten gefunden werden sollen, beides überzeugend auszuformulieren.
- Lehrende/r: Markus Giljohann
Hörbücher wie Audio-Podcasts sind aktueller denn je. Alle großen Streaming-Plattformen bieten ihren Hörer*innen zahllose Hörbücher an. In dieser Übung stellen die Studierenden ihre liebsten Hörbücher und Podcasts vor. Gemeinsam erarbeiten wir Kriterien für deren Beurteilung und Qualität. Und schließlich versuchen wir, diese Kriterien auch im eigenen Sprechen (Tonaufnahmen) umzusetzen und gemeinsam ein Hörbuch oder einen Audio-Podcast zu produzieren. Literaturhinweise: Jürg Häusermann, Korinna Janz-Peschke, Sandra Rühr: Das Hörbuch. Medium – Geschichte – Formen. Konstanz 2010. https://excitingedu.de/podcasts-im-unterricht-sinnvoll-einsetzen/
- Lehrende/r: Ortwin Lämke
Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl; Anmeldung erforderlich.
Dieses Seminar entspricht der LV 2 im Modul EW B9b der PO 21.
- Lehrende/r: Elisabeth Thomas
H.L.A. Harts The Concept of Law (1961) ist ein Meilenstein der modernen Rechtsphilosophie und hat die Debatten um das Wesen des Rechts, seine Struktur und seine normative Autorität nachhaltig geprägt. Mit seinem analytischen Ansatz schuf Hart nicht nur eine präzise Begrifflichkeit zur Beschreibung rechtlicher Phänomene, sondern etablierte zugleich eine Methodik, die normative und deskriptive Dimensionen des Rechts differenziert analysiert. Dieses Seminar widmet sich der intensiven Auseinandersetzung mit Harts Hauptwerk. Im Mittelpunkt steht die Frage, was Recht ausmacht und wie es sich von Moral und anderen sozialen Ordnungen unterscheidet. Besonderes Augenmerk legen wir auf zentrale Konzepte wie die Unterscheidung zwischen Primär- und Sekundärregeln, die Rolle der Rule of Recognition und die Analyse rechtlicher Verpflichtungen. Die Diskussion wird von Harts analytischer Methodik geleitet, die durch sprachliche Klarheit, präzise Begriffsarbeit und philosophische Strenge gekennzeichnet ist. Ziel ist es, nicht nur Harts Argumente zu verstehen, sondern auch die impliziten Annahmen und die Tragweite seiner Position zu hinterfragen.
- Lehrende/r: Andreas Vieth
- Lehrende/r: Tino Petzold
Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Dieses Seminar entspricht den LV's 2 und 3 im Modul EW B9a der PO 21.
Die professionelle Haltung dient in der Praxis als „Anker” in widersprüchlichen Situationen und „innerer Kompass”, um kontextsensibel, fundiert, ethisch durchdacht und authentisch mit Adressierten sowie der eigenen Person umgehen zu können. Sie entsteht u.a. aus den individuellen Werten, Überzeugungen sowie dem angeeigneten Wissen und gilt als „Schlüsseldimension”, die das Denken, das Handeln und die Weltsicht grundlegend prägt. So steht es in der Literatur. Doch trotz dieser Relevanz ist das Verständnis über (die eigene) (professionelle) Haltung oftmals unklar.
Was ist also konkret damit gemeint? Gibt es nur die eine richtige professionelle Haltung? Welche Überzeugungen, Gefühle und Werte können wir eigentlich in uns selbst identifizieren, die sich schlussendlich als Haltung manifestieren können? Wie hängen unsere Biografie und Persönlichkeit damit zusammen? Was haben innere und äußere Konflikte damit zu tun und wie können wir unsere Haltung auch in Spannungsfeldern und Widersprüchen wahren?
Um diesen Fragen nachzugehen, werden nicht nur theoretische Aspekte der professionellen Haltung genutzt, sondern vor allem geeignete Tools und selbstreflexive Verfahren mit einem hohen Selbsterfahrungswert sowie Fallbeispiele und eigene Erfahrungen beleuchtet, um auf die vielfältigen Ansprüche in der beruflichen Praxis vorzubereiten.
- Lehrende/r: Susanne Kock
In der Veranstaltung wird die spezielle Spielfähigkeit und Handlungskompetenz im Sportspiel Handball entwickelt. Sie zielt auf eine Vertiefung der eigenen motorischen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie deren Diagnose- und Trainingsmöglichkeiten im Hinblick auf die komplexen Anforderungen im Sportspiel Handball ab. Es werden sowohl die Dimension der Kenntnisse, der eigenen Haltung als auch der Handlungsfähigkeiten im Hinblick auf eine gelungene Professionsentwicklung berücksichtigt. Durch eine differenzierte praktische und theoretische Auseinandersetzung werden vermittlungsbezogene Aspekte erweitert.
Die praktische Umsetzung von Sportspiel Handball wird anhand geeigneter Vermittlungskonzepte und -methoden aufgezeigt. Durch das Spielen in und mit Regelstrukturen erfolgt eine problemorientierte Auseinandersetzung mit grundlegenden Techniken und Taktiken in dem Mannschaftssportspiel. Die Notwendigkeit der Veränderung von Spielsituationen wird von den Studierenden erlebt und reflektiert. Spieltechnische und spieltaktische Fähigkeiten werden sowohl im kooperativen, herausfordernden als auch im kompetitiven Spiel entwickelt. Weitere schulbezogene Gegebenheiten (z. B. Mehrperspektivität, Heterogenität, Koedukation) werden exemplarisch aufgegriffen und an konkreten Situationen reflektiert.
Lehr- und Lernmethoden
• Lehrkraft- und studierendenzentriertes Lernen
• Kooperatives Lernen
• Entdeckendes Lernen
• Problemorientiertes Lernen
• Analytisch-synthetische und ganzheitliche Methoden
• Blended Learning
· Präsentationen
· Gruppenarbeiten
Die Studierenden erwerben u.a.
• Grundlegendes sportpraktisches, sportmethodisches und sportinterdisziplinäres Wissen und Können in Bereich des großen Sportspiels Handball
• Kenntnisse über Vermittlungskonzepte im Sportspiel Handball und deren Umsetzung.
• Fähigkeiten, Spielsituationen zu initiieren, zu gestalten und zu verändern.
• praxisbezogene Handlungsfähigkeit in regelbasierten Spielsituationen im Mit- und Gegeneinander individual-, gruppen- und mannschaftstaktisch sowie die Demonstrationsfähigkeit ausgewählter Techniken und Taktiken.
• Fähigkeiten, die Lernprozesse adressatengerecht und methodisch vielfältig anzuleiten und prozessorientiert zu reflektieren.
• Kenntnisse über schulsportspezifischen Gegebenheiten (z.B. Mehrperspektivität, Heterogenität, Koedukation), die sie exemplarisch anwenden und kritisch reflektieren können.
Grundlegende handballspezifische Fertigkeiten des Sport-Eignungstest (regelgerechtes Prellen, Passen und Fangen in der Bewegung sowie Schlag- und Sprungwurf) im Hinblick auf eine hinreichende Spielfähigkeit werden vorausgesetzt.
Generelle Informationen zur Veranstaltung Handball, v.a. Informationen zu fachpraktischen Studien- und Prüfungsleistungen, befinden sich auf der IfS Homepage.
Ein regelmäßiger Besuch der Handball AG wird dringend angeraten. Informationen zu den Praxis-AG´s gibt es unter https://www.uni-muenster.de/Sportwissenschaft/studium/praxis-ags/index.html
- Lehrende/r: Axel Binnenbruck
Hansestädte waren im Mittelalter und der Frühen Neuzeit nicht nur Handelszentren, sondern auch gesellschaftliche Knotenpunkte, in denen sich Macht, Reichtum und kultureller Anspruch oftmals in Form von Kunst und Stadtentwicklung auf besondere Weise manifestierten.
In der Übung vor Originalen werden die Städte Hamburg, Lübeck und Bremen auf eben diese Besonderheiten näher untersucht. Ziel ist es, einen Einblick in die kulturelle und historische Vielfalt der Hansezeit zu gewinnen, indem Themen wie Stadtentwicklung, Architektur und bildende Künste aus sakralen und profanen Kontexten vielseitig und miteinander verknüpft behandelt werden. Dafür analysieren die Studierenden, nach einer gemeinsam erarbeiteten Einführung im Seminarraum, vor Ort zentrale Bauwerke wie Kirchen, Rathäuser und Bürgerhäuser sowie weitere bedeutende Kunstwerke in musealen Sammlungen der Städte.
Die Übung vor Originalen findet als Blockveranstaltung an folgenden Terminen statt:
Fr. 11.4., 14-16 Uhr (c.t.): Erste Sitzung - Anmeldung, Organisation und Referatsvergabe
Fr. 9.5., 14-17 Uhr (c.t.): Vorbereitung im Seminarraum
Fr. 6.6., 14-17 Uhr (c.t.): Vorbereitung im Seminarraum
Mi. - Sa. 23.-26.7. (voraussichtlich): Exkursion
Hinweise zur Voranmeldung, Vorbesprechung, Zeitpunkt der Referatsvergabe: Aus organisatorischen Gründen ist eine verbindliche Anmeldung in der ersten Sitzung zwingend notwendig. Dort werden auch die Referate vergeben.
Datum der ersten Veranstaltung: Fr. 11.4., 14-16 Uhr (c.t.)
- Lehrende/r: Miriam Holtkamp
Im Zeitalter der Aufklärung haben sich auch Literaten eingehend zu theologischen, kirchlichen und religiösen Fragen geäußert. Unter ihnen kommt Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) herausragende Bedeutung zu. Das Seminar wird repräsentative Texte Lessings eingehend analysieren und interpretieren und dergestalt einen differenzierten Einblick in das damalige Wechselspiel von Theologie und Literatur eröffnen.
- Lehrende/r: Albrecht Beutel
- Lehrende/r: Maike Peyrer
In diesem interdisziplinären und interreligiösen Seminar wollen wir uns mit grundlegenden Fragen der Umweltethik aus christlicher und buddhistischer Sicht beschäftigen. Ein Schwerpunkt der vergleichenden Analyse wird die Frage sein, wie aus religiösen Weltanschauungen bestimmte ethische Konzepte und Handlungsnormen abgeleitet werden. Dabei werden nicht nur umweltethische Probleme im engen Sinne berührt, da diese immer auch auf fundamentalen Einstellungen aufbauen. Hierzu gehören die Anthropologien, das Naturverständnis und die grundlegende Einstellung zu einer verantwortlichen Lebensführung. Auch wenn diese Aspekte innerhalb des Seminars nicht vollständig untersucht werden können, soll die Beschäftigung mit ihnen uns gegenüber den verschiedenen Voraussetzungen umweltethischer Urteile sensibilisieren. Daher werden wir uns innerhalb des Seminars mit einem Ausschnitt der Fülle verschiedener Strömungen der beiden Religionen beschäftigen, nämlich dem Christentum aus evangelisch-theologischer Perspektive und dem Buddhismus in der Ausprägung des Mahayana. Interessant wird zu sehen sein, ob und wie Vertreter:innen beider religiöser Strömungen auf die Konzepte der jeweils anderen reagieren. Am Ende des Semesters werden die Studierenden nicht nur ihr Wissen zu christlichen und buddhistischen Vorstellungen im Feld der Umweltethik erweitert, sondern auch Werkzeuge erlangt haben, mit denen sie religiös fundierte Sätze der Umweltethik als solche identifizieren und aus den religiösen Schriften umweltethische Implikationen ableiten können.
- Lehrende/r: Lara Axtmann
- Lehrende/r: Markus Rüsch
- Lehrende/r: Arnulf von Scheliha
- Lehrende/r: Petra Pohlmann
- Lehrende/r: Nicole Strack
- Lehrende/r: Therese Hansberger
Hegel und Kierkegaard bieten in den jeweiligen Werken lebendig scharfsinnige Beschreibungen, Reflexionen und Kritiken von Gestalten von Bewusstsein mit religiösem Charakter - und schlagen auf ihre eigenen Weisen eine Überwindung von Religion vor. Das Seminar widmet sich nacheinander der Lektüre einschlägiger Passagen von Hegel (aus der Phänomenologie des Geistes) und Kierkegaard (aus: Entweder Oder, Der Begriff Angst, Die Krankheit zum Tode) unter Begleitung ausgewählter Sekundärliteratur. Durch den gewählten thematischen Zugang versteht sich das Seminar auch als Möglichkeit einer ersten Annäherung an die Autoren.
- Lehrende/r: Jonas F. Erulo
An viele Religionen wird die Hoffnung herangetragen, (Seelen-)Heil, aber auch Heilung von körperlichen oder psychischen Leiden zu vermitteln. Und diese Hoffnung wird von vielen Religionen genährt: Jesus, so wird es in neutestamentliche Schriften bezeugt, machte Blinde sehend und Lahme gehend. Von den Großkirchen wird diese Erwartung kaum noch vermittelt, im pentekostal-charismatischen Christentum aber wurde sie wachgehalten und wird seit einigen Jahrzehnten aktiv wiederbelebt. Auch ‚heilige‘ Menschen können, so bezeugt es die Katholische Kirche, Heilung vermitteln; man denke nur an die Quellwasser von Lourdes. Auch jenseits des Christentums ist die Hoffnung auf Heilung durch spirituelle Mächte lebendig: So wird etwa im Feld des Spiritismus und afrobrasilianischer Religionen Heilung als eine Art spiritueller Dienstleistung angeboten (und stark nachgefragt). Im Seminar sollen die diffusen Grenzen zwischen Religion und Medizin/Psychologie sowohl systematisch ausgelotet als auch (u.a. an den genannten Beispielen) empirisch in den Blick genommen werden. (Wenn möglich, werden wir Heilungsgottesdienste besuchen.)
- Lehrende/r: Hannah Geimer
- Lehrende/r: Astrid Reuter
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Seltsames, aber auch Innovatives hört man aus dem beängstigenden Nachbarland, dessen Intellektuelle zu schwer zu begreifenden Grübeleien neigen. Bloß gut, dass die Redaktion einen Mitarbeiter gewinnen kann, der, als Flüchtling, nicht nur die Sprache der Grübler als Muttersprache hat, sondern auch ein bestens informierter Szenekenner ist, der außerdem noch gut erklären kann und die Sprache der Vernunft perfekt, ja mit Eleganz beherrscht. Seine Beiträge sind ein voller Erfolg: Das kann man ja glatt verstehen. Später hat er ein Buch daraus gemacht und es in seine Muttersprache zurückübersetzt. Es präsentiert Philosophiegeschichte in ungewöhnlicher Beleuchtung und lohnt noch immer die Lektüre. Wir wollen die deutsche Fassung von „Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland“ von Heinrich Heine (1797-1856) lesen. Französischkenntnisse für Seitenblicke ins Original sind nützlich, aber nicht Voraussetzung. Der Text steht rechtzeitig im Learnweb bereit. Einzelheiten werden in der ersten Sitzung besprochen. |
- Lehrende/r: Kurt-Otto Bayertz
- Lehrende/r: Niko Strobach
Auf 20 Studierende begrenzte Veranstaltung, Anmeldung erforderlich!
In diesem Seminar geht es einerseits um die Stärkung von Jugendlichen und andererseits um Kompetenzen und Erfahrungen diese Förderung umzusetzen für die Studierenden im Kontext Chancengleichheit und Empathie. Das Seminar besteht aus theoretischen, einführenden Inhalten zum Thema Chancengleichheit, Heterogenität und bildungsbiografischen Reflexionsprozesse.
Der zweite Teil des Seminars besteht aus einem Praxisteil: Die Studierenden begleiten eine Schüler:innen Gruppe (ca. 4-7 SuS) als Mentor:in bei ihrer Herausforderung vom 23.06 bis 27.06.25. Die Studierenden übernehmen hier die Rolle eines Mentors und begleiten die Schülergruppe bei ihrer eigens entwickelten Herausforderung.Am 26.04.2025 findet das Blockseminar in der Zeit von 9-17 Uhr statt. Die Studierenden lernen die Schülergruppe am 30.04.25 (14-16 c.t.) Uhr kennen. Einen zweiten Blocktermin gibt es am 17. Mai (9-16 Uhr), bei welchenm auch ein Erste Hilfe Kurs integriert ist. Am 09. Juli (14-16 Uhr c.t.) findet ein gemeinsamer Abschluss mit den SuS statt.
Die Studierenden bauen hierbei ihre Empathie-Fähigkeit aus, die als Schlüsselfaktor für ein erfolgreiches Arbeiten in der heutigen Gesellschaft gilt (OECD, 2018). Im Rahmen des Seminars werden die Studierenden auf das Projekt Herausforderung vorbereitet und supervisiert. Die Herausforderung für die Studierenden wird es sein, die SuS-Gruppen möglichst selbstständig ihre Herausforderung durchzuführen und planen zu lassen. Die Studierenden sind Mentor:innen, die die SuS in ihrer eigenen Handlungsfähigkeit und Selbstständigkeit stärken. Die Mentoren erleben praxisnahes Lernen und werden in ihrer Empathie und pädagogischen Handlungsfähigkeit gestärkt; sie werden für die Heterogenität von Kindern und Jugendlichen sensibilisiert und lernen den Umgang mit Menschen aus unterschiedlichen Kontexten.
Dieses Projekt wird in Kooperation mit der Mathilde Anneke Gesamtschule in Münster durchgeführt.
https://www.anneke-gesamtschule.de/projekt-herausforderung/
Die Auftaktveranstaltung findet via Zoom statt:
Blockseminar BFP
14. April : 18 Uhr
Zoom-Meeting Link
https://uni-ms.zoom-x.de/j/5403182233?pwd=blkvYmxUMkdkVmpabzY0Ymg3M0IzUT09
Meeting-ID: 540 318 2233
Kenncode: 360296
In Präsenz haben wir folgenden Raum für beide Veranstaltungen:
Manfred-von-Richthofen-Straße 36, 48145 Münster Mathilde Anneke Gesamtschule
Raum L-O1-06
- Lehrende/r: Marie-Christine Ghanbari Jahromi