Das von uns als „Das Neue Testament” bezeichnete Buch ist bekanntlich kein „Buch”, sondern eine Sammlung von 27 ganz unterschiedlichen Schriften aus der Anfangs- und Frühzeit des Christentums. Am Anfang der literarischen Entwicklung, die zum „Neuen Testament”  führte, stand das vollmächtige Auftreten eines jüdischen Wanderprediger namens „Jesus von Nazareth”:  Mündliche Überlieferungen von und über Jesus von Nazareth wurden niedergeschrieben und schließlich zum Kanon der neutestamentlichen Schriften zusammengefasst. Verschiedene Strömungen des Urchristentums hatten daran ihren Anteil, wie etwa die Gemeinden, welche die unterschiedlichen Evangelien hervorgebracht haben. Einzelne Gestalten erlangten herausragende Bedeutung, wie etwa der Apostel Paulus mit seinen Briefen. In der Vorlesung werden die zeitgeschichtlichen Umstände und Entstehungsverhältnisse der neutestamentlichen Schriften geklärt sowie ihre theologischen Grundlinien nachgezeichnet. Ziel ist es, einzelne Stücke des Neuen Testaments aus ihrem überlieferungsgeschichtlichen Zusammenhang heraus besser zu verstehen und die Vielfalt der theologischen Entwürfe des „Neuen Testamentes” einordnen zu können.

Im Proseminar werden wir vier Szenarien betrachten, wie sie im pastoralen Alltag vorkommen können, und diese anhand des Problemorientierten Lernens (POL) bearbeiten. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft zu selbstorganisiertem, eigenständigem Lernen in Gruppen.

Kurs im HIS-LSF

Mit der Immatrikulation werden Studierende automatisch Teil der wissenschaftlichen Gemeinschaft (Scientific Community) des jeweiligen Fachs bzw. der jeweiligen Fächer. Die eigenen theologischen Fragen können nun in die wissenschaftliche Forschungsgemeinschaft hineingetragen werden. Gemeinsam mit anderen (Nachwuchs-)Theologinnen und Theologen wird über die methodische Bearbeitung und theologische Argumente gesprochen, um tragfähige Antworten und Lösungen zu erarbeiten.

Damit theologischen Forschungen von Beginn an anschlussfähig sind, müssen sie den Standards der wissenschaftlichen Gemeinschaft entsprechen sowie formal adäquat gestaltet sein. Die Übung dient daher der Einführung und dem Training der grundlegenden formalen Regeln der wissenschaftlichen Gemeinschaft und flankiert die Erstellung einer ersten kleineren Forschungsarbeit (wiss. Hausarbeit) mit Blick auf den Entstehungs- und formalen Gestaltungsprozess. 

Die Übung besteht aus Phasen der Präsenzlehre (Einführung in Standards der wiss. Gemeinschaft, Grundlegung zu Zitation, Bibliografieren etc.), des E-Learnings (ULB-Webquest, Audio-Tour) und enthält Elemente einer Schreibwerkstatt. Als zentrales Hilfsmittel dient das Formalia-Handbuch des FB 02.

Kurs im HIS-LSF

Der christliche Glaube speist sich seit fast 2000 Jahren bis heute aus den Schriften des Alten und Neuen Testaments. Doch wie können wir in unserer Zeit verantwortungsvoll mit den Erzählungen aus einer uns fremden Welt umgehen? Gibt es gesicherte Zugänge zu den Texten und damit die Möglichkeit einer Interpretation, die den damaligen Kontext respektiert, aber auch in unser Hier und Jetzt hineinsprechen kann?

Das Proseminar führt in den wissenschaftlichen Umgang mit der Bibel ein. Ziel ist es, den selbstständigen Umgang mit biblischen Texten für Studium, Schule, Gemeinde und Erwachsenenbildung zu erlernen. Im Mittelpunkt des Seminars stehen das Kennenlernen literaturwissenschaftlicher, historisch-kritischer und biblisch-hermeneutischer Fragestellungen sowie das Einüben einer methodischen Herangehensweise an biblische Texte. Darüber hinaus wird ein Einblick in die Umwelt der Bibel ermöglicht.

Kurs im HIS-LSF

In der Übung werden einführende Texte zur Theologie diskutiert und Lesetechniken gemeinsam erprobt, um wissenschaftliche Beiträge sinnerschließend lesen und darstellen zu können. So wird die Fähigkeit zur Darstellung, strukturierten Analyse und konstruktiven Kritik des Gelesenen eingeübt.

Kurs im HIS-LSF