• Forschungsschwerpunkte

    • Online-Kommunikation und Interaktive Medien
    • Medieninnovationsforschung
    • Digitale Spiele
    • Online-Journalismus
  • Kurzvita

    1990-1996 Studium der Publizistik, Psychologie, Film-/Fernsehwissenschaft sowie Cultural Studies in Bochum und Liverpool. 1996-1998 Tätigkeit als Hörfunkjournalist. 1997-2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Ilmenau und der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2004 Promotion zum Dr. Phil (TU Ilmenau), 2007 Habilitation für Kommunikationswissenschaft (LMU München). 2006 Professurvertretung an der Freien Universität Berlin, 2007-2008 Juniorprofessor an der FU Berlin. Von 2009-2012 Professor an der Universität Hohenheim, Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft, insb. Interaktive Medien und Online-Kommuniaktion, 2012 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Kommunikationswissenschaft, Universität Hohenheim. 2010-2014 ERC Grant Holder (Exzellenz-Programm der EU), seit 2011 Mitglied des Executive Board der European Communication Research and Education Association (ECREA) sowie Vorsitzender der Interessengruppe für „Digital Games“. Board Member der Zeitschriften „Communication Theory“ und „Digital Journalism“. Associate Editor des Journal of Communication.

    Tabellarischer Lebenslauf

  • Mitgliedschaften

  • Laufende Projekte

    Erkennung, Nachweis und Bekämpfung verdeckter Propaganda-Angriffe über Online-Medien. (05/2016 - 04/2019)

    Gesellschaftliche und politische Entwicklungen werden weltweit in sozialen Medien diskutiert und kommentiert. Neben der gewünschten öffentlichen, anonymen und freien Meinungsäußerung bieten diese Dienste jedoch auch Raum für gesteuerte Manipulationen. Als Propaganda-Bots oder Social-Bots bezeichnete halb- bis vollautomatische Systeme nutzen dabei den leichten Zugang zur technischen Infrastruktur sozialer Medien, um bestimmte Meinungsbilder verdeckt zu verbreiten und in der öffentlichen Wahrnehmung einseitig zu stärken. Dazu werden ausgereifte künstliche Profile angelegt, vermeintliche Diskussionen untereinander generiert oder reale Meinungsäußerungen unterwandert und unerwünschte Kritiken unterdrückt. Das auf diese Weise verzerrte Bild einer Netz-Öffentlichkeit beeinflusst wiederum gesellschaftliche Debatten und kann sich ebenfalls auf die mediale Berichterstattung auswirken, so dass ein erheblicher gesellschaftlicher Schaden entsteht.

    Internet und seelische Gesundheit. Interdisziplinäres Forschungsprojekt. (05/2016 - 04/2018)

    Bahnbrechende technische Umwälzungen veränderten nicht nur die Alltagsabläufe und Gewohnheiten der Menschen, sondern auch deren Wahrnehmungen, Gefühle, Kommunikationsstrukturen und Selbstbilder. Niemals zuvor jedoch wurde derart intensiv über die Auswirkungen einer solchen Entwicklung auf die seelische Gesundheit diskutiert wie nach der Einführung des Internets. Das Projekt  stellt die Frage in den Fokus, wie sich die Nutzung des Internets auf das seelische Wohlbefinden und die psychosoziale Gesundheit auswirkt, wobei sowohl mögliche positive als auch negative Effekte betrachtet werden. Eine Besonderheit des Forschungsvorhabens  besteht darin, dass neben qualitativen und quantitativen  Befragungen der gesunden Allgemeinbevölkerung auch Befragungen psychisch erkrankter Personen erfolgen werden, um mögliche Zusammenhänge zwischen der Nutzung des Internets und dem Entstehen bzw. dem Verlauf psychischer Störungen betrachten zu können.

    Graduiertenkolleg "Vertrauen und Kommunikation in einer digitalisierten Welt" (04/2012 – 03/2021)

    Das Graduiertenkolleg erforscht, wie unter den Bedingungen neuer Formen medial vermittelter Kommunikation Vertrauen entwickelt und aufrecht erhalten werden kann. Digital geprägte Kommunikationsweisen verändern Aufbau und Stabilisierung von Vertrauen. Gleichzeitig bilden sich neue Formen der Beziehungen zwischen Individuen, Organisationen und Öffentlichkeit heraus. Das Kolleg untersucht die Konsequenzen dieses Prozesses für die Bildung von Vertrauen in vier prototypischen Untersuchungsbereichen: Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport.

  • Abgeschlossene Projekte

    Diskursanalyse in Social Media (DASOM) – Förderung: BMBF (2012 – 2015)

    Das Projekt "Diskursanalyse in Social Media" zielt auf manuelle und automatisierte Verfahren der Analyse von sozialen Netzwerkseiten im Internet ab. Ziel ist nicht nur eine thematische Untersuchung der Inhalte, sondern auch die Entwicklung neuer Analysemöglichkeiten. Es handelt sich um ein vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) finanziertes Kooperationsprojekt mit dem Computerlinguisten Prof. Manfred Stede (Potsdam), dem Wirtschaftsinformatiker Prof. Stefan Stieglitz (Münster) und dem Kommunikationswissenschaftler Prof. Christoph Neuberger (München).

    The social fabric of virtual life: A longitudinal multi-method study on the social foundations of online gaming (SOFOGA) – Förderung: ERC (2010 – 2014)

    Seit Januar 2010 wird im Rahmen dieses EU-geförderten Großprojekts eine umfassende Erforschung der real- und spielweltlichen Erfahrung von Online-Gamern durchgeführt. Zu den Projektteilen gehören Repräsentativ-Befragungen im Panel-Design über insgesamt drei Erhebungswellen, soziale Netzwerkanalysen, In-Game-Beobachtungen, Leitfadeninterviews und Fokus-Gruppen. Im Rahmen des auf fünf Jahre geplanten Projekts wurde eine eigene Arbeitsgruppe und ein Beobachtungslabor (GameLab) eingerichtet. Das European Research Council (ERC) der EU unterstützt mit dem Programm „Starting Grants“ risikoreiche Spitzenforschung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Im Gegensatz zu anderen EU-Programmen werden über das ERC Einzelanträge eines Principal Investigators (PI) gefördert. Die Förderung verbleibt damit ausschließlich beim PI und dessen Heimatinstitution.

    Cyber-Mobbing an Schulen: Eine längsschnittliche Mehrebenen-Analyse individueller, struktureller und systemischer Faktoren – Förderung: DFG (2012 – 2015)

    Ziel des Projekts ist eine umfassende Erforschung des Phänomens „Cyber-Mobbing“ in Hinblick auf seine Einflussfaktoren, spezifischen Ablaufmuster und Effekte – speziell im besonders relevanten Jugend-Bereich. Dazu werden in einer Mehrebenen-Betrachtung neben der Individualebene auch strukturelle und systemische Faktoren berücksichtigt. Außerdem soll die Dynamik des Cyber-Mobbing-Prozesses längsschnittlich analysiert werden. Zur Umsetzung der genannten Ziele wird eine 3-wellige Panel-Befragung von Schülern und Lehrern an verschiedenen Schulen (Haupt-, Realschulen, Gymnasien) durchgeführt. Neben Personenvariablen umfasst diese Befragung die Rekonstruktion der sozialen Strukturen an den Schulen mit Hilfe sozialer Netzwerkanalysen.

    Internationale Konferenz „The social aspect of digital gaming“ – Förderung: DFG (2011)

    Durchführung einer internationalen Konferenz zum genannten Thema, unterstützt durch das Förderprogramm „Internationale wissenschaftliche Veranstaltungen“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

    Auslandsnachrichten im Fernsehen – Förderung: DFG (2009 – 2011)

    Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft auf zwei Jahre geförderte Projekt befasste sich mit der Produktion, den Inhalten und der Rezeption von Auslandsnachrichten im Fernsehen. Es war Teil eines internationalen Großprojekts, das zeit- und inhaltssynchron in rund 20 Ländern weltweit durchgeführt wurde. Die Projektkoordination erfolgte durch Akiba Cohen (U Tel Aviv), deutscher Projektpartner war Jürgen Wilke (Mainz). An dem weltweiten Projekt waren weitere namhafte Kolleginnen und Kollegen beteiligt, unter anderem David Weaver (U Bloomington), Paolo Mancini (U Perugia) und Ven hwei-Lo.

    Participatory journalism in online news – Förderung: Helsingin Sanomat Foundation (2007 – 2009)

    In diesem internationalen Vergleichsprojekt wurde die Wahrnehnumg und Einbettung von User Generated Content in Angeboten des Mainstream-Online-Journalismus analysiert. Hierzu wurden Inhalts-/Strukturanalysen und Interviews mit den Chefredakteuren, Online-Redakteuren und Community-Managern der jeweiligen Marktführer in 10 Ländern durchgeführt. Mit dabei waren beispielsweise die Online-Ableger von Le Monde, The Times, New York Times, El Pais und Der Spiegel. Projektparter waren u.a. Jane Singer (U Central Lancashire), Ari Heinonen (U Tampere), David Domingo (U Tarragona) und Zvi Reich (Ben Gurion U). Teile der Studie wurden durch die Helsingin Sanomat Stiftung unterstützt.

    Integrative Theoriekonzepte in der KoWi – Förderung: DFG (2005 – 2010)

    Das von der DFG geförderte Netzwerk "Integrative Theoriekonzepte in der Kommunikationswissenschaft" hatte es sich zum Ziel gesetzt, Lösungen für die Integration bislang getrennter Theorie-Stränge und Perspektiven in der Kommunikationswissenschaft zu suchen. An dem Netzwerk beteiligten sich 15 deutsche Kommunikationswissenschaftler, die im Rahmen regelmäßiger Workshops entsprechende Vorschläge diskutierten und weiter vorantrieben. Ein klassisches Beispiel für die genannten Integrationsbemühungen waren die sogenannten 'Mikro-(Meso-)Makro-Links' zwischen Theorien auf unterschiedlichen Betrachtungs- und Extensions-Niveaus. Diesen galt das besondere Augenmerk des Netzwerks.

  • Neueste Publikationen

  • Aktuelle Vorträge

    • Boberg, S., Wintterlin, F., Schatto-Eckrodt, T., & Quandt, T. (2019, September). How to reach the participation utopia? Journalistic participatory formats between aspiration and everyday experience. Paper presented at the 7th Biennial Future of Journalism Conference, Cardiff.
    • Boberg, S., Schatto-Eckrodt, T., Wintterlin, F., & Quandt, T. (2019, May). Buzzword „fake news“ - Analyzing how commenters of a leading news forum use the term fake news via automated content analysis. Paper presented at the Convention of the International Communication Association, Washington.
    • Boberg, S., Wintterlin, F., Schatto-Eckrodt, T., & Quandt, T. (2019, May). Between Threat and Panic: Journalists’ Experiences With Covert Propaganda Attacks Before and During the Federal Election in Germany. Paper presented at the Convention of the International Communication Association, Washington.
    • Frischlich, L., Boberg, S., Schatto-Eckrodt, T., Wintterlin, F., & Quandt, T. (2019, Mai). Zur Bedeutung von Personenmerkmalen und Mediennutzungsmustern für die Konfrontation mit Hate-speech und die persönliche Viktimisierung im Netz. Vortrag auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPUK), Münster.
    • Reer, F., Festl, R., & Quandt, T. (2019, Mai). Computerspielsucht kommt selten allein. Eine repräsentative Befragungsstudie zur problematischen Nutzung von digitalen Spielen und Social-Media-Diensten. Vortrag auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPUK), Münster.
    • Reer, F., Festl, R., & Quandt, T. (2019, May). Investigating problematic social media and game use in a nationally representative German sample. Paper presented at the Convention of the International Communication Association, Washington.
    • Schatto-Eckrodt, T.,Boberg, S., Frischlich, L., Wintterlin, F., & Quandt, T. (2019, Mai). Titel vs. Themen: Thematische Gemeinsamkeiten von journalistischen Artikeln und den dazugehörigen Nutzer*innenkommentaren. Vortrag auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPUK), Münster.
    • Wintterlin, F., Frischlich, L., Boberg, S., Schatto-Eckrodt, T., & Quandt, T. (2019, Mai). Die Rolle der BürgerInnen in der Desinformationsordung: Wer verstärkt Fake News? Vortrag auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPUK), Münster.
    • Wintterlin, F., Frischlich, L., Boberg, S., Schatto-Eckrodt, T., Reer, F., & Quandt, T. (2019, May). Corrective actions in the information disorder. Presumed influence and the countering of distorted information. Paper presented at the Convention of the International Communication Association, Washington.
    • Quandt, T. (2019, April). Are video games addictive? Theoretical considerations and empirical findings. Invited lecture at the Michigan State University, East Lansing.
    • Quandt, T. (2019, April). Dark participation. Theoretical considerations, empirical findings. Invited lecture at the University of Illinois, Urbana-Champaign.
    • Quandt, T. (2019, March). Are video games addictive? Theoretical considerations and empirical findings. Invited lecture at the IT University, Copenhagen.
    • Boberg, S., Frischlich, L., Wintterlin, F., Schatto-Eckrodt, T., & Quandt, T. (2019, February). Between overload and indifference. Detection of fake accounts and social bots by community managers. MISDOOM Multidisciplinary International Symposium on Disinformation in Online Media, Hamburg.
    • Frischlich, L., & Quandt, T. (2019, February). The markets of manipulation: The trading of social bots on clearnet and darknet markets. MISDOOM Multidisciplinary International Symposium on Disinformation in Online Media, Hamburg.
    • Reer, F., Wehden, L.-O., Janzik, R., & Quandt, T. (2019, Februar). Süchtig nach dem Smartphone? Eine Repräsentativbefragung zu Verbreitung und Korrelaten problematischer Smartphone-Nutzung in Deutschland. Vortrag auf der Jahrestagung der Fachgruppe Rezeptions‐ und Wirkungsforschung in der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Mainz.
    • Schatto-Eckrodt, T, Boberg, S., Wintterlin, F., & Quandt, T. (2019, February). Use and assessment of sources in conspiracy theorists’ communities. MISDOOM Multidisciplinary International Symposium on Disinformation in Online Media, Hamburg, Germany.
    • Wintterlin, F., Frischlich, L., Schatto-Eckrodt, T., Boberg, S., & Quandt, T. (2019, Februrary). Manipulation attempts during the German federal election 2017. MISDOOM Multidisciplinary International Symposium on Disinformation in Online Media, Hamburg.

    vollständige Vortragsliste