Headergrafik Rotahorn
© V. Dartmann
Botanischer Steckbrief

Name: Rotahorn
Wiss. Name: Acer rubrum, Linné
Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Gattung: Ahorne (Acer)

Unser Baum

Alter: 9 Jahre
Höhe: 5 Meter
Stamm: Unser Rotahorn wächst mehrstämmig.

Rotahorn, Blätter
© V. Dartmann

Herkunft des Namens
Die roten Blüten des Rotahorns geben dem Baum seinen Namen. Bevor die Blätter am Rotahorn austreiben, sieht man den Baum schon blühen.

Verbreitung
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Rotahorns liegt im östlichen Teil Nordamerikas. In geschützten Tallagen der südlichen Appalachen findet man den Rot-Ahorn in großer Zahl. Dieser Baum ist jedoch sehr anpassungsfähig und überlebt auch unterschiedlichste Klima- und Standortverhältnisse. Überschwemmungen sowie Trockenheit hält der Rot-Ahorn größtenteils stand. Er ist allerdings nur wenig windfest. Im Jahr 1665 wurde die Baumart erstmals in Europa kultiviert.

Rotahorn
© V. Dartmann

Beschreibung
Der Rotahorn ist ein mittelgroßer Baum, der Höhen von neun bis 27 Meter misst und einen Stammdurchmesser von 46 bis 76 Zentimeter. Häufig wächst
er mehrstämmig. Der Rotahorn wird durchschnittlich 150 Jahre alt.

Die Herbstfärbung, welche zwischen Mitte September und Mitte Oktober ihren Höhepunkt erreicht, erinnert sehr an die Farben des »Indian Summer«.
Nicht nur am selben Baum, sondern sogar am selben Blatt, lassen sich die verschiedenen Farben von Grün, Gelb über Orange bis hin zu einem kräftigen
Rot finden. Die Blätter sind fünf-lappig, wobei die unteren Blattlappen meist nur undeutlich zu erkennen sind (siehe Blattkunde Seite 3-4). Außerdem
spricht man von einer gelappten Blattform.

Die Wurzeln des Rotahorns wachsen überwiegend horizontal in den obersten Schichten des Bodens. Senkrechte Wurzeln können jedoch Tiefen bis zu drei
Meter erreichen.

Zwischen Splint- und Kernholz ist bei dem Rotahorn ungewöhnlicherweise keine Veränderung in der Farbe zu erkennen. Das Holz ist im inneren und äußeren Bereich weißlich. Die Borke des Rotahorns ist bei jungen Bäumen glatt, hellgrau und ziemlich dünn. Bei älteren Bäumen hingegen ist sie rau, dunkelgrün und löst sich im Wachstumsverlauf ab.

Bereits im ersten Jahr reifen die Früchte in der Zeit von Mai bis Juni und keimen meist noch im selben Sommer.

Der Rotahorn ist Wirt für viele Pilze und Insekten, von denen aber nur wenige gravierende Schäden anrichten. Darüber hinaus ist er als Nahrungsquelle
für Weißwedelhirsche sehr beliebt.

Wussten Sie schon?
Das Holz des Rotahorns war in der nahen Vergangenheit nicht besonders beliebt und auch nicht von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Für die Ureinwohner Nordamerikas war der Rotahorn jedoch als Heilmittel sehr brauchbar. Die Cherokees verwendeten Blattauszüge als Mittel gegen Krämpfe, Masern und sogar hysterische Anfälle. Aus dem Bast konnten sie Sirup gewinnen, der Augenentzündungen heilte.