Feierstunde anlässlich des 80. Geburtstages von Dr. Dr. h.c. Paul-Otto Faßbender

Am 22. Juni 2026 veranstaltete die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Münster anlässlich des 80. Geburtstages von Dr. Dr. h.c. Paul-Otto Faßbender eine Feierstunde im Karl-Bender-Saal des Juridicum. Zahlreiche Mitglieder der Fakultät, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie Preisträger des Fakultätspreises kamen zusammen, um das langjährige Engagement des Jubilars für Wissenschaft und Nachwuchsförderung zu würdigen.

Der Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Mark Deiters, eröffnete die Feierstunde und hob die besonderen Verdienste Dr. Faßbenders für die Fakultät hervor. Sein Name ist seit Jahrzehnten eng mit dem Fakultätspreis, früher Harry-Westermann-Preis, verbunden, der seit 1987 herausragende Dissertationen an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät auszeichnet. Als langjähriges Mitglied des Stiftungskuratoriums hat Dr. Faßbender die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger maßgeblich begleitet. Darüber hinaus hat er sich mit großem persönlichem Einsatz und durch die Unterstützung seiner Stiftung für Bildung und Wissenschaft für die Fortführung und Dotierung des Preises eingesetzt.

Anschließend würdigte Prof. Dr. Petra Pohlmann, Vorsitzende des Kuratoriums des Fakultätspreises und geschäftsführende Direktorin der Forschungsstelle für Versicherungswesen, das Wirken Dr. Faßbenders. Sie betonte die Bedeutung freier und ergebnisoffener Wissenschaft gerade in Zeiten gesellschaftlicher und politischer Umbrüche. Förderer wie Dr. Faßbender leisteten einen unverzichtbaren Beitrag dazu, wissenschaftliche Exzellenz und unabhängige Forschung nachhaltig zu stärken und ihre Bedeutung in die Gesellschaft zu tragen.
Mit Prof. Dr. Bernd Hartmann (Universität Regensburg) und Jun.-Prof. Dr. Tim Hülskötter (Universität Göttingen) berichteten zwei ehemalige Preisträger des Fakultätspreises von ihren persönlichen Erfahrungen. Beide hoben hervor, dass die Auszeichnung weit über ihre finanzielle Förderung hinausreiche. Sie verschaffe Sichtbarkeit innerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft, eröffne neue Perspektiven und könne jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die entscheidende Ermutigung für eine akademische Laufbahn geben. Die Anerkennung durch das hochrangig besetzte Kuratorium, dem auch Dr. Faßbender angehört, sei dabei von besonderer Bedeutung.
Zuletzt hob Dr. Johanna Nordhoff das besondere Engagement Dr. Faßbenders für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Versicherungsrecht hervor. Sein langjähriger Einsatz als Mitglied des Beirats der Forschungsstelle für Versicherungswesen sowie zahlreiche Förderinitiativen kämen sowohl jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als auch Studierenden zugute. Besonders hervorzuheben seien die durch seine Stiftung unterstützten versicherungsrechtlichen Doktorandenkolloquien sowie das interdisziplinäre Planspiel „Wir gründen ein InsurTech“, in dem Studierende innovative Konzepte an der Schnittstelle von Versicherung und Digitalisierung entwickeln konnten.

In seiner Dankesrede blickte Dr. Faßbender bewusst nur kurz auf sein bisheriges Wirken zurück und richtete den Blick vor allem nach vorn. Die Förderung junger Menschen in Wissenschaft und Studium sei für ihn seit jeher eine Herzensangelegenheit. Mit einem Augenzwinkern verwies er auf prominente Beispiele dafür, dass auch mit 80 Jahren noch lange nicht Schluss sei, und bekräftigte seine Absicht, der Universität Münster auch in Zukunft eng verbunden zu bleiben.

Beim anschließenden Empfang nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit dem Jubilar. In angenehmer Atmosphäre klang die Feierstunde bei Gesprächen zwischen Mitgliedern des Professoriums, aktuellen und ehemaligen Doktorandinnen und Doktoranden, Preisträgern sowie weiteren Gästen aus.
